Macabre Decay – Into Oblivion

Swedish Death Metal - etwas anders als gewohnt

Artist: Macabre Decay

Herkunft: Schweden

Album: Into Oblivion

Spiellänge: 37:24 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 16.06.2021

Label: Eigenproduktion

Link: https://macabredecay.bandcamp.com/

Bandmitglieder:

Gesang – Henka Andersson
Gitarre – Fredrik Gunnarsson
Gitarre – Sami Mäki
Bassgitarre – Henke Edlund
Schlagzeug – Martin Knutar

Tracklist:

  1. Icon
  2. Impenitent Homicide
  3. Into Oblivion
  4. Utterly Helpless
  5. The Becoming Of Art
  6. Altered Flesh
  7. Wall Of Bones
  8. Last Breath
  9. Beauty In Carnage
  10. Kräks, Förruttnelse Och Våld

Macabre Decay stammen aus Schweden und das ist an sich ja schon ein gutes Zeichen. Nun will es das Schicksal aber auch noch, dass diese Burschen Death Metal machen und diese Kombination lässt mich als Reviewer und Musikfan schon mal hoffen. Seid 2014 sind sie dabei und brachten nach einem Demo im Jahre 2018 ihr Debüt namens Purgatory heraus, schmissen 2019 eine EP auf den Markt und nun also Album Nummer zwei. Mit Henka Andersson hat man den ex-Incarnated und jetzigen Centinex Sänger in den Reihen. Das klingt schon einmal vielversprechend.

Icon legt gleich mit einem markanten Riff los. Dieses taucht im ganzen Song immer wieder auf und hat eine hängen bleibende Wirkung. Sehr einfach, aber eben effektiv. Die Burschen wirbeln eher im gehobenen Midtempo herum, bauen aber ordentlich Druck auf und liefern messerscharfe Riffs. Der Bass drückt und die Drums böllern ordentlich. Wie so üblich darf natürlich ein Solo nicht fehlen. Dieses kommt recht melodisch und atmosphärisch ums Eck. Danach bietet man wieder das Hauptriff an, wieder im Midtempo vorgetragen. Sänger Andersson macht eine Sache wirklich sehr gut. Guter Song – klingt nach alter Schule, ist alte Schule.

Impenitent Homicide startet im schnellen Midtempo. Hier geht es dann zu Beginn etwas aggressiv zur Sache. Diese schnellen Momente, auch mit Uftataparts versehen, wiederholen sich später. Ansonsten hauen sie wieder so ein markantes Riff raus und grooven im Midtempo. Die Geschwindigkeitswechsel kommen echt gut. Aber das Hauptaugenmerk liegt immer auf diesem Midtemporiffing. Das lang gezogene Growling mit dem musikalischen Endpart ist mal richtig lecker.

Kommen wir zum Namensgeber Into Oblivion. Auch hier präsentieren sie das Hauptriff zu Beginn. Dieses wird dann natürlich später weiterverwendet. Ansonsten preschen sie wieder sehr druckvoll durchs Midtempo, bieten aber auch kurze Geschwindigkeitsausbrüche an. Und eben immer wieder dieses Hauptriff. So geht es hin und her. Irgendwann screamt Henka richtig fett, man groovt ein wenig auf Schwedisch und variiert dann die Geschwindigkeit. Und am Ende eben noch das Hauptriff noch einmal, allerdings mit Uptempoeinlagen.

Dass die Burschen aus Schweden stammen, hört man bei der Abgehnummer Utterly Helpless. Straight forward zu Beginn, dann wechselt man wieder hin und her. Auch hier sind die Riffs sehr interessant. Sicherlich ist das nichts Neues, klaro. Wer auf Innovation oder moderne Spielereien steht, der hat hier nichts verloren, muss man klar so sehen, auch hier kotzt sich Henka wieder ordentlich aus. Sowohl die Growls, als auch die Screams kommen ganz fett. Das Solo klingt am Anfang ein wenig heavy und danach wechselt man wieder ins Uptempo.

The Becoming Of Art dient als Zwischenintro und Altered Flesh kommt am Anfang recht melodisch und mitten im Song auch wieder. Der Song drückt und kommt auch recht atmosphärisch aus den Boxen geknattert.

Und so geht es immer weiter und weiter. Es geht schon in Richtung Schweden Death Metal und ich darf es Fans von Entombed, Centinex, Grave oder Entrails ans Herz legen, obwohl Macabre Decay keinen typischen Neunziger Schweden Death Metal abliefern. Sie spielen dunkler, haben nordische Melodien und einen anderen Sound, welcher sehr kraftvoll und massiv klingt. Mir wiederholen sie einige Ding zu oft und die Songs kommen mir dann zu lang vor, aber ansonsten muss man sagen, ist es guter, alter Death Metal.

Macabre Decay – Into Oblivion
Fazit
Die Schweden von Macabre Decay spielen alten Death Metal schwedischer Natur, bringen aber eigene Ideen mit, klingen dunkler, bieten nordische Melodien und verwenden einen massiven und kraftvollen Sound. Die Gesangsleistung von Henka (auch Centinex) ist hervorzuheben.

Anspieltipps: Icon und Utterly Helpless
Michael E.
7.8
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