Running Wild – Shadowmaker

“Die Rückkehr einer Legende!“

Artist: Running Wild

Album: Shadowmaker

Spiellänge: 51:25 Minuten

Genre: Pirate Metal

Release: 20.04.2012 (Deutschland); 23.04.2012 (Europa); 24.04.2012(Nordamerika)

Label: SPV / Steamhammer

Link: http://www.running-wild.net

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre – Rolf „Rock’n’Rolf“ Kasparek
Gitarre – Peter „PJ“ Jordan
Bass – Peter Pichl
Schlagzeug – Mathias „Metalmachine“ Liebetruth

Tracklist:

  1. Piece Of The Action
  2. Riding On The Tide
  3. I Am Who I Am
  4. Black Shadow
  5. Locomotive
  6. Me & The Boys
  7. Shadowmaker
  8. Sailing Fire
  9. Into The Black
  10. Dracula

Running_Wild-Shadowmaker_Cover
Sie sind zurück! Running Wild haben ihre Kretivitätspause beendet und kommen mit einem neuen Stück Piraten-Metal zurück in das Jahr 2012. Sänger und Schreiber der Band, Rock’n’Rolf Kasparek, beweist Spontanität und Spielfreude wie nie zuvor und Shadowmaker schickt sich an, das beste Album der Gruppe zu werden. Warten wir mal ab, was die zehn Songs und gut 50 Minuten Hörspaß zu bieten haben.

Mit dem Opener Piece Of The Action geben Running Wild einen Song zum Besten, der ganz klar zeigt, dass der gute, alte Piraten-Metal der Band immer noch lebt! Ganz im Stile der Vorgängeralben präsentiert sich dieses Stück mit groovigen Gitarren und der Seeräuber-Stimme von Rolf.

Riding On The Tide setzt die melodische Linie dieses Albums fort und ist natürlich eine für die Band standesgemäße Piraten-Hymne, wie man an den Lyrics unschwer erkennen kann. Vor allem aber ist dieser Song sehr gut zum Mitmachen geeignet, da der Chorus recht einfach ist und auch die Musik zum Headbangen einlädt. Ein weiteres gutes Beispiel für den Piraten-Metal ist das Stück Sailing Fire, das ebenfalls mit starken Lyrics von einem epischen Abenteuer auf hoher See auftrumpft. Aber auch musikalisch ist dies sehr überzeugend.

Der Mitmach-Faktor gilt allerdings auch für den Song I Am Who I Am, ein schnelleres Lied mit sehr eingängiger Musik und einem Text zum Mitgrölen, der auch als Lebensmotto gelten könnte. Ein weiterer Song zum Mitmachen ist das Lied Me + The Boys, welcher praktisch eine Hymne an die Band selber ist. Diese Selbstwidmung ist allerdings wohlverdient bei einem so eindrucksvollen Comeback!

Allgemein ist die komplette Scheibe sehr abwechslungsreich – ob Drumming, Gitarrenspiel oder einfach die Komposition an sich. Langsamere Songs wie Black Shadow und schnellere Nummern wie Shadowmaker wechseln sich ab und geben dem ganzen Album einfach das typische Running Wild-Feeling. Vor allem aber der Groove und die Piraten-Texte sind die Merkmale der Band und diese Dinge wurden besser umgesetzt denn je!

Mit dem Song Dracula sind wir auch schon am Ende dieses zehn Song starken Albums, doch mit 7:39 Minuten könnte dieses Stück auch für zwei gelten. Keine zwei Stunden hat Rock’n’Rolf gebraucht, um dieses Lied zu komponieren und dennoch ist es die perfekte Abrundung dieses grandiosen Albums. Textlich und auch musikalisch ist der Song finsterer als die anderen Tracks, aber dennoch sehr kraftvoll gespielt. In der Komposition ist dieses Stück ebenfalls sehr eindrucksvoll, da das Lied sich immer weiter aufbaut wie eine riesige Welle, um am Ende wieder zu abzuebben und den Hörspaß mit Regen ausklingen zu lassen.

Fazit: Die Piraten-Metal-Legenden aus Deutschland sind wieder da und das besser denn je! Running Wild haben mit ihrem neuen Meisterwerk Shadowmaker Bestleistungen erreicht und Rock’n’Rolf Kasparek hat mit seiner neuen Spontanität noch mehr Groove und Mitmach-Faktor geschaffen. Natürlich wurden dabei die Wurzeln der Band nicht außer Acht gelassen und das Thema Piraten bleibt nach wie vor als Main Topic der Texte bestehen. Leider wurden jegliche Gerüchte zu Auftritten für das Jahr 2012 verneint - doch ein Comeback wurde seinerzeit auch ausgeschlossen und die Band ist trotzdem wieder da, also wer weiß... Anspieltipps: Alle Songs!
Lennart L.
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