Event: Q5 –Steel The Live 2025
Bands: Q5, Rhodo
Ort: Markthalle Hamburg, Klosterwall 11, 20095 Hamburg
Datum: 04.09.2025
Kosten: VVK 22,70 € , AK 25 €
Zuschauer: ca. 80
Genre: Heavy Metal, Melodic Metal, Hard Rock
Link: https://markthalle-hamburg.de/
Setlist Q5:
- Last Train Home (Nightshade-Cover)
- Let Go
- Pull The Trigger
- A Prisoner Of Mind
- Ain’t No Way To Treat A Lady
- Missing In Action
- Dead Of Night (Nightshade-Cover)
- When The Mirror Cracks
- One Night In Hellas
- Rock On
- Surrender (Nightshade-Cover)
- Moonlight (Instrumental)
- Come And Gone
- Lonely Lady
- Teenage Runaway
- Steel The Light
- Rock And Roll (Led-Zeppelin-Cover)

1983 gegründet und 1984 ein Album auf den Tisch gepackt, das heute noch die Referenz für Jonathan Scott K. ist. Es geht um Q5 und Steel The Light. Der Nachfolger When The Mirror Cracks hatte bereits nicht mehr die Qualität an eingängigen Melodien wie das Debüt. Auch als Nightshade konnte Scott kaum mehr als Achtungserfolge mit den drei Veröffentlichungen verbuchen. Geblieben ist bis heute die Faszination rund um Steel The Light, sodass Scott für seine Abschiedstour Steel The Live als Motto gewählt hat. Noch einmal gibt es die Songs des Klassikers auf Bühnen von Clubs und kleinen Festivals live auf die Ohren.

Es ist Donnerstagabend und es ist wieder Hochsommer in der Hansestadt, zumindest von den Temperaturen. Die Indoor-Saison kommt erst so ganz langsam ins Rollen. Das macht sich am enttäuschenden Zuschauerzuspruch bemerkbar, der sich im Marx, das ist der kleine Saal in der Markthalle, einfindet. Es ist nicht zu ändern und um kurz nach 21 Uhr stehen Scott und seine Mannen auf der Bühne.
Dass es mehr als die neun Nummern von Steel The Light zu bewundern geben wird, ist bereits vorher klar. Die Scheibe hat nur eine Laufzeit von knapp 40 Minuten. Der Auftakt ist von Nightshade und ist passend für den Abend mit Last Train Home. Der Sound benötigt etwas, kommt aber nach und nach immer besser zur Geltung. An den Auftritt auf dem Keep It True Festival vor circa zwei Jahren kommen Q5 aber nicht ran. Der Grund ist ganz einfach: Im Prinzip haben Q5 und Nightshade kaum mehr als eine Stunde starkes Material. Dass ein Led-Zeppelin-Cover den Schlusspunkt setzt, unterstreicht den Sachverhalt mehr als deutlich.

Q5 spielen Steel The Light nicht am Stück, sondern vermischen die Tracks mit sonstigem Material wie A Prisoner Of Mind vom 2016er-Release New World Order, der über den Status „ganz gut hörbar“ nicht hinauskommt. Das fühlt sich bei Pull The Trigger oder Missing In Action ganz anders an. So dauert es bis in das Schlussdrittel, ehe die Stimmung richtig kocht.
Come And Gone, Lonely Lady, Teenage Runaway und natürlich Steel The Light sind einfach unglaubliche Hits, die die Fans vor der Bühne entsprechend feiern. Ob es nach dem Smasher Steel The Light noch das Led-Zeppelin-Cover Rock And Roll benötigt, ist ein weiteres Fragezeichen. Zum Finale entert Gabriel Palermo von Tragedian die Bühne. Der Herr arbeitet in der Markthalle und ist immer wieder mal Gast bei der einen oder anderen US-Metal-Band. Gegen 22:30 Uhr endet das Q5-Set, in dem die mehr als 40 Jahre alte Scheibe nochmals zum Leben erweckt wurde.

Einen Opener gibt es auch. Um 20 Uhr stehen Rhodo aus Hamburg auf der Bühne. Hinter Rhodo verbirgt sich der Sänger Sören Meyer, der viele Jahre als Bassist von Warpath agierte. Mit Rhodo frönt Meyer jedoch dem Hard Rock und Thrash Metal scheint Vergangenheit zu sein. Musikalisch passen die beiden Bands nicht wirklich. Dazu ist das Quartett ersatzgeschwächt. An den Drums agiert eine Leihgabe von Shadowbane, dazu ist die Gitarre in seinem Bewegungsradius eingeschränkt wegen einer Knie-OP. Aber ein paar Leute ziehen die Lokalmatadoren und sorgen dafür, dass es bei Q5 nicht ganz traurig vor der Bühne aussieht. Aber eins haben die beiden Combos gemeinsam. Der Schlusspunkt ist auch bei Rhodo ein Cover mit Bad Moon Rising von Creedence Clearwater Revival.
















