Misery Index – Rituals Of Power

Die Rituale der kraftvollen Verwüstung

Artist: Misery Index

Herkunft: Baltimore / USA

Album: Rituals Of Power

Genre: Death Metal, Grindcore

Spiellänge: 36:02 Minuten

Release: 08.03.2019

Label: Season Of The Mist

Link: https://www.facebook.com/MiseryIndex/

Bandmitglieder:

Bass, Gesang – Jason Netherton
Schlagzeug – Adam Jarvis
Gitarre, Gesang – Mark Kloeppel
Gitarre – Darin Morris

Tracklist:

  1. Universal Untruths
  2. Decline And Fall
  3. The Choir Invisible
  4. New Salem
  5. Hammering The Nails
  6. Rituals Of Power
  7. They Always Come Back
  8. I Disavow
  9. Naysayer

Das mittlerweile sechste Album von Misery Index, der Band um Ex-Dying Fetus Bassist Jason Netherton, ist am 08.03.2019 bei Season Of The Mist unter dem Titel Rituals Of Power erschienen.

Erhältlich ist es in unterschiedlichen Formaten, wie CD, limitierte CD Box, Audiocassette, black Vinyl und coloured Vinyl.

Misery Index setzen fünf Jahre nach dem Vorgänger The Killing Gods den begonnenen Weg der kontinuierlichen Entwicklung hin zum klassischen Death Metal fort. Das heißt, dass Grindcore Elemente in ihren Werken immer mehr verschwinden. Rituals Of Power stellt somit den bisherigen Höchstwasserstand in dieser Entwicklung dar.

Rituals Of Power enthält regelrecht neun Rituale (Songs) der kraftvollen Verwüstung.

Vielleicht ist es eine Art Reifeprozess, der die Amerikaner dazu veranlasste, sich merklich Zeit für dieses Album zu lassen. Ich weiß es jedoch nicht genau, vielleicht gab es dafür auch andere Gründe, wie zum Beispiel Liveauftritte. Ich durfte sie jedenfalls 2018 auf dem legendären Death Feast in Andernach live erleben und mich überzeugen, dass sie auch live eine Macht sind. Aber egal, diese Zeit haben sie voll genutzt, um eines ihrer stärksten Alben auf die Beine zu stellen. Wie bereits erwähnt, wurden in der musikalischen Mischung die Stellschrauben hinsichtlich eines klassischen Death Metals merklich angedreht. Raserei und coole Grooves mit eingestreuten Melodien gibt es auf die Ohren. Trotz aller Härte gehen alle neun Songs richtig gut ins Ohr. Die Platte ist sehr gut abgemischt, was für einen druckvollen, fetten, aber doch transparenten Sound führt.

Der Opener Universal Untruths erwartet uns mit düsteren Gitarren und ist in einem Downtempo geprägt. Dieser Opener ist praktisch das Intro zum Album bzw. zum nächsten Song Decline And Fall, der unheimlich schnell mit wahnsinnigen Riffmonstern daherkommt. Er knüppelt wie wahnsinnig auf uns ein, während zudem gegen Ende des Songs noch ein Gitarrensolo hinzu und der Song mehr zur Ruhe kommt.

Im groovenden Tempo mit genügend Druck geht es direkt mit The Choir Invisible weiter, bevor uns New Salem nur so um die Ohren geschleudert wird. Das Tempo wird angezogen, es gibt Blastbeats und Riffs ohne Ende.

Hammering Nails schlägt die Nägel dann richtig ein. Wahnsinniger Druck wie aus einer Pressluftpistole mit einer flehenden Gitarre im Hintergrund.

Mit Rituals Of Power und They Always Come Back walzen sich zwei Dampfwalzen regelrecht durch das Album, bevor mit I Disavow und Naysayer zwei massive „auf die Nüsse“ Songs rotzig dieses extrem geile Album quasi mit dem Vorschlaghammer abreißen. Hervorzuheben ist die vorzügliche Arbeit der Leadgitarre, die in solchen Stücken kaum zu erwarten ist, aber die technische Versiertheit der Band natürlich abrundet. Hier groovt nun nichts mehr, hier werden jetzt Wände in einem irren Tempo eingerissen. Da kracht und knallt es. Trotzdem bleibt es sehr angenehm für die Gehörgänge.

Fazit
Misery Index zeigen auf Rituals Of Power einige Rituale von Power. Dabei bleiben sie in ihrem Songarrangement sehr abwechslungsreich. Midtempo geht in bestialisches Tempo über. Groove verkommt zum Berserker und macht, einer Dampfwalze gleich, alles platt und endet regelrecht in einer unbarmherzigen Raserei.

Anspieltipps: Decline And Fall, New Salem und Naysayer
Juergen S.9.3
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9.3
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