Presented by TFM.rocks: Subway To Sally – Open-Air im Schlossgarten Andernach am 31.05.2025

Nach der gerade erst abgeschlossenen "Post Mortem Tour" beginnt für Subway To Sally die Festivalsaison, die sie Ende Mai mal wieder nach Andernach führt

Eventname: Subway To Sally – Open-Air im Schlossgarten

Bands: Subway To Sally, The Feelgood McLouds

Ort: Schlossgarten Andernach (Open Air), Am Stadtgraben, 56626 Andernach

Datum: 31.05.2025 (Einlass ab 17:30 Uhr, Beginn 18:30 Uhr)

Kosten: VVK 37,00 € (zzgl.Gebühren und Versandkosten)

Genre: Celtic Punk Rock, Folk Metal, Mittelalter Rock

Besucher: ca. 666 Besucher, -Ausverkauft-

Veranstalter: Juz Live Club https://www.juzliveclub.de/programm/subway-to-sally/

Link: https://www.facebook.com/juzliveclub

Setlisten:

  1. Foggy Days
  2. Mad O‘ Riley
  3. On Strike
  4. Down Under
  5. Green Heart
  6. State Of Unrest
  7. Drink To All My Friends
  8. Sally
  9. Cheerio
  10. We Salute
  11. Never Stop

  1. Introitus
  2. Phönix
  3. Wunder
  4. Leinen Los
  5. Was Ihr Wollt
  6. Kleid Aus Rosen
  7. Herz In Der Rinde
  8. Henkersbraut
  9. Knochenschiff
  10. Falscher Heiland
  11. Grabrede
  12. Mephisto
  13. Das Rätsel II
  14. Auf Dem Hügel
  15. Post Mortem
  16. Eisblumen
  17. Veitstanz
  18. Wenn Engel Hassen
  19. Sag Dem Teufel
  20. Ohne Liebe
  21. Sieben
  22. Vulkan
  23. Julia Und Die Räuber

Die liebe Judith war mal wieder für uns in Andernach unterwegs. Lest hier, was sie bei Subway To Sally erlebte:

Nach der Tour ist vor der Festival-Saison, so das Motto für Subway To Sally im Mai 2025, denn direkt im Anschluss an die erfolgreich absolvierte Post Mortem Tour durch die Clubs der Republik, folgt mit dem Open Air Im Schlossgarten in Andernach am letzten Tag des Monats der erste Auftritt im Freien. So war zumindest der Plan, aber die äußerst ungünstige Wetterprognose, mit Unwetter, Starkregen und Hagel für einige Landesteile, bewogen den Veranstalter, Thomas Schmidt und sein Team, umzuplanen und kurzfristig in den Juz Live Club Andernach umzuziehen. Im Nachhinein eine unnötige Entscheidung, denn in Andernach blieb alles trocken, aber Sicherheit für alle Beteiligten geht immer vor.

So steuere ich an diesem warmen Samstagabend mal wieder meinen „Heimatclub“ an, voller Vorfreude auf ein mitreißendes Liveevent. Vor dem Juz hat sich zur Einlasszeit schon eine beachtliche Besucherschlange gebildet, viele nutzen aber auch den schönen Sommerabend, um es sich mit einem leckeren Getränk in der Hand auf der Wiese vor dem Club noch etwas gemütlich zu machen.

The Feelgood McLouds, Andernach 2025, Pic by Judith S.

Doch gegen 19:00 Uhr finden sich alle in der Halle ein, um den Opener des heutigen Tages, die Saarländer The Feelgood McLouds, auf der Bühne zu begrüßen. Wie der Name und das überwiegend in Grün gehaltene Stagelight schon vermuten lassen, hier erwarten uns heute Irish-Celtic Traditionals mit einem ordentlichen Schuss Punkrock, was auch schon die beiden ersten Songs Foggy Days und Mad O’Riley unter Beweis stellen. Das macht direkt gute Laune und geht in die Beine, was natürlich auch an der vom ersten Moment an sehr präsenten und spielfreudigen Truppe liegt, die ihre Songtexte als feuchtfröhlich, sozialpolitisch und antifaschistisch beschreiben. Für den genretypischen Sound sorgen die bezaubernde Maren an der Geige, Benni mit Banjo und Akkordeon und ganz bescheiden, ein bisschen im Hintergrund, Woll, der hingebungsvoll seine Tin Whistle bedient. Die weiteren „Familienmitglieder“ sind Matze am Schlagzeug, die bestens gelaunte Saitenfraktion mit Schirra (Bass) und Ben (Gitarre) und schlussendlich Günni, der Entertainer am Mikro, der mit humorvollen Ansagen und seiner rauen, kraftvollen Stimme die Location kurzerhand in einen Irish Pub verwandelt.

The Feelgood McLouds, Andernach 2025, Pic by Judith S.

Ach so, „Familienmitglieder“ deshalb, weil ich aus gut unterrichteter Quelle erfahren habe, dass alle sieben Protagonisten auf den Nachnamen McLoud hören sollen, was die gute Stimmung und den Zusammenhalt auf der Bühne zusätzlich noch erklären würde! Natürlich gehören zu einem solchen Auftritt Gute-Laune-Trinklieder wie Drink To All My Friends und Cheerio, aber den McLouds sind auch ernstere Themen wichtig, wie z.B. On Strike, einer Hymne an die Arbeiterbewegung, oder mit We Salute ein Gedenken an diejenigen, die vielleicht schon zu früh diese Welt verlassen mussten. Viel zu schnell endet jedoch die Spielzeit dieser sehr sympathischen Truppe, die ein bisschen Irland aus dem Saarland nach Andernach gebracht haben, und mit Never Stop wird sich standesgemäß verabschiedet, „Woho, we never stop drinkin‘, Woho, we never stop drinkin‘, no more …“ Ich freue mich schon auf ein Wiedersehen.

Die jetzt folgende Umbaupause nutzen alle, um draußen ein bisschen frische Luft zu schnappen und den dehydrierten Körper wieder mit Flüssigkeit aufzufüllen, was bei den saunaartigen Bedingungen im Juz-Inneren dringend nötig ist.

Doch schon bald erklingen die ersten Töne von Introitus zu der ein Tänzer, als Phönix verkleidet, genau diesen Song vom aktuellen Album als Erstes ankündigt, während die Band nach und nach die Bühne betritt. Wenn man gedacht hätte, dass Subway To Sally nach einer immerhin längeren Tour etwas müde wären, weit gefehlt. Hier wird von Anfang an Gas gegeben, mit Wunder, Leinen Los, wo Bodenski das erste Mal zur Drehleier greift, und Was Ihr Wollt gegen die bereits wieder herrschende schnuckelig, warme Temperatur angegangen und wenn Eric die Menge mit „Hallo Freunde“ begrüßt, fühlt man sich wie zu Hause angekommen. Das sieht auch die Fanmeute im ausverkauften Juz Live Club so, die jeden Song frenetisch abfeiert und textsicher mitsingt, wie es bei Subway To Sally nun mal so Brauch ist.

Subway To Sally, Andernach 2025, Pic by Judith S.

Ein erster emotionaler Höhepunkt folgt dann mit Kleid Aus Rosen, wunderbar eingeleitet vom Geigenspiel der hinreißenden Ally Storch, und ein aufs andere Mal Gänsehautmomente erzeugend, wenn das Publikum dann im Refrain fordert Meister, Meister Gib Mir Rosen …. Perfekt im Anschluss dazu passt dann Herz In Der Rinde, welches ein neuer Bandklassiker werden könnte, stimmungsvoll umgesetzt durch einen Wechsel der Instrumente, Ingo mit der Laute und Simon Michael an der großen Trommel im Bühnenvordergrund.  Danach wird es wieder musikalisch härter, als Metal-Medley angekündigt folgen nun mit Henkersbraut, Knochenschiff und Falscher Heiland drei ältere Songs bevor dann mit Grabrede, Mephisto, Das Rätsel über Auf Dem Hügel zu Post Mortem, dem Titelsong des neuen Silberlings, das bei STS so beliebte Thema Tod behandelt wird.

Die nun folgenden Songs Eisblumen und Veitstanz, einer meiner absoluten Lieblingssongs, dürfen mittlerweile als Bandklassiker gelten, und beschließen mit dem eindringlichen Wenn Engel Hassen das eigentliche Set für heute Abend. Dass die anwesende Fanschar damit jedoch gar nicht zufrieden ist, kündigt sie mit lauten Gesängen an, und natürlich lassen sich die Meister des Mittelalter-Rocks nicht lange bitten und kehren gerne für eine Zugabe auf die Bühne zurück.

Subway To Sally, Andernach 2025, Pic by Judith S.

Mit Sag Dem Teufel, Ohne Liebe, Sieben und Vulkan bitten sie nochmals zum Tanz auf eben dem, was zu den mittlerweile auf den Siedepunkt gestiegenen Temperaturen besten passt, und eigentlich den perfekten Abschied eines sehr schweißtreibenden und emotionalen Konzertabends bilden würde. Doch nicht so bei Subway To Sally! Blut, Blut, Räuber Saufen Blut schallt es durch die Halle und lockt die Band ein letztes Mal, angeführt von Simon, der den Rhythmus mit der Gitarre aufnimmt, ins Rampenlicht um sich mit Julia Und Die Räuber endgültig für diesen Abend von ihren Fans zu verabschieden.

Vielen Dank an zwei wunderbare Bands, den emsigen Veranstalter und alle Helfer für eine sehr emotionale und auspowernden Party, und ein fröhliches Feiervolk, das mal wieder den Juz Live Club zum Kochen gebracht hat.