Photo @ Necronomicon

Necronomicon: stehen mit ihrem zehnten Album „The Final Chapter“ in den Startlöchern

Südbadener veröffentlichen Vorab-Video-Medley der neuen Songs

Die südbadischen Kult-Thrasher Necronomicon sind zurück und stehen mit ihrem insgesamt zehnten Studioalbum The Final Chapter in den Startlöchern, welches am 26. März 2021 via El Puerto Records erscheint.

Die Geschichte der Band geht bis ins Jahr 1981 zurück, wo Sänger und Gitarrist Volker „Freddy“ Fredrich, der zuvor mit Destructions Schmier die Schule besuchte, Bassist Lars Honeck und Schlagwerker Axel Strickstrock die Punk Band Total Rejection gründeten. Die Frühphase Necronomicons war stark von Discharge, The Exploited und GBH geprägt, bevor die Combo durch Einflüsse von Motörhead, Metallica und Slayer sehr schnell Metal-lastiger wurde und sich 1983 in Necronomicon umbenannte. Erste Gehversuche wurden 1985 auf den beiden Demos Total Rejection und Blind Destruction festgehalten, bevor man sich mit Gitarrist Jürgen „Jogi“ Weltin verstärkte und 1986 via GAMA Records das Debüt Necronomicon unter das krachliebende Volk brachte. Der harte Thrash Metal mit deutlichen Punk-Einflüssen kam in der südbadischen Underground-Szene gut an und brachte der Band erste Bekanntheit. 1987 wurde mit Apocalyptic Nightmare das zweite Album nachgelegt und die Band erspielte sich auf einer ersten Osteuropa-Tour einen frühen Kultstatus.

Gegen Ende der 1980er-Jahre erreichte der deutsche Thrash Metal mit illustren Bands wie Kreator, Tankard, Destruction und Sodom seine Hochphase, doch während die Genannten internationale Erfolge einfahren konnten, lief es für Freddy und seine Mitstreiter so gar nicht nach Wunsch. Nach dem dritten Album Escalation (1988) kam es dann auch tatsächlich nach finanziellen Ungereimtheiten zur Eskalation mit dem Label GAMA Records. Die Band trennte sich, musste jedoch auf die Rechte an den Songs nebst Namensnutzung für ganze zehn Jahre verzichten und durfte keine neuen Plattenverträge mehr unterschreiben.

Photo @ Necronomicon

Erst 1993 gelang es, die Sperrzeit vom GAMA Records erfolgreich anzufechten und einen neuen Deal mit D&S Records zu unterzeichnen und mit Screams (1994) das vierte Album zu veröffentlichen. Die Pechsträhne riss jedoch nicht ab, denn D&S Records meldete Insolvenz an und ganz nebenbei wurde bei einem Proberaum-Brand ein Großteil des Equipments zerstört. Necronomicon hatten den Zug verpasst und standen kurz vor der Auflösung, denn der Triumphzug des Nu Metal machte weitere Pläne unsinnig.

Nach der Jahrtausendwende kam es zur Thrash-Reunion und Bands wie Destruction, Kreator, Exodus und Slayer starteten neu durch. Auch Necronomicon wagten den Neustart, unterschrieben bei Remedy Records und hauten 2004 das fünfte Album Construction Of Evil raus. Necronomicon waren zurück in der Spur. Zwar kam es weiterhin immer wieder zu Besetzungswechseln, doch alle drei bis vier Jahre erschien ein neues Album und die Band tourte wieder. Nach dem wohl kompromisslosesten Album der gesamtem Bandgeschichte, Unleashed Bastards (2018), sind die mittlerweile internationalen Necronomicon zurück.

Aktuell besteht die Band aus dem letzten verbliebenen Gründungsmitglied, Sänger und Gitarrist Freddy, Gitarrist Glen Shannon (ex-Mind Assassin, ex-Enemy Remains, ex-Savior From Anger, ex-Sküll Hammer), Bassist Marco Lohrenz und Drummer Rik „Roundcat“ Charron (Dark Ministry, Ninth Gate, ex-Exciter, ex-Mind Assassin, ex-Distemper, ex-Spiral Wheel, ex-Faulkwolf). Das mittlerweile zehnte Werk der Süddeutschen, The Final Chapter, erscheint am 26. März 2021 via El Puerto Records. Gemixt und gemastert hat die Scheibe Achim Köhler (Brainstorm, Sinner, Wizo, Chinchilla, Sacred Steel …), der auch als Co-Produzent tätig war. Ob es wirklich das letzte Album sein wird, muss noch abschließend geklärt werden. Solange gibt es vorab ein The Final Chapter-Video-Medley mit zehn von zwölf neuen Songs auf die Ohren, welches ihr euch hier geben könnt.

Tracklist:

01 I Am The Violence
02 The Final Chapter
03 Wall Of Pain
04 Purgatory
05 Burning The Fury
06 Spilling Blood
07 Selling Nightmares
08 World On Fire
09 The Devil’s Tears (Tribute To Anne Clark)
10 The Unnamed
11 Me Against You
12 The Stormreaper

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