Toxocara – AtmosFear

“Melody meets Hardness!“

Artist: Toxocara

Album: AtmosFear

Spiellänge: 50:46 Minuten

Genre: Technical Death Metal

Release: 14.10.2011

Label: Twilight

Link: http://www.toxocara.com/

Klingt wie: Defloration, Kataplexia

Bandmitglieder:

Gesang – Niels Feekes
Gitarre – Vince Zwarts
Gitarre – Martijn Moes
Bass – Barry Geerligs
Schlagzeug – William Vlierman

Trackliste:

  1. AtmosFear
  2. Black Widow
  3. Annihilation By The Ankar (Marionettes Of War)
  4. Confessions Of The Black Regiment
  5. Mority Holodom (Holodomor)
  6. Bravo Two Zero
  7. Flashlight Shadows
  8. Towards The Perpetual Labyrinth
  9. The Kempeitai Hordes Of Hirohito
  10. The Red House Report

Toxocara sind nach längerer Abstinenz mit einem neuen Album zurück! AtmosFear soll an die vorigen Erfolge anknüpfen und die Fans genauso in seinen Bann ziehen wie die letzten Veröffentlichungen. Die fünf Holländer haben fleißig neue Songs komponiert und dazu noch ein attraktives Cover gestaltet. Ein Emblem, welches den Bandnamen in den Mittelpunkt rückt und in sehr düsteren Farben designed wurde, ziert die neue Platte. Es wirkt etwas wie ein Erkennungszeichen von einem Bikerclub, aber dieser Eindruck ist nicht negativ zu bewerten. Beim Blick auf die Songliste fällt auf, dass die Songs mit dem Cover übereinstimmen und Titel wie Confessions Of The Black Regiment sich dort wiederfinden. So wurde ein Übergang von der Visualisierung zur Vertonung geschaffen.

Musikalisch steht Technical Death Metal auf dem Programm, den die Holländer nach eigener Passion wie ein Bombenhagel einschlagen lassen. Laut, schnell und explosiv ist das Arrangement, das einen melodischen Grundtakt beibehält und im gesamten Album als roter Faden zu erkennen ist. Ganz dem Genre entsprechend wird mit hartem Riffing und einem knallharten Schlagzeug gearbeitet, welches eine aggressive Stimmung erzeugt. In diese Impression passt nur eine tiefe, rauchige Growl-Stimme, die der Sänger Niels definitiv zu bieten hat. Brutal und extrem düster ist sie vorherrschend in jedem Titel und spielt mit den Emotionen.

Auch kommen Effekte am Keyboard oder durch Synthesizer hinzu, wie z.B. im Song Confessions Of The Black Regiment. Im Hintergrund ertönen Sirenen sowie ein kurzes Geigenspiel zu Beginn. Zahlreiche Tempowechsel geben Abwechslung und Lebendigkeit, dennoch bleiben die Songs in den Ausgangsmelodien. Kurze Soli sind rar, doch wenn sie gespielt werden, dann sehr professionell. Die Gitarren spielen schnell und wiederholend und mit zahlreichen atonalen Tonfolgen. So entsteht ein wildes Spiel, welches keine Fixierung auf den Grundton aufweist. Das Werk ist sehr variabel und frei gestaltet und lässt genug Raum für Interpretationen. Die Keyboardklänge haben keinen festen Platz, sondern dienen lediglich zur Hintergrunduntermalung und haben einen weniger hohen Stellenwert.

Charakteristisch für den Stil der Kombo sind die wechselhaften Riffs, das intensive Schlagzeug und die markante Stimme. Melodie und Härte bilden eine Einheit und nehmen den Hörer ein. Ein Beispiel von vielen ist The Kempeitai Hordes Of Hirohito.

Überraschend ist auch der Song Flashlight Shadows, der mit akustischen Gitarren gespielt wird, die sehr spanisch klingen. Dazu ertönt das Keyboard, welches mystische Klänge einfließen lässt und diesem Stück eine sehr sensible Note verleiht.

Fazit: Aggression, Brutalität und Kraft zeichnen Toxocara aus. Der Hörer bekommt eine druckvoll produzierte Scheibe zu hören, die ihn mitreißt wie ein Tsunami. Die stetigen Wechsel im Tempo, die virtuosen Riffs und das beeindruckende Schlagzeug sind die Spezialität der Holländer. Ich persönlich empfand AtmosFear als einen starken Auftritt und als ein grandioses Gesamtwerk. Anspieltipps: Black Widow, Bravo Two Zero
Nadine S.
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