“Ohne Schnörkel, aber mit gewünschtem Nachdruck!“
Artist: Krisiun
Herkunft: Rio Grande do Sul, Brasilien
Album: Forged In Fury
Spiellänge: 51:28 Minuten
Genre: Death Metal
Release: 07.08.2015
Label: Century Media Records
Link: https://www.facebook.com/krisiun.official?fref=ts
Bandmitglieder:
Gesang, Bass – Alex Camargo
Gitarre – Moyses Kolesne
Schlagzeug – Max Kolesne
Tracklist:
1. Scars Of The Hatred
2. Ways Of Barbarism
3. Dogma Of Submission
4. Strenght Forged In Fury
5. Soulless Impaler
6. Burning Of The Heretic
7. The Isolated Truth
8. Oracle Of The Ungod
9. Timeless Starvation
10. Milonga De La Muerte
Seit fünfundzwanzig Jahren bilden die drei Death Metal-Brüder von Krisiun eine tödliche Allianz. Ab dem 07.08.2015 wartet das neueste Langeisen der Brasilianer, welches von Century Media Records auf eine glänzende und ebenso tödliche Platte gepresst wurde. Zum Label gehören Alex Camargo, der den Nachnamen seiner Mutter angenommen hat und seine beiden Brüder Moyses und Max Kolesne ebenfalls seit fünfzehn Jahren – gleich ein doppeltes Jubiläum, was sie mit Forged In Fury lautstark unterstreichen.
Bei Krisiun bekommt der aufmerksame Death Metal-Jünger flinke Tiraden à la Dogma Of Submission, gelenkige Rhythmen und abwechslungsreiche Höhen als auch Tiefen geboten. Max am Schlagzeug sorgt permanent für Zündstoff, der Bengel kann einfach nicht still sitzen. Wild knattert die Doublebass, während die Tombs und Becken massakriert werden. Alex Camargo am Mikrophon ist im Laufe der Jahre enorm gewachsen. Total abgeklärt strahlen die Growls eine verhängnisvolle Ruhe aus. Immer wieder funkt zudem Moyses dazwischen. Die Gitarre bis zum Anschlag aufgedreht, schallen die Soli aus dem dichten Groove Death Metal-Teppich. Strength Forged In Fury, The Isolated Truth oder Timeless Starvation können allesamt überzeugen. Wer dachte, den Höllenhunden aus Südamerika geht die Luft aus, wird mit Forged In Fury, welche aus meiner Sicht eine der stärksten Platten der mittlerweile zehn Studioalben bildet, eines Besseren belehrt. Nach dem letzten Werk The Great Execution von vor vier Jahren scheint die Pause den Brüdern sehr gut getan zu haben. Aufmerksam schlagen Krisiun immer wieder in die blutende Kerbe, bevor diese sich nur ansatzweise schließen kann. Ein Highlight ist Soulless Impaler, eine anspruchsvolle Nummer, die viel lockerer aussieht als sie eigentlich ist. Mit dem flexiblen Fuß am Gaspedal braucht das Trio keine Bremse – alles wird über den feinen Zug am rechten Pedal geregelt. Klasse Album, das Lust auf die Show zum Release auf dem Party.San Open Air 2015 macht.



