„Tour de Force – ein wahrer Kraftakt ist geschafft!“ 

 Artist: Omnium Gatherum 

Herkunft: Finnland / Karhula 

Album: The Burning Cold 

Spiellänge: 51:17 Minuten 

Genre: Melodic Death Metal 

Release: 31.08.2018 

Label: Century Media Records 

Link: http://www.omniumgatherum.org 

Aktuelle Bandmitglieder: 

Gesang – Jukka Pelkonen
Gitarre – Markus Vanhala
Gitarre – Joonas Koto (Backing Clean Vocals)
Keyboard – Aapo Koivisto (Backing Growls)
Bass – Erkki Silvennoinen
Schlagzeug – Tuomo Latvala 

Tracklist:

  1. The Burning
  2. Gods Go First
  3. Refining Fire
  4. Rest In Your Heart
  5. Over The Battlefield
  6. The Fearless Entity
  7. Be The Sky
  8. Driven By Conflict
  9. The Frontline
  10. Planet Scale
  11. Cold


The Burning Cold
wirft seinen großen Schatten voraus!  

Am 31. August 2018 ist es so weit. Omnium Gatherum veröffentlichen ihr achtes Studioalbum The Burning Cold. Als Vorgeschmack erschienen bereits zwei Singleauskopplungen und Videos von Gods Go First (06.07.2018) und Refining Fire (10.08.2018), zu denen man sich auch auf YouTube und Spotify einen ersten Eindruck verschaffen kann. Das finnische Sextett hat sich das vergangene Jahr intensiv ins Zeug gelegt, um den Fans ein melodisches Meisterwerk bieten zu können. Erstmals kommt der neue Drummer Tuomo Latvala, der seit 2016 Jarmo Pikka ersetzt, zum Einsatz. Produziert wurde das aktuelle Album vom seit 2004 bewährten Studioguru Teemu Aalto und dem schwedischen Profisoundmixer Dan Swanö. Beide sind in der Metalszene geschätzt und Garanten für erfolgreiche Black- und Death-Produktionen. The Burning Cold wird als limitiertes CD Digipak, Klappalbum mit 2 LP´s + CD und als Digital Album online angeboten. Den Auftakt zu ihrer Welttournee bestreiten Omnium Gatherum auf dem diesjährigen Summer Breeze Open Air in Dinkelsbühl. Am 7. September 2018 geht es in New York los. Ein brutal straffer Zeitplan führt die Band zwei Mal um den Globus – hart am Limit und verdammt wenig Zeit für Erholung! 

Omnium Gatherum bringt man mit Fractal Gates und Insomnium in Verbindung, wobei sie sich ihren eigenen hohen Wiedererkennungswert im Laufe der Jahre hart erarbeitet haben. Die finnischen Melodic Death Metaller gibt es wirklich schon seit 1996, was mir so rein gar nicht bewusst war. Bis 2008 war der Sound noch weniger melodisch und etwas reifebedürftig. Das änderte sich mit dem vierten Studioalbum, The Red Shift, auf dessen Melodienkonstrukt auch die heutigen Kompositionen basieren. Grey Heavens (2015) ist die bisher erfolgreichste aller Scheiben, wobei sie es in Sachen Klangvielfalt mit Beyond (2013), dem vorherigen Soundkoloss, nicht so ganz aufnehmen kann. Bei The Burning Cold hat sich Markus Vanhala, der als Gitarrist der ersten Stunde und als Songwriter fungiert, besonderen Wert auf die Qualität der Gitarrenarbeit und Soli gelegt. Das neue Konzeptalbum beschäftigt sich mit menschlichen Tragödien und Emotionslagen. Es kommt ohne großes technisches Beiwerk aus – eingängige, handgemachte Songs. 

Schon beim Intro, The Burning, wird man in die Soundwelt von Omnium Gatherum hineingezogen. Gods Go First gibt gleich mit zackigen Riffs und leicht ins Poppige abdriftende Keybordeinlagen Gas. Der flotte Doppelfuß von Tuomo Latvala beschleunigt, bevor dann die aufheulenden Leads von Markus Vanhala und Joonas Koto triumphieren können. Nahezu fließend ist der Übergang zu Refining Fire, bei dem sich die prägnanten Melodiestrukturen dieses Albums so richtig entfalten. Rest In Your Heart und Over The Battlefield beginnen zunächst bedächtig mit einem Hauch futuristischer Klänge, die dann in härtere Riffs und ballernde Double Basses übergehen. Das kräftige Growling von Jukka Pelkonen und die Backing Vocals runden die Tracks perfekt ab. Die nächsten zwei Songs fokussieren sich voll auf fein abgestimmte Gitarrenleads. Aggressiv und knackig bringt es Driven By Conflict auf den Punkt, bei dem auch mal ein dynamischer Bass in den Vordergrund rückt. Planet Scale haut noch die einmal volle Energieladung raus. Die Schlussnummer Cold musste ich zwei Mal hören, bevor ich gecheckt habe, was mir an der Melodie so bekannt vorkam. Einige Riffs ähneln dem Song One von Metallica – eine echte Überraschung zum Ende! 

The Burning Cold Over Europe 2018
Mit Wolfheart und Nothgard

07.11.2018 DE – München, Backstage
08.11.2018 DE – Hamburg, Kaiserkeller
09.11.2018 DE – Berlin, Bi Nuu
10.11.2018 DE – Stuttgart, ClubCANN
11.11.2018 CZ – Prag, Nova Chmelnice
12.11.2018 HU – Budapest, Dürer Kert
13.11.2018 AT – Wien, Szene
15.11.2018 DE – Essen, Turock
16.11.2018 UK – London, The Dome
17.11.2018 NL – Rotterdam, Baroeg
18.11.2018 BE – Vosselar, Biebob
19.11.2018 FR – Paris, Le Petit Bain
21.11.2018 ES – Madrid, Copérnico
22.11.2018 ES – Barcelona, Bóveda
23.11.2018 FR – Lyon, MJC O Totem
24.11.2018 CH – Luzern, Schüür
25.11.2018 DE – Trier, Mergener Hof

Omnium Gatherum – Gods Go First

 

Omnium Gatherum – Refining Fire

Omnium Gatherum – The Burning Cold
Fazit: The Burning Cold kann man insgesamt als eine gelungene Scheibe bezeichnen. Die vorherigen zwei Studioalben kann es zwar nicht toppen, dennoch hat sich die Mühe der Finnen mehr als gelohnt. Markus Vanhala´s gereiftes Songwriting in Kombination mit einer aufeinander eingespielten Besetzung bildet ein grundsolides Fundament, das durch die erfahrenen Studioprofis Teemu Aalto und Dan Swanö eindeutig profitiert. Freuen darf man sich auf die Gelegenheit, Omnum Gatherum live auf ihrer Europatour, The Burning Cold Over Europe 2018, erleben zu dürfen, die straff getaktet den gesamten November abdeckt.

Anspieltipps: Refining Fire, Driven By Conflict, Planet Scale, Cold
Sandra R.-A.9.4
9.4Gesamtwertung
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