Hinayana – Death Of The Cosmic (EP)

Gelungener Melodic Death/Doom Appetizer aus Texas

Artist: Hinayana

Herkunft: Austin, Texas, USA

Album: Death Of The Cosmic (EP)

Spiellänge: 23:34 Minuten

Genre: Melodic Death / Doom Metal

Release: 28.08.2020

Label: Napalm Records

Link: https://hinayana.bandcamp.com

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre – Casey Hurd
Gitarre – Erik Shtaygrud
Bassgitarre – Matt Bius
Keyboard – Michael Anstice
Schlagzeug – Daniel Vieira

Tracklist:

  1. Death Of The Cosmic
  2. Cold Conception
  3. Yet Here I Wait Forever
  4. In Sacred Delusion
  5. Pitch Black Noise

Die Geschichte der aus Austin, Texas stammenden Band Hinayana geht bis in das Jahr 2014 zurück. Als Soloprojekt vom Sänger und Hauptsongwriter Casey Hurd ins Leben gerufen, brachte er im gleichen Jahr eine Demo namens Endless heraus, in der er alles in Eigenregie einspielte und veröffentlichte. Für die Produktion des Debütalbums Order Divine holte er sich Schlagzeuger Daniel Vieira mit ins Studio, und bis zur Veröffentlichung im März 2018 konnte er um sich herum ein komplettes Line-Up aufbauen, welches bis heute Bestand hat. Order Divine war dann auch mein erster Berührungspunkt mit der Band. Das tief im Melodic Death Metal verwurzelte Album konnte mich aufgrund seines Abwechslungsreichtums sofort gefangen nehmen. Die größtenteils im Midtempo angesiedelten Stücke wurden mal mit doomigen oder auch majestätisch erhabenen Passagen angereichert, um im nächsten Augenblick, wie aus dem Nichts, in Geschwindigkeitsausbrüchen zu gipfeln. Genau diese Unberechenbarkeit machte das Album so frisch und unverbraucht.

So war es nur eine Frage der Zeit, bis die talentierte Band bei den großen Labels für Aufmerksamkeit sorgen würde, was in Falle von Hinayana einen Deal mit Napalm Records zur Konsequenz hatte. Mit Death Of The Cosmic bringen die Texaner nun ihre Debüt-EP beim österreichischen Label heraus, und es stellt sich die Frage, ob sie ihren Stil weiter verfeinern konnten.

Die bereits im Frühjahr 2019 aufgenommene EP startet mit sanften Keyboardklängen in den Opener, welcher gleichzeitig der Titeltrack ist. Der Song entwickelt sich zu einer starken Midtempo-Nummer, die aufgrund ihrer Melodieführung stark an Insomnium oder auch neueren Omnium Gatherum erinnert, was ja nicht die schlechtesten Vergleiche sind. In Cold Conception hat man einen Gastauftritt des kurz nach den Aufnahmen leider viel zu früh verstorbenen Frontmannes der Tengger Cavalry, Nature Ganganbaigal. Der Song ist aufgrund seines variablen Tempos der abwechslungsreichste auf der EP und hätte auch perfekt auf dem Debüt seinen Platz finden können. Yet Here I Wait Forever ist ein kurzes, ruhiges Instrumental – nett, mehr aber auch nicht. Im leicht doomig daherkommenden In Sacred Delusion durfte sich Toni Toivonen, seines Zeichens Sänger der finnischen Band Hanging Garden verewigen und ein paar Vocals beisteuern. Das abschließende Pitch Black Noise kommt dann wieder mit gehöriger Insomnium-Schlagseite um die Ecke und kann mit seiner eindringlichen Melodieführung nochmals kräftig punkten.

Hinayana – Death Of The Cosmic (EP)
Fazit
Hinayana sind gewöhnlich geworden, was jetzt nichts Negatives bedeuten soll. Auf Death Of The Cosmic liefern sie in gut 23 Minuten neue, wohlklingende Kost für Fans melodischen Death/Doom Metals ab. Die Songs gehen gut ins Ohr, und es gibt keinen echten Ausfall zu verzeichnen. Allerdings fehlen hier und da noch ein paar Ecken und Kanten, um diese EP wirklich zu was Herausragendem zu machen. Alle, an denen Hinayana bisher vorbeigegangen sind und die mit oben genannter Musikrichtung was anzufangen wissen, können hier – und beim Debüt - bedenkenlos zugreifen.

Anspieltipps: Death Of The Cosmic, Cold Conception und Pich Black Noise
Christian K.
8
Leser Bewertung0 Bewertungen
0
8
Punkte
Weitere Beiträge
Yardfield Colony – The Absorption