Marillion – F*** Everyone And Run (F.E.A.R.)

“Da kann ich wirklich nur (weg)rennen“

Artist: Marillion

Herkunft: Aylesbury, England

Album: F*** Everyone And Run (F.E.A.R.)

Spiellänge: 68:11 Minuten

Genre: Rock, Progressive Rock

Release: 23.09.2016

Label: ear Music

Link: https://www.facebook.com/MarillionOfficial/ und http://www.marillion.com/

Bandmitglieder:

Gesang – Steve Hogarth
Gitarre – Steve Rothery
Bassgitarre – Pete Trewavas
Keyboard – Mark Kelly
Schlagzeug – Ian Mosley

Tracklist:

  1. El Dorado
    I) Long-Shadowed Sun
    II) The Gold
    III) Demolished Lives
    IV) F E A R
    V) The Grandchildren Of Apes
  2. Living In F E A R
  3. The Leavers
    I) Wake Up In Music
    II) The Remainers
    III) Vapour Trails In The Sky
    IV) The Jumble Of Days
    V) One Tonight
  4. White Paper
  5. The New Kings
    I) Fuck Everyone And Run
    II) Russia’s Locked Doors
    III) A Scary Sky
    IV) Why Is Nothing Ever True?
  6. Tommorow’s New Country

Marillion - FEAR

 

Ich habe ein paar Mal nachgerechnet, aber tatsächlich steht die Band Marillion kurz, um genau zu sein, in drei Jahren, vor ihrem vierzigsten (!!!!) Jahr seit sie gegründet wurde. Aus der Taufe gehoben in 1979 hat man bislang über 15 Millionen Alben weltweit verkaufen können. Die Discographie auf der sehr hübsch gestalteten Homepage der Band ist dementsprechend umfangreich. Ein einschneidendes Ereignis fand sicherlich im Jahr 1988 statt, als der ursprüngliche Sänger Fish die Band verließ und Anfang des Jahres 1989 durch Steve Hogarth ersetzt wurde. Es gab auch einige weitere Änderungen in der Bandbesetzung, aber die jetzige Instrumentalfraktion ist wohl seit 1984 eine konstante Größe.

Da das Album ja schon vor einer Weile veröffentlicht wurde, sind mir natürlich die Rezensionen der anderen Magazine nicht entgangen. Denen kann ich mich aber nicht anschließen. Mag auch daran liegen, dass Misplaced Childhood das letzte Album war, das ich von Marillion gehört habe, ich bin also im Grunde ein Neuling, was diese Band betrifft. Aber wenn das ein Meisterwerk des progressiven Rock sein soll, habe ich irgendwas falsch verstanden. Wer komplett ruhige Songs mag, und das über fast 70 Minuten lang, der mag mit diesem Album glücklich werden. Vielleicht sind die Texte der Songs auch besonders tiefschürfend oder interessant, mir haben sie das Album aber auch nicht gerettet, denn darauf habe ich dann vor lauter Langeweile auch nicht mehr geachtet.

Fazit: Wie schon geschrieben, ist das Meisterwerk Misplaced Childhood aus dem Jahr 1985 das letzte Album, das ich von Marillion gehört habe. Damals gekauft, weil Kayleigh und Lavender im Radio rauf und runter gespielt wurden, und ich kenne immer noch jeden Ton dieses wunderbaren Werkes. Damit hat der neuste Output der Briten nun gar nichts mehr gemein, es sind einfach kleine, ruhige Tracks versammelt, die über eine Stunde lang so vor sich hin plätschern. Die einzigen Ausnahmen sind die von mir genannten Anspieltipps, wo mal etwas Bewegung in die Sache kommt. Wer so was mag, darf gern zugreifen, meins ist das nicht.

Anspieltipps: Living in F E A R, The Leavers I) Wake Up In Music und The New Kings III) A Scary Sky
Heike L.
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