Gotthard – Silver

“Rock zum Schmusen!“

Artist: Gotthard

Herkunft: Schweiz

Album: Silver

Spiellänge: 48:54 Minuten

Genre: Rock

Release: 13.01.2017

Label: G – Records

Link: http://www.gotthard.com/en/

Bandmitglieder:

Gesang – Nic Maeder
Gitarre – Leo Leoni
Gitarre – Freddy Scherer
Bassgitarre – Marc Lynn
Schlagzeug –  Hena Habegger

Tracklist:

  1. Silver River
  2. Electrified
  3. Stay With Me
  4. Beautiful
  5. Everything Inside
  6. Reasons For This
  7. Not Fooling Anyone
  8. Miss Me
  9. Tequila Symphony No 5
  10. Why
  11. Only Love Is Real
  12. My Oh My
  13. Blame On Me

Eine Silberhochzeit feiern Gotthard mit ihrem zehnten Album Silver, das bereits im Januar das Licht der Welt erblickt hat. Bisher summierte ich Gotthard immer unter dem Thema „Rock für ältere Semester“, der ein wenig in der Fremdschämecke gastiert. Demnach habe ich mit Gotthard eine Erstbegegnung und ich muss sagen, dass ich durchaus positiv überrascht bin, schließlich dürfte ich nicht gerade zur Zielgruppe der Schweizer gehören. Aber coole Nummern wie Stay With Me, die man zwar mit sauteurer Videoproduktion aufpeppt, allerdings nicht ganz klischeefrei bekommt, lassen Rockgrößen wie z.B. Aerosmith angesichts des starken Refrains ziemlich erblassen. Auch im weiteren Verlauf des Albums vermögen Gotthard mich absolut nicht zu langweilen, allerdings fehlt mir etwas der zupackende Punch. Gut, Gotthard sind kein Death Metal, eher kuschelnder Bon Jovi trifft Whitesnake, dennoch ist die Musik klar auf radiotauglichen Hard Rock abgestimmt. Macht aber nichts, Reasons For This und Not Fooling Anyone sind trotzdem schöne Nummern, die voller positiver Energie sind. Ich denke dieser latente Happy–Faktor in der Gotthard-Musik wirkt auf den ersten Moment irritierend, schließlich ist man ansonsten andere musikalische Timbre gewohnt. Mit Miss Me packt man die klassische Revenge–Ballade auf das Album, bevor man seinen Kummer mit Tequila Symphony No 5 ertränkt, Beethovens Fünfte lässt sich im letzten Drittel erahnen. Danach finde ich das Album in Ordnung, Only Love is Real wartet mit schönen Chören und bombastischer Epik auf, das war es dann aber auch schon.

Fazit: Ein ganz nettes Album, aber sicherlich kein Meilenstein. Dennoch werden die Fans der Band wohl auf ihre Kosten kommen, mir persönlich klingt das Album zu radiotauglich.

Anspieltipps: Stay With Me
Dominik B.
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