Templar – Conquering Swords

27.02.2026 – Heavy Metal, NWoTHM – Jawbreaker Records – 40:52 Minuten

Neues Futter aus dem klassischen Sektor kommt aus der schwedischen Hauptstadt Stockholm. Templar haben sich erst 2022 gegründet. Auf die EP Treacherous Beast folgt mit Conquering Swords der erste volle Longplayer des Quartetts. Hinter Templar verbergen sich vier junge Menschen, die musikalisch bisher kaum in Erscheinung traten. Eventuell kennt jemand die schwarzen Thrasher Eternal Evil, bei denen Bassist Teddy Edoff kurzzeitig aktiv war. Viel interessanter ist der Produzent. Staffan Tengnér von Century hat sich des Vierers angenommen. Können Templar an die Outputs von Century anknüpfen?

Conquering Swords entsteht unter Mithilfe von Century

Wer grundsätzlich den Sound von Century und die bärenstarken Scheiben The Conquest Of Time sowie Sign Of The Storm kennt, hat eine Orientierung bezüglich Templar. Metal im Style der ersten schwedischen Welle, wobei zwangsweise der Name Heavy Load fällt. Die Vocals erinnern eher an Century und insgesamt gibt es flotte NWoTHM-Kost auf die Ohren.

Nach dem Intro geht es mit Witchking sehr temporeich mit speedigen Anleihen in die Scheibe. Bereits Excalibur liefert Kost im Stil von Century oder Lethal Steel, wobei die Reverb-Vocals gut gemacht sind und mehr als nur eine Brücke zur Band des Produzenten bilden.

In dem Rhythmus geht es mit Rainbow’s End und Exiled In Fire weiter, mit The Sorceress schlagen Templar balladeske Töne an. Als Auflockerung im Gesamtcontent der Platte macht sich der Ansatz gut. Der hintere Part der Nummer galoppiert in bestem NWoBHM-Sound über die Ziellinie. Die weiteren Stücke wie Trident, das eher hart-rockende Shipwreck oder das düster rüberkommende White Wolf liefern Anschauungsmaterial für 80er-Jahre-Freaks, das von der Produktion her erdig, aber mit dem nötigen Drive aus den Boxen scheppert. 

Der Schlusspunkt ist der Titeltrack Conquering Swords. Die Truppe verabschiedet sich nachhaltig aus ihrem Langdreher. Ein sauberer Headbanger, der als nahezu perfektes Material für das Keep It True Festival im April 2026 durchgeht. Daher verwundert es nicht, dass Templar beim restlos ausverkauften Festival in Lauda-Königshofen und Dittigheim am Start sind. Wer nun Bock auf die Truppe hat, wird auch beim Hell Over Hammaburg in der Hamburger Markthalle fündig. Anfang März sind Templar dort zu erleben. Auf Bandcamp gibt es bereits eine Hörprobe und die Möglichkeit zur Vorbestellung.

Hier geht es für weitere Informationen zu TemplarConquering Swords in unserem Time For Metal Release-Kalender.

Templar – Conquering Swords
Fazit zu Conquering Swords
Neue Räder gibt es von den Schweden Templar nicht. Die junge Truppe frönt den 80ern zwischen Hard Rock, NWoBHM und Material der metallischen Welle in Schweden und Bands wie Heavy Load, Goatham City, aber auch Lethal Steel und vor allem Century. Einmal mehr erweisen sich Schweden und das Umfeld von Century als Goldgrube für klassisches Material.

Neben der aktuellen Tailgunner ein weiteres hervorragendes Album, das einmal mehr zeigt, dass der Nachwuchs im Heavy Metal da ist und darauf wartet, die Altmeister abzulösen. Templar und Conquering Swords sind ein klares „Must Have“ für alle Fans des metallischen Sounds der 80er-Jahre.

Anspieltipps: The Sorceress, White Wolf und Conquering Swords
Jürgen F.
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