Die amerikanische Alternative-Metal-Band Pop Evil hat in diesem März ihr neuntes Studioalbum über MNRK Heavy veröffentlicht. Sänger und Leader Leigh Kakaty hat mit seiner aktuellen Formation What Remains auf die Beine gestellt. Der Longplayer ist ein dynamischer wie moderner Genrespagat, der vom bereits erwähnten alternativen Metal bis hin zum klassischen Hard Rock reicht. Die Gesangsfarben werden flexibel abgemischt und lassen glatte Clean Vocals als auch elektronisch verzerrte zu. In einer halben Stunde sprinten sie durch zehn verschiedenste Tracks, die im abschließenden Overkill gipfeln.
Mit The Bullet That Missed und Death Walk lassen Pop Evil auf What Remains die Muskeln spielen. Der erste Höhepunkt dringt mit dem Titeltrack What Remains in die Ohren. Wild, aber nicht unberechenbar, schmieden die Musiker ihren Sound. Durchdacht überlassen sie nichts dem Zufall. Diese Tatsache macht das Album jedoch nicht zu glatt und Höhepunkte können Pop Evil auch immer wieder zünden. Die Hooks bei Wishful Thinking drücken und lassen ein emotionales Feuerwerk zu. Die atmosphärischen Bassläufe werden melodisch wie poppig angestrichen, ohne dem Mainstream zu verfallen. Ein Bastard aus frechen Pop-Gedanken und eleganten Alternative-Metal-Klangbildern erstreckt sich über die gesamte Spielzeit. Die kurzen Nummern lassen keine Langeweile aufkommen. Leicht gehetzt springen sie von einem Track zum nächsten, ohne den roten Faden abreißen zu lassen. Charakterstark bekommt Leigh Kakaty immer wieder den Matchball zugespielt. Mühe, diesen für seine Formation stets gewinnbringend zu versenken, hat er nicht. Pop Evil überzeugen mit der gewohnten Qualität, überraschen dabei aber mit einer deutlich härteren Gangart. Trotz der kraftvollen Klänge bleibt die Band ihrem Stil treu und vergisst nicht, eingängige Melodien einzubauen – was ihre Songs im Ohr bleiben lässt.
Hier! geht es für weitere Informationen zu Pop Evil – What Remains in unserem Time For Metal Release-Kalender.



