Redemption – The Art Of Loss

“Ganz großes Kino!“

Artist: Redemption

Herkunft: Los Angeles, USA

Album: The Art Of Loss

Spiellänge: 76:12 Minuten

Genre: Progressive Metal

Release: 26.02.2016

Label: Metal Blade Records

Link: https://www.facebook.com/RedemptionBand/

Bandmitglieder:

Gesang – Ray Alder
Gitarre und Keyboards – Nicolas Van Dyk
Gitarre – Bernie Versailles
Bassgitarre – Sean Andrews
Schlagzeug – Chris Quirarte

Tracklist:

1. The Art of Loss
2. Slouching Towards Bethlehem
3. Damaged
4. Hope Dies Last
5. That Golden Light
6. Thirty Silver
7. The Center of the Fire
8. Love Reign o’er Me
9. At Day’s End

Redemption - The Art Of Loss

Mit Redemption konnte Metal Balde Records eine ganz große Gruppe des progressiven Metals für ihre Label-Familie einfangen. Die Amerikaner, die unter anderem aus Mitgliedern von Fates Warning und Prymary bestehen, zelebrieren seit den ersten beiden Alben Redemption und The Fullness Of Time, eine enorme Stärke, die, gemeinsam mit Sensory Records auf Konserve gepresst, für sehr positive Resonanz sorgte. Nach dreizehn Jahren Redemption, dem zwischenzeitlichen Wechsel zu Inside Out und dem letzten Album This Mortal Coil von vor vier Jahren schlagen die Männer aus Los Angeles mit The Art Of Less ein neues Kapitel auf.

Das über siebzig Minuten lange Progressive Metal-Intermezzo beginnt ganz sachlich mit dem Titeltrack The Art Of Loss. Eine stimmige Nummer mit einem feinen Refrain, der wie ein fettarmes Diätprodukt alles andere als schwer im Magen liegt. Als typischen Progresssive Metal oder gar Rock darf man Sänger Ray Alder und seine vier Kollegen nicht abstempeln. Dafür kratzen sie nur zu gerne an symphonischen Soundwänden, während Power Metal-Riffs in fast allen Kompositionen ihren Platz finden.

Der zweite Titel Slouching Towards Bethlehem ist, anhand der Länge bewertet, nur auf dem Bronze-Treppchen. In über acht Minuten stehen die Rhythmen von Drummer Chris Quirarte im Vordergrund, dicht dahinter liegen die Gitarren von Bernie Versailles und Nicolas Van Dyk. Letztgenannter setzt mit feinen Keyboard-Nuancen kleine, feine Höhepunkte, die zu goldenen Momenten verschmelzen. Elektronisch versetzte Passagen sorgen für künstliche Spannung, die man ruhig – wie hier zelebriert – einbringen darf. An den Gitarren zocken die beiden Amerikaner aller erste Sahne. Immer wenn vor allem die langen Stücke abzudriften drohen, ziehen sie das Gespann wieder vom unwegsamen Gelände auf glatte, asphaltierte Straßen. Kürzere Lieder wie Damaged, That Golden Light oder Love Reign o’er Me schlagen gekonnt eine Brücke zu den Mammutbäumen Hope Dies Last und At Day’s End, die zusammen beinahe die Hälfte der Gesamtspielzeit ausmachen. Delikat angerichtet, serviert Ray Alder permanent einen Ohrenschmaus, der köstlicher nicht abgeschmeckt in die Ohren der Hörer dringen könnte. Redemption ist bislang, im noch jungen Jahr, eines der ansprechendsten Progressive Metal-Alben, welches auch im Dezember noch ganz oben mitmischen könnte.

Fazit: The Art Of Loss hätte ich persönlich nicht derart stark im Vorfeld eingeschätzt wie ich hier im Review verkünden durfte. Von vorne bis hinten überzeugen alle Songs - egal ob lang oder kurz. Die Balance aus Power, Symponic und Progressive passt 1A und wird bestens auf den Punkt gebracht. Viel mehr als auf The Art Of Loss kann man kaum noch abliefern. Die Messlatte liegt für den Rest des Jahres verdammt hoch.

Anspieltipps: The Art Of Loss, Damaged und Hope Dies Last
Rene W.
9.5
Leser Bewertung1 Bewertung
9
9.5
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