Rea Garvey rockt den Strand in Eckernförde am 06.07.2019

Fast 8.000 vertreiben den Regen am Südstrand

Eventname: Strand Open Air / Neon Summer Tour 2019

Band: Rea Garvey

Support: Stefanie Heinzmann

Ort: Südstrand Eckernförde

Datum: 06.07.2019

Kosten: 57,40 € Stehplatz im VVK, 60 € an der Abendkasse. VIP-Upgrade 39 €

Genre: Pop-Rock

Besucher: ca. 7.500

Links: http://www.strand-openair.de/
https://www.facebook.com/events/246547419351344/

Setliste:

  1. Kiss Me
  2. Beautiful Life
  3. Water
  4. Is It Love?
  5. Oh My Love
  6. Hometown
  7. Can´t Say No
  8. Through The Eyes Of A Child
  9. Tonight
  10. Can´t Stand The Silence
  11. Sorry Days
  12. Love Someone
  13. Armour
  14. Lions In Cages
  15. Run For The Border
  16. Wild love
  17. Colour Me In
  18. Never Giving Up

Etwa 7.500 Karten waren im Vorverkauf weggegangen, etliche noch an der Abendkasse, nachdem sicher war, dass die Regenschauer sich verzogen haben.
Der Einlass beginnt um 15 Uhr. Lange Schlangen haben sich schon gebildet, viele möchten in der ersten Reihe stehen. Beim Check-In treffe ich die Baltic Open Air Pressesprecherin Andrea Weide. Sie erzählt mir ihr Leid. Das Rea Garvey Management von LiveNation begrenzte drei Tage vor dem Konzert die Pressevertreter und strich zahlreiche von ihrer Liste. Festivalfotografen flogen unter anderem alle raus. Nur neun wurden letztendlich unter strengsten Bedingungen zugelassen. Durch die gute Zusammenarbeit mit unserem Magazin konnte sie es für mich möglich machen, dabei sein zu dürfen. Der Veranstalter Daniel Spinler, der auch das Baltic Open Air und andere Strand-Events organisiert, ist eh nicht zu beneiden. Ein neuer Anwohner, der schon eine Tempo 30-Zone auf der Bundesstraße vor seinem Haus erstritten hat, setzt auch dieser Veranstaltung zu. Er hat durchgesetzt, dass eine Geräuschemissionsprüfung durchgeführt werden muss. Dadurch entstehen Kosten von rund 10.000 Euro, die nicht eingeplant waren.

Ich schlendere über das Gelände, spreche mit Gästen und gönne mir, der Location angepasst, ein leckeres Krabbenbrötchen. Ein DJ sorgt auf der Bühne für abwechslungsreiche Unterhaltungsmusik. Ich treffe Leute aus Offenbach, die hier Urlaub machen und die Gelegenheit des Konzerts wahrnehmen. Andere kommen extra aus Köln für das Konzert, hängen aber auch noch ein paar Tage hinten dran. Ich höre Berliner Dialekt, hessisches Gebabbel und einen Bayern, den ich nicht verstehen kann. Natürlich treffe ich auch Bekannte, denn Kiel ist ja nicht weit weg. Sie haben sich ein VIP-Upgrade gegönnt, um die exponierte Lage auszukosten. Man hat einen Sitzplatz auf der Terrasse eines Strandpavillons über den Köpfen der Menge und genießt freie Snacks und Getränke. In Anbetracht des vollen Innenraums scheint sich diese Investition gelohnt zu haben. Auf der Wasserseite gehen tatsächlich Leute baden. Na gut, das Wasser ist wärmer als die Luft, aber angenehm wäre es für mich nicht. Rettungsschwimmer auf einem vorgelagerten Boot passen jedenfalls auf, dass nichts passiert.

Die Fans, die am Strand um die besten Plätze buhlen, feiern mächtig ab. Die unterschiedlichsten Schichten an Leuten sind vertreten. Von Familien bis Brautclique, von 6 bis 80. Unterdessen beginnt Stefanie Heinzmann ihr Programm. Eine Setliste bekomme ich nicht und da ich nicht allzu viele Titel kenne, bekomme ich auch keine zusammen. Stefanie Heinzmanns Songs wie On Fire, Build A House oder auch Glad To Be Alive sind musikgewordene Lebensfreude, die sie mit ihrer achtköpfigen Band auf der Bühne versprüht. Die Band bringt einen agilen Soul-Pop auf die Bühne, den Heinzmanns Stimme mit Bläsersätzen, funkigen Bassläufen und Backgroundgesang veredelt. Nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit hat sie im Publikum einige verzückte Gesichter hinterlassen.

Rea Garvey mit Reamon gehörte für mich immer zu den bodenständigen Künstlern, wie auch bei der Kieler Woche vor ein paar Jahren. Seit LiveNation sein Tourmanagement übernommen hat, sieht die Welt wohl anders aus. Von dem Management wurden wir ja auch nicht zu Bon Jovi und Def Leppard zugelassen.
Der Opener Kiss Me reißt die Menge sofort mit und direkt neben der Ostsee bildete sich das erste von vielen sehenswerten Händemeeren. Rea Garvey schafft stets den Spagat zwischen Schmusebarde und rauem Rocksänger. Nach einem Akustiksong Can´t Say No erzählt Garvey, wie seine 14-jährige Tochter ihn um Genehmigung zur Friday for Future Demo gehen zu dürfen bat. Danach folgt eine Einspielung von Greta Thunbergs Auftritt 2018 in Polen. Es folgen die Reamon-Songs Through The Eyes Of A Child sowie Tonight. Von hier an nimmt das Konzert Fahrt auf, die Stücke werden immer rockiger und härter. Es gipfelt in Run For The Border und Wild Love.

Fazit: Das Strand-Open-Air ist eine Institution bei Gästen und Einheimischen. Auch wenn die Musik nicht immer den eigenen Geschmack trifft, es ist ein Event, bei dem man einfach auch mal nur mit Freunden abfeiert. Alle freuen sich schon jetzt auf The Boss Hoss im nächsten Jahr.

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