Paraphilia – Primordium Of Sinister Butchery (EP)

Auf den Spuren von Morbid Angel, Cannibal Corpse, Hate Eternal und Konsorten

Artist: Paraphilia

Herkunft: USA

Album: Primordium Of Sinister Butchery (EP)

Spiellänge: 15:35 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 23.04.2021

Label: Eigenproduktion

Link: https://paraphilia.bandcamp.com/

Bandmitglieder:

Gesang – KRP
Gesang und alle Instrumente – SP

Tracklist:

  1. Pocks Of Frothing Rut
  2. Catalytic Heaving
  3. Patterns Of Invigoration
  4. They Are The Children Of The Underworld (Deicide Cover)

Das Duo KRP und SP lärmt seit 2020 zusammen und haut nun seine erste EP raus. Mehr gibt es ja schon fast nicht zu sagen, außer, dass sie aus Portland stammen und ansonsten bei Bands wie Maestus oder Batrakos aktiv sind. Besonders KRP treibt sich rum. Jede Menge Bands stehen in seiner Liste.

Pocks Of Frothing Rut bietet Death Metal der alten Schule. Roh und dreckig, wobei man sehr viel Wert auf das Riffing legt. Die Parts klingen ranzig und morbide. Schleppend schlendert man beim Opener durch das Universum. Eine fast schon doomige Angelegenheit, aber die langsam gespielte Doublebass erzeugt sehr viel Druck und somit groovt man ordentlich. Klingt ein wenig wie Morbid Angel. Man hat sich gerade auf eine ruhige Nummer eingestellt, da passiert das Unerwartete. Ohne Vorspieler wechselt man ins Uptempo und holt die Kelle raus. Ja, kann man so machen, da der Effekt erzielt wurde. Das Tempo wird zwar nur kurz hochgefahren, aber trotzdem schockt diese Handhabung. Die Gitarren laufen dann langsam weiter, aber die Doublebass rattert schnell vor sich hin. Ein sicker Part erfolgt und dann groovt man sich dem Ende entgegen.

Catalytic Heaving legt mit einem langen, fast schon hypnotisierend Riff los und nimmt dann schön Fahrt auf. Die Stimme hatte ich noch nicht erwähnt. Diese ist so richtig tief. Die Höhlenmenschen hätten ihn gut verstanden. Es erfolgt ein druckvoller Groovepart im Midtempo, der mit schnellen Attacken versehen wird. Dabei geht man sehr technisch vor und dürfte Freunde von Hate Eternal beglücken. Aber so richtig fett sind sie, wenn sie diese schleppende Momente haben. Da kann man schön langsam den Kopf im Kreis drehen. Das Tempo wird wieder erhöht, bevor man dann wieder in einen bangkompatiblen langsamen Part wechselt. Auch hier wird sehr viel Wert auf abwechslungsreiches Riffing gelegt. Die Tempowechsel passen und dann ist auch schon wieder Ende.

Bei Patterns Of Invigoration gibt es erst einmal das volle Brett an den Kopf und die Faust ins Gesicht. Schnell und verspielt zeigt man sich hier. Das technische Riffing wird dann von einem druckvollen groovigen Part unterbrochen und die Vocals setzen ein. Dieser Part bleibt sofort hängen und mein Kopf geht rauf und runter. Die Gitarren laufen eher langsam weiter, die Doublbass legt einen Teppich drunter, man holt ein sirenenhaftes Riff heraus und gibt noch einmal Gummi.

Nach einigen Sekunden wird einem klar, diesen Song hast du doch schon einmal gehört… Der Name fiel mir nicht direkt ein, zugegeben, aber die Band: Bei They Are The Children Of The Underworld handelt es sich um ein Deicide Cover (vom 1995er Album Once Upon The Cross). Eine eigene Version haben sie nicht daraus gemacht, aber die Gitarren klingen sogar ein wenig druckvoller und der Gesang ist megafett. Kommt live bestimmt besonders gut an.

Ob es nur ein Projekt bleibt, wird man sehen, denn die Brüder sind ja ansonsten noch bei anderen Combos unterwegs. Es fehlt auch noch ein wenig die eigene Handschrift und einige eigenen Ideen, aber ansonsten macht diese Art des Death Metal echt Spaß.

Paraphilia – Primordium Of Sinister Butchery (EP)
Fazit
Das Duo Infernale namens Paraphilia bietet rohen Death Metal der alten Schule und dürfte Fans von Morbid Angel, Hate Eternal, Cannibal Corpse und Abominalbe Putridity ansprechen. Humorfrei und bösartig schallt es aus den Boxen. Gute EP mit Platz nach oben.

Anspieltipps: Catalytic Heaving, Patterns Of Invigoration und They Are the Children of the Underworld
Michael E.
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