Stass – Songs Of Flesh And Decay

Der Felix und der Rogga und die Liebe zum Death Metal!

Artist: Stass

Herkunft: Schweden / Deutschland

Album: Songs Of Flesh And Decay

Spiellänge:  34:33 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 15.01.2021

Label: Emanzipation Productions

Link: https://www.facebook.com/stassband/

Bandmitglieder:

Gesang – Felix Stass
Gitarre – Rogga Johannsson
Gitarre – Kjetil Lynghaug
Schlagzeug – Thomas Ohlsson

Tracklist:

  1. Dreams Of Rotting Flesh
  2. Forest Of Bony Fingers
  3. Beneath A Darkened Moon
  4. I Work At Night
  5. Sounds Of Terror
  6. Fear Of The Living Dead
  7. As The Seasons Bleach Your Bones
  8. Skin That Peels Away
  9. The Skeletons Are Ready
  10. Hatchet Lover
  11. The Revenge Of The Bog (Sounds Of Terror II)

Die Band rund um Mastermind Rogga Johansson ist bereits seit 2012 am Wirbeln und hat bis dato ein Full Length (The Darkside – 2017) heraus. Sofern ich mich richtig erinnere, fand ich es damals eher langweilig, da es eine Mischung aus den Bands der Hauptprotagonisten Rogga und Felix war, also eine Mischung aus Paganizer und Crematory. Einige Restriffs wurden zusammengewürfelt und ab ging es damals. 2020 sind zwei Singles erschienen, Anfang 2021 eine weitere und nun Album Nummer zwei. Nachdem ich auf YouTube eine Single gehört hatte, wurde mein Interesse geweckt. Eigentlich auch kein Wunder, denn im Grunde liefert Rogga immer ab.

Dreams Of Rotting Flesh ist dann auch das, was ich erhofft habe. Feiner Death Metal der Marke Schweden. Getragen von einem ziemlich geilen melodischen Lead, erspielt man sich die Zuneigung des Hörers. Im Midtempo agierend jagt man durch den Song. Das markante Riff wird des Öfteren wiederholt und macht Laune. Solo darf natürlich auch nicht fehlen. Das Ende ist aber sehr abrupt.

Forest Of Bony Fingers setzt diese Marschrichtung fort. Auch dieser Song lebt von dem getragenen, melodischen Lead. Hier wechselt man aber in einen anderen melodischen Part, Vorspieler und ab dafür. Der langsamere Part klingt dann ein wenig nach Edge Of Sanity. Ein wildes Solo folgt, haut mich nicht um, bietet aber eine gute Abwechslung. Die melodischen Akzente sind aber geil und Felix Gesang passt hervorragend darauf.

Das Album bietet zum Glück die typischen Trademarks von Rogga und natürlich klingt man hier und da wie Paganizer oder Revolting.

Entombed rockig klingt man dann bei Beneath A Darkened Moon. Die Melodie ist zwar vorhanden und auch ein Solo, aber dieser Song wird vom Rhythmus getragen und dem deathrockigen Riff, welches sehr eingängig ist, wie des Öfteren bei den Geschichten.

Schweden Death Metal wäre natürlich kein Schweden Death Metal, wenn nicht der gute Boss dabei wäre. Die Rede ist natürlich nicht von Bruce Springsteen, sondern von dem HM2-Pedal der Firma Boss. Ich mag diesen Sound und kann da nicht genug von bekommen. Und der Herr Johansson ist da sicherlich derselben Meinung.

I Work At Night fängt mit einem typischen Schwedenriff langsam an, wechselt ins Midtempo, kommt mit einem verspielten Solo um die Ecke und nimmt dann so richtig Fahrt auf. Vorspieler und Uptempo. Ja, eine typische Old School Death Metal Nummer, die definitiv nicht neu ist, aber eben total Laune macht. Schön straight forward und mit knappen 2:30 Minuten lang genug.

Sounds Of Terror – fett. Langsames Tempo, atmosphärisches und melodisches Riff. Der Part wird getragen. Nach langem Beginn holt man einen guten Midtempopart raus und dann folgt der melodische Refrainpart mit anschließendem Solo. Echt geil. Wieder in schnellere Gefilde, um eine gewisse Abwechslung vorweisen zu können. Das gelingt hervorragend. Am Ende kehrt man zum geilen Anfangspart zurück.

Und so geht es weiter. Sicherlich sind hier keine Welthits vorhanden, aber das Album kann man so durchhören, sich freuen und die Repeattaste mit Genuss drücken. Überwiegend bewegt man sich im Midtempo, in diesem fühlen sie sich wohl und können so einiges. Diese melodischen Einsprengsel, so wie bei Fear Of The Living Dead z.B. sind echt klasse, kann man nicht anders sagen.

Dass Felix seine Liebe zum Death Metal nie verloren hat, ist ja bekannt und ich finde es gut, dass er sie auch noch einmal auf einem Tonträger verewigen konnte. Gutes Album.

Stass – Songs Of Flesh And Decay
Fazit
Auf dem zweiten Stass Album hört man eine extreme Weiterentwicklung. Die Paganizer Gitarristen Kjetil und Rogga sind ein eingespieltes Team, dieses hört man sofort. Der HM2-Sound macht deutlich, wohin die Reise geht. Old School Schweden Death Metal. Die Leadgitarre von Kjell kann durch seine melodische Spielweise sehr überzeugen und bringt das Album echt nach vorne. Die Stimme von Felix passt hervorragend. Gutes Album. Der Rogga hat es eben drauf.

Anspieltipps: Dreams Of Rotting Flesh und Sounds Of Terror
Michael E.
8.2
Leser Bewertung0 Bewertungen
0
8.2
Punkte
Weitere Beiträge
Culted – Nous