Paradise Lost – Symphony For The Lost

“Symphonie für die Verlorenen“

Artist: Paradise Lost

Herkunft: Yorkshire,  England

Album: Symphony For The Lost

Spiellänge:  1:16:28 Stunde

Genre: Doom, Rock

Release: 20.11.2015

Label: Century Media Records

Link: https://www.facebook.com/paradiselostofficial/

Bandmitglieder:

Gesang –Nick Holmes
Gitarre  – Gregor Mackintosh
Gitarre – Aaron Aedy
Bassgitarre – Steve Edmondson
Keyboard – Gregor Mackintosh
Schlagzeug – Adrian Erlandsson

Tracklist:

  1. Tragic Idol
  2. Last Regret
  3. Your Own Reality
  4. Over The Madness
  5. Joys Of Emptiness
  6. Victim Of The Past
  7. Soul Courageous
  8. Gothic
  9. The Enemy
  10. Erased
  11. Isolate
  12. Faith Divides Us, Death Unites Us
  13. As I Die
  14. One Second
  15. True Belief
  16. Say Just Words
  17. The Last Time

Paradise Lost - Cd Pic

Machen wir uns nichts vor, Paradise Lost erfinden mit ihrem aktuellen Doppeldecker-Output Symphony For The Lost absolut nichts Neues. Man muss beinahe schon die Frage stellen, wer im Metalsektor noch nie mit klassischer Orchesterbegleitung gespielt hat. Mir fallen auf Anhieb locker zehn Bands ein, die den sicherlich nicht ungroßen Aufwand unternommen haben, ihre Kompositionen in klassisches Gewand umzumünzen. Bisher haben mir solche Produktionen semigut gefallen, da dabei ziemlich viel im Studio nachgebessert wird. Paradise Lost haben dies glücklicherweise nicht getan, aber bei der Aufnahme insgesamt keine Kosten gescheut, zumal die Einspielungen im römischen Theater Philippopolis im bulgarischen Plovdiv live abgenommen wurden und dazu noch das Ochestra of State Plovdic und der Rodna Pesen Chor mitwirkten. Dementsprechend gut klingen die Aufnahmen, und die zähflüssigen Doompassagen von Paradise Lost fügen sich prima mit getragener Orchestrierung. Zwar gefällt mir Paradise Losts aktuelle Rückkehr zum doch recht sperrigen Metal der Anfangstage weniger gut, dennoch sollte man sich auf dem aktuellen Output auch die sperrigen Songs anhören. Smoother sind natürlich die düsteren Rocksongs der Umbruchphase und Neuausrichtung des Bandstils, die ebenfalls Beachtung finden (Over The Madness, Soul Courageous, das unfassbare Erased, Isolate, One Second). Einen Höhepunkt stellt sicherlich das dissonante Gothic dar, das in seiner ganzen Majestät von der Band, dem Orchester und dem Chor interpretiert wird. As I Die darf natürlich auch nicht fehlen, wobei mir die zweite CD generell etwas zugänglicher erscheint, da dort einfach mehr Bandhymnen vertreten sind.

 

Fazit: Ein cooles Album ist der neue Output von Paradise Lost allemal, allerdings ist die zweite CD eindeutig besser in Bezug zur Songauswahl gelungen. Sicherlich gibt es Puristen, die lieber den harten Stil der Band bevorzugen, ich mag die Band lieber als unterkühlt düstere Rockband. Trotzdem Kaufempfehlung, hier kann man nichts falsch machen.

Anspieltipps: Erased, Isolate, Gothic, Isolate
Dominik B.
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