Eventname: FördeGrauen – Lesung in Eckernförde
Headliner: Andreas Schmidt
Ort: Stadtbücherei Eckernförde, Schleswig-Holstein, Deutschland
Datum: 11.03.2025
Eintrittspreis: VVK/AK 5,00 €
Link: https://www.mordundtotschlag.com/
Verlag: GmeinerVerlag https://www.gmeiner-verlag.de/buecher/titel/foerdegrauen.html
Besucher: ca. 25

Der in Wuppertal gebürtige und wohnhafte Andreas Schmidt hat schon seit geraumer Zeit seine Herzensheimat in Schleswig-Holstein gefunden. Seine Romane sind von der Westküste nun allerdings mehr auf die Ostseeseite gerutscht. Der Autor ist zumindest nicht ortsgebunden, denn er schrieb bisher Krimis aus den Regionen Wupper/Wuppertal, Rhein-Mosel, aber auch aus Husum hier in Schleswig-Holstein. Aus den Nordsee-Wattenkrimis ist die Idee für das neue Ostsee-Format geworden. Was nicht in sein Portfolio passt, wird unter einem Pseudonym geschrieben. Historische Romane schreibt er unter dem Namen Susanne von Berg. Seine Schauplätze sind gut recherchiert, nichts wird dem Zufall überlassen.

Nachdem ich den ersten der Fördekrimis DeichSühne und gerade neu, den Roman FördeGrauen rezensieren durfte, wurde es Zeit, auch die erste Lesung der Tour zum neuen Buch zu besuchen. Weitere Pressevertreter gibt es wieder einmal nicht.
Die Flensburger Kommissarin Kristin Voss und ihr Kollege Lars Reimers aus Eckernförde haben es auch diesmal wieder mit einem Serienmörder zu tun. Die beiden ermitteln mit Hochdruck, denn der Mörder tötet im Stundentakt. Die im ersten Band vom ostfriesischen Leer zu ihrem neuen Job als Ermittlerin beim K1 der Polizeidirektion Flensburg gezogene Kristin Voss hat es diesmal mit einer rätselhaften Mordserie an der Flensburger Förde zu tun. Alle Opfer werden am Ostseestrand gefunden und tragen ein geheimnisvolles Brandmal am Rücken.
Im Lesesaal der Eckernförder Stadtbücherei liest der Autor ein paar Kapitel aus seinem Buch. Die Kapitel steigern sich und werden von einem Soundtrack mit dezenter Musik sowie den passenden Geräuschen zu dem gerade Gelesenen begleitet. Gespenstisch wirken Schritte und aufheulende Motoren in der abgedunkelten Szene. Zwischen den Kapiteln erzählt Andreas Schmidt immer wieder Geschichten seiner Recherche in seinem „liebsten Bundesland der Welt“, wie er es bezeichnet. Ob Multimar-Wattforum Tönning, das Wikinger Museum Haithabu in Busdorf bei Schleswig oder hier in der Eckernförder Stadtbibliothek gestalten sich die Recherchen spannend und humorvoll. Das erste Opfer aus FördeGrauen war Bibliothekarin hier in dieser Stadtbücherei und ihre reale Chefin Andrea Born (Büchereileitung) ist heute natürlich anwesend.

Das von der Bücherei Liesegang unterstütze Event liefert zwei unterhaltsame Stunden rund um den brandneuen Roman und seine Entstehungsgeschichte. Als Zugabe gibt es dann noch ein Kapitel aus dem Nordseekrimi WattenAngst aus Husum. Auch hier läuft dem Hörer vor dem inneren Auge sofort ein Film ab. Alle Tatorte sind real recherchiert und detailreich beschrieben, sodass der Wiedererkennungswert sehr hoch ist.
Allen Krimifans sei eine solche Lesung ans Herz gelegt. Man lernt viel über den Autor und das jeweilige Buch zu einem minimalen Eintrittspreis. 140 Minuten Unterhaltung zu einem Eintrittspreis von fünf Euro: Das deckt vermutlich nicht einmal die Selbstkosten. Andreas Schmidt steht jederzeit außerhalb der Lesung für Fotos und Fragen zur Verfügung. Jedes Buch, ob im Saal gekauft oder schon mitgebracht, wird signiert.
Elf Monate vom ersten zum zweiten Teil. Erfahrungsgemäß dauert es länger. Nun möchte man natürlich auch wissen, wie es mit der Ermittlerin Kristin Voss weitergeht. Bitte geben Sie Gas, Herr Schmidt! Wir sehen uns dann am Schauplatz des Verbrechens wieder.


