Greenleaf – Rise Above The Meadow

“Ab ins dichte Geäst!“

Artist: Greenleaf

Herkunft: Borlänge, Schweden

Album: Rise Above The Meadow

Spiellänge: 44:20 Minuten

Genre: Rock ’n‘ Roll, Heavy Metal, Stoner Rock

Release: 26.02.2016

Label: Napalm Records

Link: https://www.facebook.com/greenleafrocks/

Bandmitglieder:

Gesang – Arvid Jonsson
Gitarre – Tommi Holappa
Bassgitarre – Hans Fröhlich
Schlagzeug – Sebastian Olsson

Tracklist:
1. A Million Fireflies
2. Funeral Pyre
3. Howl
4. Golden Throne
5. Carry Out The Ribbons
6. Levitate And Bnow (Pt. 1 & 2)
7. You´re Gonna Be My Ruin
8. Tyrants Tonque
9. Pilgrims

Greenleaf - Rise Above The Meadow

Mit der immer stärker werdenden Stoner Rock-Szene ziehen auch die Schweden Greenleaf ihren Profit aus der Situation. Und das, wo die Gruppe bereits seit 1999 fünf Alben heraus gebracht hat und nicht immer mit dem Adlerauge betrachtet wurde, welches sie eigentlich verdient hätte. Das sechste Studioalbum Rise Above The Meadow ist seit gut einer Woche über Napalm Records zu erwerben, kommt auf eine dreiviertel Stunde Spielzeit und steht auf neun gleich starken Säulen.

Einzig verbleibendes Gründungsmitglied des Rock-Projektes ist Tommi Holappa, der wie gewohnt filigran die Saiten zieht. Sänger Arvid Jonsson gefällt mit seinen Gesangsfarben in einem meist sehr progressiven Stoner Rock, der durch verspielte Elemente und grollende Parts seine Reize erzeugt. Wie im Abendrot der untergehenden Sonne entfalten A Million Fireflies und Funeral Pyre ihre ganze Schönheit in der kurzen intensiven Handlung, die nur wenige Minuten andauert. Somit ein geglückter Aufstieg über die Wiese, wie es der Albumtitel bereits andeutet. Optisch werden die groovigen Stücke durch ein schickes Artwork begleitet. Dieses zeigt eine Mini-Weltkugel mit Wäldern und der wunderschönen Natur, die bei Nacht eingefangen wurde. Ein schlechtes Wort kann man über Howl, Golden Throne und Carry Out The Ribbons nicht verlieren, dafür ist das Songwriting zu mitreissend und das Feeling der 70er Progressive Rock-Wurzeln, zu sauber in moderne Handschriften verarbeitet. Rise Above The Meadow lebt nicht von zwei oder drei Überfliegern, sondern von einem Werk, das auf eine geschlossene Gesamtleistung blickt. Im Fußball würde man das Ganze „Arbeitssieg“ nennen, ein Matchgewinn ohne den ganz großen Glanz, dafür mit viel Fleiß und Einsatz.

 

Fazit: Rise Above The Meadow von Greenleaf kann man ganz entspannt sacken lassen. Die teils kernigen Stoner Rock-Ausflüge in doomige 70er Rock-Anfänge ergeben eine Symbiose, die bei den Schweden 1A funktioniert und gleichermaßen liebevoll angereichert ein hörenswertes Studioalbum hinterlässt.

Anspieltipps: Funeral Pyre und Tyrants Tonque
Rene W.
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