Killa Notes – You Can’t Kill The Beast (EP)

Ex-Warlock Peter Szigeti meldet sich mit seiner zweiten Produktion zurück

Artist: Killa Notes

Herkunft: Düsseldorf, Deutschland

Album: You Can’t Kill The Beast (EP)

Spiellänge: 26:17 Minuten

Genre: Heavy Rock

Release: 17.12.2020

Label: Eigenproduktion / Killa Notes Production

Link: https://www.facebook.com/Killanotes/

Bandmitglieder:

All Instrumente – Peter Szigeti
Gesang – Nathalie Navarro

Tracklist:

01. You Can’t Kill The Beast
02. The Good ‚Ol Devil In Me
03. Prison Of Doubt
04. Call Of Ages
05. Stalk You

Es gibt Neues vom ehemaligen Warlock Gitarristen Peter Szigeti zu vermelden, der zwischenzeitlich mit seiner aktuellen Band Killa Notes die zweite EP You Can’t Kill The Beast veröffentlichte.

Die älteren unter euch werden sich sicherlich noch erinnern, Peter Szigeti gehörte 1982 zu den Gründungsmitgliedern der Düsseldorfer Metalkapelle Warlock, mit der die spätere deutsche Metal Queen Doro Pesch ihre ersten großen Erfolge feierte, und mischte zuvor auch schon beim Vorläufer Snakebite mit. Der Gitarrist wurde 1987 aus der Band gekickt und war letztmalig auf dem dritten Warlock-Album True As Steel von 1986 zu hören. Nach seinem Rausschmiss blieb nicht viel Zeit zum Trauern, denn noch im gleichen Jahr meldete er sich mit der Melodic Metal Band Energy zurück, zu der auch der ex-Warlock Kollege Frank Rittel (Bass) gehörte und mit denen er bis 1991 zwei Demos veröffentlichte. Wesentlich bedeutender war da dann schon die Debüt-Veröffentlichung mit dem neuen Brötchengeber Mr. Udo Dirkschneider und dem U.D.O.-Bandprojekt, denn Szigeti war an dem Album Animal House (1987) beteiligt. Überhaupt war Szigeti über all die Jahre nie so wirklich aus der Szene verschwunden, vor allem in den 1990er-Jahren mischte er bei Coracko, Stonewashed und Velvet Viper mit.

Zuletzt wurde es etwas ruhiger um Peter Szigeti, bis Mitte März 2020 wie aus dem Nichts die EP1 mit fünf nagelneuen Tracks aus seiner Feder erschien. Das Projekt Killa Notes war zunächst nur als Homerecording-Session gedacht, entwickelte sich dann aber über die Jahre immer mehr zu einer ausgewachsenen Produktion. Bei den fünf Songs von EP1, bei der Peter Szigeti alle Instrumente selbst einspielte, wurde er nur von seiner Lebensgefährtin Nathalie Navarro unterstützt, die sich für den Gesang verantwortlich zeigte. Auch Mix und Mastering nahm der frühere Warlock-Gitarrist selbst in die Hand und heraus kamen fünf hochprofessionelle und druckvolle Heavy Rock-Nummern, die sehr variantenreich und mit Stilelementen aus Funk, Nu Metal, Hard Rock und Hair Metal angereichert waren.

Doch damit nicht genug, Szigeti war offenbar in den letzten Jahren sehr fleißig, denn mit EP1 sollte noch lange nicht Schluss sein. Der Düsseldorfer kündigte gleich sechs weitere EPs an, wovon die zweite ursprünglich auch noch im Herbst 2020 veröffentlich werden sollte und dann jährlich zwei weitere. Durch die anhaltende Corona-Pandemie wurde das Duo dann offenbar etwas ausgebremst, denn es wurde Dezember und man wartete noch immer auf weitere neue Songs.

Wenige Tage vor Weihnachten war es dann aber soweit – EP2 You Can’t Kill The Beast erschien und bot fünf weitere neue Songs. An der Arbeitsweise hatte sich zwischenzeitlich nichts geändert, Peter spielte erneut alle Instrumente ein und Nathalie übernahm den Gesang. Aufgenommen, gemixt und gemastert wurde erneut im eigenen Killa Notes-Studio.

Präsentiert werden wieder fünf Heavy Rock Nummern, die sich nahtlos an EP1 anfügen, jedoch wurden die integrierten Stilelemente etwas zurückgefahren, wodurch die EP etwas gradliniger und ein kleines Stück härter daherkommt, was ja nicht das Schlechteste ist. Die Songs gehen durchweg gut ins Ohr und setzen sich irgendwo in den Gehirnwindungen fest. Szigeti stellt an den Instrumenten, besonders der Gitarre klar, dass er in all den Jahren nichts verlernt hat, mal druckvoll, mal gefühlvoll, doch immer auf hohem Niveau spielt er sich durch die Songs. Alle fünf Songs wirken wie aus einem Guss, variieren dennoch in Tempo und Stimmung. Auf dem Grundgerüst tobt sich Nathalie Navarro kräftig aus, die kraftvolle Röhre, die mal gefühlvoll, mal dreckig daherkommt, kommt hier noch besser zur Geltung als auf der ersten EP. Wer auf gut gemachten Heavy Rock steht, sollte definitiv mal ein Ohr riskieren.

Die EP könnt ihr euch für 10,00 € hier im Killa Notes-Shop zulegen.

Killa Notes – You Can’t Kill The Beast (EP)
Fazit
Auf You Can't Kill The Beast präsentiert das Power-Duo Szigeti/Navarro zwar keinen lupenreinen Metal, wie man ihn früher von dem Gitarristen gewohnt war, jedoch erstklassige Heavy Rock Nummern, die vielseitig sind und Spaß machen.

Anspieltipps: You Can't Kill The Beast, The Good 'Ol Devil In Me
Andreas F.
7.5
Leser Bewertung2 Bewertungen
9.1
7.5
Punkte
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