Staind – Live: It’s Been Awhile

Verkappte Klänge und wilde Konflikte

Artist: Staind

Herkunft: Springfield, USA

Album: Live: It’s Been Awhile

Spiellänge: 71:07 Minuten

Genre: Post-Grunge, Nu Metal, Alternative Metal, Rock

Release: 07.05.2021 (digital), 25.06.2021

Label: Alchemy Recordings

Link: https://www.facebook.com/Staind

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre – Aaron Lewis
Gitarre – Mike Mushok
Bassgitarre – Johnny April
Schlagzeug – Sal Giancarelli

Tracklist:

  1. Eyes Wide Open
  2. Paper Jesus
  3. Not Again
  4. Fade
  5. For You
  6. Something
  7. Intro
  8. Crawl
  9. Right Here
  10. Outside
  11. Paper Wings
  12. So Far Away
  13. Raw
  14. It’s Been A While
  15. Mudshovel

Das letzte und gleichnamige Studioalbum der Amerikaner Staind liegt bereits ein gutes Jahrzehnt zurück. Nun meldet sich das Quartett mit einigen Streamshows zurück und hat ein Livealbum mit dem Titel Live: It’s Been Awhile fertig gestellt. Digital erscheint das Material bereits dieser Tage. Fans, die was Festes in der Hand benötigen, müssen noch etwas Geduld aufbringen. Am 25.06.2021 werden die CD bzw. Vinyl nachgereicht. Wir blicken trotzdem schon einmal auf die über 70 Minuten Spielzeit mit 15 Songs, die über Alchemy Recordings an den Mann bzw. an die Frau gebracht werden. Ihre ganz großen Tage hatte die Formation, als der Nu Metal die Welt erfolgreich überschwemmt hat. Diese Tage gehören der Vergangenheit an, aber Staind blieben bei vielen Fans positiv im Kopf. Einer typischen Genreschublade wich Sänger Aaron Lewis stets aus. Neben Post-Grunge und Nu Metal Klängen greifen die vier Amerikaner tief in die Alternative Metal Trickkiste und bleiben ihren Rock-Pfaden stets treu. Mit dieser vielseitigen Ausrichtung wollen sie im Jahr 2021 also wieder für Furore sorgen. Wir schauen mal, was Staind noch taugen und ob ein Kauf von Live: It’s Been Awhile eine Option darstellt.

Aufgenommen vor zwei Jahren im Foxwoods Casino in Mashantucket bringen Aaron Lewis, Mike Mushok, Johnny April und Sal Giancarelli viele verschiedene emotionale Ebenen in die Show. Bissig beginnen sie mit Eyes Wide Open. Am Mikrofon polarisiert Aaron und bringt den Puls auf 180. Schweißtreibend und dynamisch führt das Quartett in das Set. Diesen Push nehmen sie mit in Paper Jesus. Never change a wining system müsste man meinen. Dann wären wir aber nicht bei der Post-Grunge getränkten Nu Metal Combo. Weiter walzend lassen sie keinen Stein auf dem anderen, ohne ganz große Feuerwerke zu zünden. Gesanglich muss man Herr Lewis eben mögen und neben anderen Größen des Nu Metals hat er es wirklich nicht einfach, das Zepter für Staind in ihre Hände zu reißen. Deutlich experimenteller: Not Again, der mehr geerdet wird und den Boden unter die Füße zurückzaubert. Die erste weiche Seite darf Fade auffahren. In nur vier Songs zeigen die Künstler fast alle Gesichter, die ihre Fans früher so an ihnen geliebt haben. Auf dem Niveau werden For You und Something nachgeschoben, bis es nach einem weiteren Intro mit Crawl kerniger zur Sache geht. Der Break zwischen Power Sequenzen und einfühlsamen Balladen muss man eben mögen. Mir persönlich gefallen die wüsteren Stücke, wo fickerig das Gaspedal im Sekundentakt die Position ändert. Genau dieser Faktor hat mal mehr und dann wieder weniger Tragweite. Das Ende formen Raw, It’s Been A While und Mudshovel. Alle Gesichter dürfen zum Abschluss noch mal ihre Fratze zeigen.

Staind – Live: It’s Been Awhile
Fazit
Mal sehen, ob Staind noch mal richtig zurückkommen. Die Live-Performance ist jedenfalls gelungen und bringt den ganzen verkappten Soundmix auf den Punkt, den die Männer in ihrer Karriere zusammengetragen haben, Fans dürfen zugreifen und auch alle Anhänger für konfusen wie auch eingängigen Metal, der immer wieder am Nu Metal vorbeigleitet, um tiefer in Grunge Gefilde zu tauchen. 

Anspieltipps: Eyes Wild Open und Raw
René W.
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