Megadeth – Killing Is My Business…And Business Is Good – The Final Kill

Soundtechnischer Quantensprung 

Artist: Megadeth

Herkunft: Los Angeles, Kalifornien, USA

Album: Killing Is My Business…And Business Is Good – The Final Kill

Spiellänge: 71:37 Minuten

Genre: Thrash Metal

Release: 08.06.2018

Label: Century Media Records (Sony Music) 

Link: https://www.megadeth.com/ 

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre – Dave Mustaine
Gitarre – Chris Poland
Bassgitarre – David Ellefson
Schlagzeug – Gar Samuelson 

Tracklist: 

  1. Last Rites / Loved to Deth
  2. Killing Is My Business…And Business Is Good!
  3. The Skull Beneath The Skin
  4. Rattlehead
  5. Chosen Ones
  6. Looking Down The Cross
  7. Mechanix
  8. These Boots
  9. Last Rites / Loved To Deth (live) (1987 London, UK)
  10. Killing Is My Business…And Business Is Good! (live) (1986 Denver, CO)
  11. The Skull Beneath The Skin (live) (1990 London, UK)
  12. Rattlehead (live) (1987 Bochum, Germany)
  13. Chosen Ones (live) (1986 Denver, CO)
  14. Looking Down The Cross (live) (1986 Denver, CO)
  15. Mechanix (live) (1986 Denver, CO)
  16. Last Rites / Loved To Deth (Demo)
  17. The Skull Beneath The Skin (Demo)
  18. Mechanix (Demo)

 

Megadeth re-releasen ihr Debütalbum? Erneut? Warum? Wieso? Für wen? Das waren die Fragen, die sich mir stellten, als die News der Wiederauflage des Killing-Albums mich erreichten. Eigentlich stellen sich diese Fragen ja bei jedem Re-Release, in diesem Fall waren die Fragezeichen in und über meinem Kopf aber besonders groß. Klar, das Album ist ein Meilenstein des Thrashs und der Sound war nochmals schlechter, als bei so vielen anderen Debüts aus den 80ern, aber irgendwie scheint die Platte in meinem Empfinden keinen Menschen mehr zu interessieren und findet seit Jahren live auch nur noch gelegentlich mit Rattlehead und Mechanix Berücksichtigung. Und schließlich habe ich persönlich so meine Probleme mit Re-Releases, da diese in meinen Augen meist Versuche darstellen, mit wenig Aufwand – ein paar Demoversionen und/oder Livetracks mit draufgepackt, neue Abmischungen, die wenig Unterschiede erkennen lassen oder sogar den Charme des Originals zerstören – ein paar Euros/Dollars abzugreifen. So gehe ich also alles anderes als vorurteilsfrei an das Review. Zunächst die Fakten: Die Originalaufnahmen wurden remixed (Mark Lewis) und remastered (Ted Jensen). Das Lee Hazlewood/Nancy Sinatra Cover These Boots hat – erstmals mit den Originallyrics – seinen Weg zurück auf die Platte gefunden, hat aber den „Abstieg“ von Song Nr. 4 auf Platz Nr. 8 hinnehmen müssen. Das komplette Album (außer dem vorgenannten Coversong) ist des Weiteren als Liveversion aus Dave Mustaine’s VHS-Sammlung (!) enthalten. Komplettiert wird der Release durch das 1984er 3-Track Demo der Band. Ach ja: Das Cover wurde erneuert und zeigt nun eine extra hierfür angefertigte Skulptur von Vic Rattlehead. Erhältlich ist das Ganze als CD im Digipak, Doppel-LP und limitiert als Clear-Vinyl.

Also alles wie erwartet: Neuabmischung, Livetracks, Demotracks… das leider übliche „Ich-leier-dem-Sammler-noch-ein-paar-Kröten-aus-den-Taschen“! Oder doch nicht ganz? Auch wenn ich keine Antworten auf die eingangs gelisteten Fragen gefunden habe, verhält es sich nicht ganz so: Dank des Umstandes, dass der Sound einen Quantensprung – natürlich immer noch nicht auf dem Niveau heutiger Produktionen – hinlegt, bereitet das Album eine Menge Spaß und ruft ins Gedächtnis zurück, welche zeitlose räudig thrashige Perle Megadeth damals unters Volk geballert haben.

Fazit: Re-Release - wie eigentlich immer ein maximal zwiespältiges Ding. The Last Kill kann aber mit einem soundtechnischen Quantensprung aufwarten und daher nicht nur Sammlern und Die Hard 'Deth-Fans ans Herz gelegt werden. Wer die Platte noch nicht sein Eigen nennt, muss hier sogar zugreifen!

Anspieltipps: (alle Songs, insbesondere) Last Rides / Loved To Deth, Rattlehead
Steffen B.
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