Venom Prison – 07.08.2020 – Metal Festival Alliance Livestream 2020

Solider Stoff, der auf eine kraftvolle Umsetzung setzt

Eventname: Metal Festival Alliance Livestream 2020

Band: Venom Prison

Ort: Online (Alcatraz Festival, ARTmania Festival, Bloodstock Festival, Brutal Assault, Dynamo Metalfest, Into The Grave, Leyendas Del Rock, MetalDays, Midgardsblot, Motocultor Festival, Party.San Metal Open Air, Resurrection Fest und Summer Breeze)

Datum: 07.08.2020

Genres: Death Metal

Setlist:

  1. Matriphagy
  2. Corrode The Black Sun
  3. Uterine Industrialisation
  4. Abysmal Agony
  5. Deva’s Enemy / Asura’s Realm
  6. Self Inflicted Violence
  7. Defy The Tyrant
  8. Perpetrator Emasculation
  9. Dukkha
  10. Implementing The Metaphysics Of Morals

Für den ersten Festivaltag des Metal Festival Alliance Livestream 2020 stehen Venom Prison aus Südwales parat. Mit gerade zwei EPs und Alben im Schlepptau ziehen die vier Recken mit ihrer Frontfrau Larissa Stupar in die Death Metal Schlacht. An Brutalität geizen die vor sechs Jahren gegründeten Prügelknaben nicht. Unter der Flagge von Prosthetic Records haben sie schnell dazugelernt und im letzten Jahr ein absolut heißes Eisen mit Samsara auf den Markt gebracht. Stets im Dunklen verhüllt, lassen sie nur wenig Licht an die Haut, dieses geschieht in der Regel nur, wenn die Scheinwerfer aufflackern.

Matriphagy bolzt feuchtfröhlich einen raus und nimmt den Schwung direkt mit in Corrode The Black Sun. Kompromisslos bleiben die gesamten 42 Minuten. Sängerin Larissa Stupar schreit sich die Seele aus dem Leib, während tiefe Walzen von ihren Kollegen angetrieben werden. Krachende Beats bestimmen den Alltag von Venom Prison. Die beiden Gitarristen Ash Gray und Ben Thomas nehmen kein Blatt vor den Mund. Angedeutete Melodien werden direkt wieder zertrümmert. Mitten im Geschehen: Ihr Kollege Mike Jefferies am Bass, der das tödliche Spiel nur zu gerne mitspielt. Die Eskalation kennt keine Grenzen. Self Inflicted Violence und Defy The Tyrant machen da weiter, wo das Quintett in den ersten Minuten schon angefangen hat. Für meinen Geschmack alles sehr identisch, was Venom Prison da anbieten, mit dem Beimerk, dass Larissa Stupar den Herren der Schöpfung gesanglich in nichts nachsteht.

Einmal losgetreten, laufen die Saiten schnell warm und Joe Bills, der im letzten Jahr erst dazugestoßen ist, hoppelt fröhlich hinter der Schießbude hin und her. Hochmotiviert mit einem, wie heute bei allen Bands gut sortiertem Sound, bleiben die Interpreten nur in ihrem eigenen Gewand hängen. Larissa Stupar agiert wie eine wahnsinnige, die keine Gnade kennt. Immer wieder fällt sie auf ihre Knie, um danach aufzuspringen und ihre ganze Wut rauszuposaunen. Locker lassen die Briten nicht, ich bleibe trotzdem dabei: Dukkha und der abschließende Implementing The Metaphysics Of Morals hätte mit mehr Facetten deutlich mehr Kills eingefahren.

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