Needless – The Cosmic Cauldron

Alexi und Piotr lassen grüßen

Artist: Needless

Herkunft: Dánszentmiklós, Ungarn

Album: The Cosmic Cauldron

Spiellänge: 57:09 Minuten

Genre: Thrash Metal, Death Metal, Black Metal

Release: 07.01.2022

Label: Uprising! Records

Links: Facebook.com/Needlesshun
Instagram.com/Needless_metal

Bandmitglieder:

Gesang – Ádám Foczek
Gitarre – Fogl Botond
Gitarre – Tamás Bárány
Bass – László Bánfalvi
Schlagzeug – Kasper Botond

Tracklist:

  1. Warvoid A.D.
  2. Astrogate The Spectral Lane
  3. The Predation
  4. Mournful Heavens
  5. The Cosmic Cauldron
  6. Odium
  7. The Prism Fortress
  8. Chrononaut
  9. Planet Oblivion
  10. Transgalactic

Haben sich Alexi Laiho (Children Of Bodom) und Piotr (Entombed) im Jenseits getroffen und spontan entschieden, ein Album aufzunehmen?

Stil und Gesang von Needless gehen hart in die Richtung der beiden und sie picken sich bekannte Elemente der Bands heraus, um daraus einen eigenen Stil zu mixen. Eine stumpfe Kopie ist das Album The Cosmic Cauldron nicht geworden. Dafür haben die Jungs aus Ungarn viele eigene Ideen einfließen lassen.

So hat der Song The Predation einen griffigen Refrain, der sich zum mitgrölen eignet und direkt ins Ohr geht und auch genau dort bleibt. Ins Ohr geht auch der Song Mournful Heavens, der ein kleines Highlight auf der Platte ist: Los geht der Song mit einem langsamen Introteil, entwickelt sich zu einem Midtempo-Stampfer, um dann in einem griffigen Thrash Riff zu landen, der erneut mit einer catchy Hook aufwartet, um dann erneut in einem Stampfer zu landen. Live könnte das eine ziemliche Granate werden!

Ansonsten ist der Stil recht homogen und es werden zwischendurch fiedelige Gitarrenläufe à la Children Of Bodom eingeworfen, die zwar in Komplexität an Alexi Laiho erinnern, aber in Geschwindigkeit etwas langsamer sind. Das ist jetzt nicht unbedingt ein Nachteil, da die Melodien so für den/die Zuhörer*in etwas greifbarer werden.

Um bei greifbar zu bleiben: aktuell der letzte Schrei bei Death Metal Bands ist es, melodische Songs mit Clean Gesang zu schreiben. Da machen Needless natürlich mit und hauen Planet Oblivion raus, der mal so ganz aus dem Kontext des Albums sticht! Ohne Frage, ein gutes Lied, welches stark an Lacuna Coil erinnert: Der gedoppelte Gesang, mit einer weiblichen Stimme, die extrem stark an Cristina Scabbia erinnert und die von Ádám Foczek machen eine gute Figur.

Was allerdings Needless ein bisschen das Genick bricht, ist, dass die Songs dazu neigen, sich sehr in die Länge zu ziehen. Einzelne Passagen, die den Song ausmachen, verschwimmen in der Länge der Tracks und bleiben somit schwer im Ohr und gehen gerne mal verloren.

In der Kürze liegt die Würze.

Needless – The Cosmic Cauldron
Fazit
Leider bleiben einzelne Passagen, aufgrund der Länge der Songs, schlecht im Ohr und verschwimmen etwas in der Länge des Albums. Knapp eine Stunde ist aber auch eine ziemliche Hausmarke und so bekommt man viel Metal für sein Geld. Für meinen Geschmack hätte man das alles deutlich kürzen können. Aber gut, Kreativität soll man nicht bremsen, wenn sie gerade im Fluss ist. Ballern tut das Album weniger, dafür groovt es aber deutlich mehr.

Anspieltipps: Mournful Heavens und Planet Oblivion
Christian 'Lommer' W.
7.9
Leser Bewertung2 Bewertungen
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