Illumenium – Underdogs

El Mahhiko, Never give up

Artist: Illumenium

Herkunft: Pärnu, Estland

Album: Underdogs

Genre: POST – Grunge, Alternative Metal, Hard Rock, Hop-Hip

Release: 2019

Label: Eigenproduktion

Produktion: Toomas Paidra, Zorg Laboratory Studio, Estland,

Link: https://www.illumenium.com/

Bandmitglieder:

Gesang – Kari Kärner
Scream und Growl – Andre Kaldas
Gitarre – Kevin Presmann
Gitarre – Romy Leis
Bassgitarre – Karli Raaga
Schlagzeug – Raigo Tüür

Tracklist:

  1. Dream Destroyer
  2. System Is Down
  3. Save Us From Religion 3
  4. Hurry Up
  5. Save The World
  6. Ain’t No Love
  7. Whiskey
  8. Self-Esteem NFS
  9. Reguiem
  10. Hendrix Killed Despacito (Jimi Hendrix, Luis Fonsi Cover)
  11.  Secret Of Life
  12. After Rain
  13. Young When 69
  14. Elysium (j.Kuslap)
  15. Trash
  16. Judas Kiss
  17. Anti-Ballad
  18. Underdogs

Vor ein paar Wochen erreichte mich eine Mail von Kevin Presmann, der anfragte, ob ich die neue Illumenium CD reviewen möchte. Das wollte ich mir nicht entgehen lassen und so schickte mir der Kevin ein Exemplar zu. Zunächst fällt wieder das originelle Cover auf, das von der Norm abweicht. Neben der CD ist ein Infoblatt dabei, bei dem aber das Erscheinungsdatum nicht zu sehen ist. Bei Facebook steht demnächst, auf der Homepage steht Januar 2019. Wie dem auch sei, ich habe ein Exemplar und das gilt es nun zu besprechen.

Was als Erstes auffällt, ist die Menge an Songs. 18 Stück sind auf der CD enthalten. Die sechs Member von Illumenium neigen dazu, so auch auf den davor erschienenen CDs Gehenna und Jackal, locker die doppelte Menge an Tracks, als auf normalen Platten aufzunehmen. Ob das immer gut ist, sei dahingestellt. War ich bei dem letzten Werk von 2018 nicht ganz so überzeugt, sind hier wieder deutlich mehr gute Songs zu finden. Kevin Presmann fungiert nicht nur als guter Lead Gitarrist, sondern ist auch für das Marketing und das Management zuständig. Die All-Time-Touring Band versucht seit langem den Durchbruch zu schaffen, und das ab und an mit zweifelhaften Mitteln, auf Parkplätzen Kunden massiv zum Kauf zu „überzeugen“, wie es auch in der Presse geschrieben worden ist. Ob das immer so alles stimmt, sei dahingestellt. Im letzten Jahr waren aufgrund eines tragischen Todesfalles in der Illumenium Familie fast alle Aktionen auf Eis gelegt worden aber nun geht es weiter. Der Song Elysium auf der aktuellen CD ist dann auch dem Verstorbenem gewidmet. Die dunkle, tiefe Stimme von Kari Kärner wird dann, wie auf so vielen anderen Stücken, durch das Growling von Andre Kaldas stimmig unterstützt.

Schon zu Beginn bei Dream Destroyer wird diese Herangehensweise deutlich. Der Klargesang wird häufig durch Growl oder Screaming unterbrochen. Das kann auf Dauer anstrengend sein, ist aber nicht wirklich störend. Die Begleitmusiker verrichten eine ordentliche Arbeit und Kevin Presmann spielt eine angenehme Gitarre. Bei System Is Down ist der Growl-Gesang weiter im Hintergrund und das ist besser. Auch wieder mit dabei ist Save Us From Religion, ein Song, der mit seinen ersten beiden Parts auf den vorhergegangenen CDs zu finden war.

So reihen sich die Songs aneinander. Eine schöne Abwechslung bietet Save The World mit akzentuierter Gitarre. Ain’t No Love kann als Ballade durchgehen. Immer wieder gefällt mir die Stimme von Kari Kärner. So geht es weiter mit Songs, die Requiem oder Self Esteem NFS heißen. Durch die Menge an Tracks fällt es einem schwer, Unterschiede herauszuhören, Aber sie sprechen einen an. Es wird nicht wirklich langweilig. Das erste Riff von Hendrix Killed Despacito lässt einen sofort an Jimi Hendrix denken. Das ist auch so gewollt, denn hier wird eine Mischung aus Hey Joe und Despacito von Luis Fonsi versucht. Kann man machen, ist aber gewöhnungsbedürftig.

Es schließen sich Secret Of Live, After Rain und Young When 69 an. Die Tracks sind ok, aber keine Überraschungen. Das Muster ist ähnlich. Klargesang, ab und an Growls, gute Gitarrenarbeit beider Gitarristen und auch die Rhythmussektion liefert eine gute Basis ab. Die letzten vier Songs fangen mit Trash an, bei dem eher an was Schnelles gedacht wird. Das Gegenteil ist der Fall. Gefühlvolle Vocals und verhaltene Instrumente bis auf ein ordentliches Solo von Kevin. Mit Underdogs, dem Titeltrack der aktuellen CD endet die Scheibe. Hier wird Hip-Hop mit eingebunden. Das geht auch recht gut. In Zukunft werden, so steht es auf der Homepage, Illumenium auch den eigens erfundenen Hop-Hip Stil spielen. So wird es eine Scheibe geben, die rockig ist, wie die vorliegende, und eine, die die Songs eben in Hop- Hip und nicht in Hip-Hop präsentiert. Das erste Demo scheint vielversprechend zu sein und läuft im estnischen Radio. Mal abwarten.

Fazit
Mir gefallen die Esten gut. Ich mag ihre Musik, auch wenn die letzte CD nicht so überragend war. Diese stimmt mich wieder positiver und es gibt eine ordentliche Punktzahl. Die Höchstnote erreicht diese Scheibe trotzdem nicht, da mir einfach zu viele Tracks enthalten sind und der Überblick über die Songs kaum zu händeln ist. Gern würde ich sie mal live sehen, um mir ein Bild der Urgewalt auf der Bühne zu holen. Dem Motto der Band getreu „El Mahhiko, Gib niemals auf“, touren sie, bis der Erfolg da ist. Ich gönn es ihnen.

Anspieltipps: Dream Destroyer, Save The World, Elysium und System Is Dawn.
Kay L.9
Leser Bewertung7 Bewertungen5.6
9
Punkte

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