Heretic Warfare – Hell On Earth

Ketzer, Kriegsführung und die Hölle auf Erden

Artist: Heretic Warfare

Herkunft: Deutschland

Album: Hell On Earth

Spiellänge: 33:31 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 01.12.2020

Label: Eigenprdouktion

Link: www.heretic-warfare.de

Bandmitglieder:

Gesang – Jan
Gitarre – Ingo
Bassgitarre – Lukas
Schlagzeug –
Jan

Tracklist:

  1. Warfare On Heretic Scum
  2. Hedonistic Perfection
  3. Hell On Earth
  4. Mass Murder Monument
  5. Black Rage
  6. Redemption Denied
  7. Death Of A Traitor

Der Name sagte mir irgendetwas, allerdings ich habe ihn eher mit Black Metal in Verbindung gebracht – aber da liege ich total verkehrt. Heretic Warfare stammen aus Münster und wurden vom Sänger Jan und Gitarristen Ingo gegründet. 2014 erschien das Demo namens I und nun erscheint das Debüt mit dem Titel Hell On Earth. Die CD-Version ist von der Band selbst released worden, die Vinylfreunde können 2021 zuschlagen, denn dann erscheint das Teil via My Ruin.

Laut Info machen die Burschen eine Mischung aus Death Metal, Thrash Metal und Grindcore. Da bin ich ja gespannt.

Los geht es mit Warfare On Heretic Scum. Ein Kampfgewitter fliegt einem um die Ohren, zwischendurch erklingen gitarrentechnische Klänge, bis man dann selber anfängt, ein musikalisches Feuerwerk loszulassen. Das Riffing agiert sowohl im thrashigen, als auch im deathigen Bereich, die Drums sind fordernd und treibend. Die Gitarrenarbeit kommt einem vertraut vor, macht aber Laune und geht ab wie ein Zäpfchen. Das Tempo variiert zwischen Attacke und Midtempo hin und her, bis man dann ein ordentliches Solo mit einbaut. Und ab wieder zum Hauptgriff. Der Song treibt und treibt und lässt kaum Verschnaufpausen, ohne eigentlich sonderlich schnell zu sein. Der Gesang ist auch zwischen Death und Thrash angesiedelt und nachdem man irgendwie überfahren wurde, endet der Song abrupt.

Der nachfolgende Song Hedonistic Perfection legt los wie die Feuerwehr. Auch hier geht man sofort auf Attacke. Leckeres Riffing mit anschließendem wildem Gitarrengefiedel, um dann aber weiter das Tempo ordentlichhochzuhalten. Nach ca. zwei Minuten lockert man das Tempo mal ein wenig auf. Kleiner Groove mit Quietscher geht ja immer. Die Drums drücken aber weiter und das Tempo wird daraufhin wieder aufgenommen. Tempo wieder rauf und verspieltes Solo, welches dann ein wenig überraschend kommt. Nicht so meins, aber passt sehr gut. Und dann natürlich wieder Alarm. Am Ende klingt man dann mit merkwürdigen Vorspielern sogar ein wenig progressiv, aber nur ganz kurz. Man muss ja noch einmal Gas geben können. Gut so.

Und so agieren sie eigentlich auf dem ganzen Album. Das sechsminütige Hell On Earth z.B. wird mit langsamerem Riffing eingeläutet, ein lang gezogenes melodisches Riff dazugenommen, welches sich auch weiter durch den Song kämpft. Das Tempo ist natürlich weiterhin hoch, man nimmt es aber des Öfteren heraus und klingt durch diese Verschnaufpausen sehr abwechslungsreich. Hin zu kommt ein fetter Groovepart mit Basssolo. Gute Idee. Technik, Härte und Feeling gehen hier Hand in Hand. Klingt sehr brutal. Der Groove zieht sich, kommt aber fett. Danach ist natürlich wieder Chaos und Zerstörung angesagt.

Hier und da klingen sie mir ein wenig too much, aber im Grunde geht das Album gut durch und macht Laune. Die Info über die Musikrichtung ist durchaus korrekt, hehe. Für Fans, die härtere Klänge allgemein mögen, wie eben Napalm Death, Hate Eternal, Legion Of The Damned, Dark Angel oder Deicde.

Heretic Warfare – Hell On Earth
Fazit
Wer auf Extreme Metal abfährt, kann sich das Zeug von Heretic Warfare bedenkenlos geben. Gute Mischung aus Death Metal, Thrash Metal und ein wenig Grind. Extreme halt. Gute Produktion, überwiegend geile Riffs, technische Fähigkeiten, treibende Drums, aggressive Vocals und ein gelungenes Songwriting machen das Album erstrebenswert. Platz nach oben gibt es auch noch. Die Band sollte man aber im Auge und im Ohr behalten!
br> Anspieltipps: Warfare On Heretic Scum, Hell On Earth
Michael E.
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