The New Roses am 01.02.2018 im Riders Café in Lübeck

“Einmal mehr eine rockige Explosion im Norden!“

Eventname: One More For The Road, 2018

Headliner: The New Roses

Ort: Riders Café, Lübeck

Datum: 01.02.2018

Kosten: 22 € AK, 20,50 € VVK

Genre: Rock, Hard Rock

Besucher: ca. 200

Veranstalter: Riders Café Lübeck

Link: https://www.riders-cafe.de/

http://www.thenewroses.com/

  1. Every Wild Heart
  2. Forever Never Comes
  3. Dancin’ On A Razor Blade
  4. 2nd 1st Time
  5. For A While
  6. Dead Man’s Voice
  7. Long Way
  8. Partner In Crime
  9. Whiskey Nightmare
  10. Drift Away (Acoustic)
  11. Life Ain‘t Easy (For A Boy With Long Hair)
  12. Give me your Love
  13. What If it Was You
  14. Devil’s Toys
  15. Ride With Me
  16. One More For The Road

Zugabe:

  1. Thirsty
  2. Without A Trace
  3. My Own Worst Enemy
  4. Old Time Rock And Roll

Und es geht schon wieder los, The New Roses zum achten Mal, diesmal im Lübecker Riders Café. Da es scheinbar Unklarheiten bezüglich des Supports gab, und somit auch zu den Einlasszeiten, erreichen wir das Riders Café gegen kurz nach Acht. Wir kommen problemlos rein und ergattern auch gleich einen guten Platz an der Bühne. Unser Fotograf Norbert ist durch die Grippe verhindert und somit bin ich auch für die Pics zuständig und kann mein frisch erworbenes Fachwissen umsetzen. Somit ist der Bühnenrand super, bekomme ich doch die vier Musiker direkt vor die Linse. Ich freue mich auf die vier Sympathen und die energiegeladenen Songs, die gerade auch von Timmy voller Leidenschaft dargeboten werden.

Pünktlich um 21.00 Uhr legen sie mit Every Wild Heart los. Timmy Rough fängt alle Zuschauer gleich mit seiner markanten Stimme ein. Ohne Unterbrechung schließen sich Forever Never Comes und Dancin‘ On A Razor Blade an. Diese beiden Songs sind von der aktuellen CD One More For The Road, die sich immerhin kurz nach Erscheinen im Jahr 2017 einen beachtlichen Weg in die Charts bahnen konnte. Hardy, wie immer rechts mit dem tief hängenden Bass stehend, und der im Hintergrund agierende Schlagzeuger Urban Berz liefern bei allen Stücken die fette Basis. Auf der linken Bühnenseite hat Norman Bites sein Revier und lässt in bester Gitarristenmanier die lange Mähne beim rasanten Fingerspiel auf den Saiten fliegen. Seit dem letzten Mal liefern sich Timmy und Norman ein Battle, wessen Harre zuerst am Allerwertesten ankommen. Das dürfte Norman gewinnen, denn Timmy hat sich entschlossen nicht daran teilzunehmen, hat aber Norman darüber nicht informiert. Aber das tut auch gar nicht Not. Beide agieren gekonnt auf der Bühne und lassen ihre Gibson Gitarren glühen.

Auch hier wieder keine Spur von Langeweile sondern purer Spaß am Rock’n’Roll. Das viele Touren ist ihnen nicht anzumerken, jeder Auftritt ist professionell und auch einzigartig. Auf Zwischenrufe wird reagiert und stürmischer Beifall brandet immer wieder auf. Auch alte Bekannte sind vor Ort und so freuen wir uns, im Vorfeld Holli, er begleitet die Rosen regelmäßig, am Mischpult zu treffen. Auch Debbie Rädel ist, wie so oft, oder fast immer, dabei. Auch wir werden erkannt und begrüßt. Das gibt einem das Gefühl dazuzugehören. Die Setlist ist etwas gewandelt und so geht es nun mit 2nd 1st Time und For A While von der 2015 CD Without A Trace weiter. Nach Dead Man’s Voice wird bei Long Way der Zuschauer gefordert. Es wird kräftig gesungen, und da die eine Hälfte des Saales lauter ist, wird es bis zum Gleichstand geübt. So werden wir zu Höchstleistungen gebracht, bis alle zufrieden sind. Und munter geht der Songreigen weiter. Einfacher guter Rock’n’Roll, dargeboten von einer unnachahmlichen rauen Stimme, die alle begeistert. Die Instrumentalisten liefern eine super Leistung und das eine oder andere Mal wird Norman, an seiner Gibson Flying V in Szene gesetzt und die Soli rocken richtig ab.

Da braucht er sich nicht verstecken. Nach Whiskey Nightmare kommt der Akustikpart, bei dem nur Norman und Timmy sich den Platz auf der Bühne teilen. Drift Away wird voller Gefühl gesungen und gespielt und zeigt, dass es auch so geht. Sie spielen immer wieder eine tolle Version des von Mentor Williams 1972 komponierten Tracks, die wie Faust aufs Auge zu Timmy passt. Nach diesem Ausflug kommen aber weitere schnelle Nummern wie Life Ain’t Easy For A Boy With Long Hair und Give Me Your Love. Es folgen noch What If It Was You, nicht so häufig auf der Setlist zu finden, und auf der Dead Man’s Voice CD zu hören. Devils Toys, Ride With Me, und One More For The Road beschließen den regulären Part. Nach kurzer Pause entern die Vier nochmals die Bühne, um den Zugabenteil mit Thirsty zu beginnen.

Zwei weitere Songs folgen noch, bevor mit Old Time Rock‘n‘Roll von Bob Seeger dieser Abend zu Ende geht. Es gibt viel Applaus und natürlich erscheinen alle nach kurzer Verschnaufpause. Fachsimpeln, Bilder, Autogramme, Bekannte begrüßen, alles das gehört bei den New Roses dazu und macht die Konzerte immer wieder so familiär. Ab und an gibt’s ein paar Einblicke in die Wurzeln der Band, und so kommt Urban über das Debütalbum, damals noch unter Timmy Rough gelistet, ins Erzählen. Schon interessant.

Fazit: Mal wieder ein gelungener Abend in einer schönen, urigen Location mit einer Band, die hier zwanzig klasse Songs abliefert, ohne müde zu werden. Das und die Spielfreude, egal ob hundert oder Tausende Zuschauer, macht letztendlich den Erfolg aus. Die Folge sind die diesjährigen Auftritte bei größeren Festivals und auch diverse internationale Aktivitäten werfen ihre Schatten voraus. Wir werden davon zu berichten wissen. Auch dieses Mal sind wir genauso begeistert wie die vorigen Male, obwohl wir die Tracks nun schon ausgiebig gehört haben. Es lohnt sich immer.

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