Leprous – Pitfalls

Das siebte Album der progressiven Norweger

Artist: Leprous

Herkunft: Notodden, Norwegen

Album: Pitfalls

Spiellänge: 55:10 Minuten (Standardversion), 66:05 Minuten (Deluxe Version mit 2 Bonus Titeln)

Genre: Progressive Metal, Progressive Rock, Art Rock

Release: 25.10.2019

Label: Inside Out

Link: https://www.leprous.net/

Produktion: Ghostward Studios, Stockholm, Producer David Castillo und Mix Adam Noble

Bandmitglieder:

Gesang, Keyboard – Einar Solberg
Gitarre – Tor Oddmund Suhrke
Gitarre – Øystein Landsverk
Bassgitarre – Simen Daniel Børven
Schlagzeug – Baard Kolstad

Tracklist:

1. Below
2. I Lose Hope
3. Observe The Train
4. By My Throne
5. Alleviate
6. At The Bottom
7. Distant Bells
8. Foreigner
9. The Sky Is Red
10. Golden Prayers (Bonus Track, nur Deluxe Version)
11. Angel (Bonus Track, nur Deluxe Version)

Als ich das Album zum ersten Mal hörte, dachte ich bei den ersten drei Songs an eine Verwechselung. War das Yes oder Muse? Nein, Leprous goes Art Rock und das ziemlich stark. Gerade der Song Observe The Train ist schon in bester Manier des Art Rocks der 70er und 80er Jahre. Mit By My Thorne nimmt das Album dann etwas mehr Tempo auf, ohne den Art Rock Pfad zu verlassen. Wem die ersten vier Songs zu langweilig waren, bekommt dann langsam Entschädigung. Einar Solberg packt bei Alleviate sein gesangliches Vermögen aus und liefert einen intensiven Song, der gerade im zweiten Teil sogar meine Person voll und ganz überzeugt. At The Bottom geht in die gleiche Richtung wie Alleviate. Hier ist dann auch mal der Bass intensiver zu hören (wie man es von früheren Werken der Band kennt). Distant Bell und Foreigner gehen ebenso den Art Rock Weg. Distant Bell kommt mit einem recht langen Balladenteil daher, dagegen ist Foreigner der flotteste Song auf dem Album. Zum Schluss gibt es dann gute elf Minuten The Sky Is Red – progressive Musik pur – ob nun Art Rock oder progressive Rock – der Titel ist für mich der Höhepunkt des Albums und bedient die Hörerschaft von früheren Werken wie Bilateral oder Coal.

Leprous – Pitfalls
Fazit
Leprous verändern ihren Stil eindeutig in die Rock Richtung. Wer bisher Alben wie Bilateral oder Coal bevorzugte, wird mit dem neuen Werk weniger glücklich sein. Pitfalls ist technisch ausgefeilt und hochwertig (muss man bei Leprous nicht erwähnen – das waren bisher so gut wie alle Werke). Aber wer Metal Riffs sucht, findet diese auf Pitfalls nicht. Wer bei Malina die eher ruhigen Stücke bevorzugt hat, wird bei Pitfalls allerdings bestens bedient. Ich persönlich bin nicht so ganz glücklich mit dem Album – da hätte ich mir etwas mehr Härte ab und zu gewünscht. Ein Top Song macht das Album für mich nicht zu einem Highlight.

Anspieltipps: The Sky Is Red, Foreigner, Alleviate und Below
Jürgen F.
7
Leserwertung1 Bewertung
10
Pro
Contra
7
Punkte
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