Artist: The Riven
Herkunft: Stockholm, Schweden
Album: Visions Of Tomorrow
Genre: Hard Rock, Classic Rock, Proto Metal, NWoBHM
Spiellänge: 39:25 Minuten
Release: 25.04.2025
Label: Dying Victims Productions
Link: https://dyingvictimsproductions.bandcamp.com/music
Bandmitglieder:
Gitarre – Arnau Díaz
Gitarre – Joakim Sandegård
Schlagzeug – Elias Jonsson
Gesang – Totta Ekebergh
Bass – Max Ternebring
Tracklist:
1. Far Away From Home
2. Killing Machine
3. Set My Heart On Fire
4. Travelling Great Distance
5. Crystals
6. On My Mind (Tonight)
7. Seen It All
8. Visions Of Tomorrow
9. En Dag Som Aldrig Förr
10. We Love You
11. Follow You
Blues Pills und Lucifer haben vor einigen Jahren eine Welle an Retro-Rock-Bands in Schweden ausgelöst. Female Vocals ist ein Markenzeichen, dazu ein Sound irgendwo zwischen frühen bis späten 70er-Jahren. Seit 2016 sind The Riven ebenfalls in dem Segment unterwegs und haben mit dem selbst betitelten Debüt und Peace And Conflict zwei Full-Length-Alben veröffentlicht. Angeblich trennt sich beim dritten Werk die Spreu vom Weizen. Getrennt haben sich The Riven von ihrem bisherigen Label. Für Visions Of Tomorrow ging es zum deutschen Undergroundlabel Dying Victims Productions, das allerdings weniger für Hard Rock oder Classic Rock steht. Was haben die Schweden auf ihrem neuen Rundling verzapft?
Musikalisch liefern The Riven keine Vision von morgen. Strenggenommen suhlt sich das Quintett in Visionen aus den 60ern und 70ern, in denen Schlaghosen, Jeanswesten und Schnauzbärte hip waren. Far Away From Home sonnt sich zum Start offensichtlich im Blues-Pills-Fahrwasser, sodass es bei weniger aufmerksamen Hören mit dem ersten Ton durchaus zu Verwechselungen kommen könnte. Das flotte Killing Machine ändert den Sachverhalt und ordnet sich in Richtung Hard Rock der frühen NWoBHM ein, genauso wie zum Beispiel Set My Heart On Fire, On My Mind Tonight oder das galoppierende Travelling Great Distance.
Bluesiger und psychedelischer Rock der 70er-Jahre (Crystals, En Dag Som Aldrig Förr) gehört ebenfalls zum Repertoire, immer flankiert von Totta Ekebergh Vocals, die der Platte den Charakter, aber auch die Nähe zu Blues Pills, gibt. Primär rocken The Riven aber mehr als die Bluesrocker um Elin Larsson. Exemplarisch wären Visions Of Tomorrow, Seen It All oder We Love You erwähnt. Als Schlusspunkt einen Titel namens Follow Me zu platzieren, ergibt als Hinweis Sinn. Musikalisch erinnert das Teil irgendwo an The Who, vor allem der Einstieg. Es wird nochmals tief in die 70er-Rockmusikbox gelunzt, bevor die LP ihr Ende erreicht.




