Verstorbene Helden 2020

Wir blicken zurück und erinnern uns

Silvester steht an und die Welt bereitet sich auf den Jahreswechsel vor. Dennoch wollen wir noch einmal zurückblicken auf all jene, die im Coronajahr 2020 die große Bühne des Lebens verlassen haben und nicht mehr auf den Jahreswechsel 2021 anstoßen können. Ihr Feuer ist erloschen, doch ihre Musik lebt weiter! Jeder Einzelne von ihnen hat sich in seiner Kunst schon einmal auf die eine oder andere Weise dem Tod zugewandt, nun haben sie die letzte Grenze überschritten und gesellten sich zu Lemmy Kilmister, Gary Moore, John Bonham, Joey Ramone, Ray Gillen, Ronnie James Dio, Wayne Static, Peter Steele, Gary Thain, Rick Wright, Bon Scott, Ronnie Van Zant, Chester Bennington, Marc Bolan, Kurt Cobain, Phil Taylor, Jimmy Bob Bain, Carl Albert, Ingo Schwichtenberg, Tommy Bolin, Randy Rhoads, Chi Cheng, Chuck Schuldiner, Claudio Leo, Jan Kuehnemund, Hansi Droz, Fergie Frederiksen, Torsten Thassilo Herbert, Wendy O. Williams, David Byron, Darrell Sweet, Jim Morrison, Dimebag Darrell, Syd Barrett, Trondr Nefas, Tommy Ramone, Ian Dury, Mick Tucker, Jon Ster, Jon Lord, Frank Watkins, Mike Scaccia, Chris Squire, Bobby Hicks, Clive Burr, Chris Oliva, Freddie Mercury, Jeff Hanneman, Scott Columbus, Jeff Porcaro, Ben Graves, John Harrison, Jim Konya, Phil Lynott, David Byron, Tommy Kiefer, Shawn Chavez, Cozy Powell, Rory Gallagher, Jimi Hendrix, Tobias Graf, Jason McCash, Jon Torres, Neil Smith, Tim Williams, Brian Connolly, Jonathan Athon, Dee Dee Ramone, John Locke, Cory Smoot, Cliff Burton, Mark Reale, Tonmi Lillman, Scott Clendenin, Bruce Ruff, Stevie Ray Vaughan, Michael Burston, Joe Strummer, Craig Gruber, Steve Currie, John Wetton, Remo Spadino, Dave Brockie, Malcolm Young, Ted McKenna, Bruce Corbitt, Doug Sandom, Ernie Chataway, Dani Crivelli, Euronymous, Hironori Suzuki, Bernie Tormè, Michiel Eikenaar, David Berman, Larry Reinhardt, Roky Erickson, Phil McCormack, Brian Jones, Ginger Baker, Johnny Ramone, Keith Flint, Paul Raymond, Layne Staley … und all den anderen. Die Liste ist lang und muss ständig erweitert werden. Viel zu früh machte der Tod begnadete Musiker zu dem, was sie heute sind, Rocklegenden! Der Tod macht weder beim Alter noch beim Bekanntheitsgrad Unterschiede …, der Tod ist ein Arschloch!!!

06.01.2020 – Martin Griffin

Der 1950 in Plymouth, England geborene Martin Griffin war ein legendärer Musiker, Produzent und Allrounder. Nachdem er in den 1970er-Jahren in verschiedenen Bands spielte, tat er sich mit den Psychedelic Rockern Hawkwind zusammen und trommelte Alben wie Sonic Attack, Church Of Hawkwind und Choose Your Masques mit ihnen ein. In den späten 70ern leitete Griffin die Roche Studios in Cornwell und arbeitete mit Künstlern wie z.B. Elvis Costello, ABC, Secret Affair und Richard Strange. 1978 wurde er Mitglied bei Hawklords. Am 6. Januar 2020 verstarb nach kurzer Krankheit der ehemalige Hawkwind und Hawklords Schlagzeuger Martin Griffin.

07.01.2020 – Neil Peart

Der am 12. September 1952 in Hamilton, Ontario, Kanada geborene Neil Ellwood Peart war ein begnadeter Schlagzeuger und Texter, der bereits 1974 den damaligen Drummer John Rutsey bei den kanadischen Progressive Rockern Rush ersetzte und der Band bis 2018 erhalten blieb. In seiner über vierzigjährigen Karriere hat er viele Preise für seine Spielweise erhalten, u.a. vom Fachblatt Modern Drummer. Zusammen mit seinen Rush-Kollegen Geddy Lee und Alex Lifeson wurde Peart 1996 zum Offizier des Order Of Canada ausgezeichnet. 2010 wurden er und seine Bandkollegen Lee und Lifeson mit einem Stern auf dem Hollywood Walk Of Fame geehrt, bevor 2013 die Band Rush in die Rock And Roll Hall Of Fame aufgenommen wurde. Der Rolling Stone listete Neil Peart 2016 auf Platz vier der 100 besten Schlagzeuger aller Zeiten. Er verstarb am 7. Januar 2020 im Alter von 67 Jahren in Santa Monica an den Folgen eines Hirntumors, nachdem 1997 schon seine Tochter und 1998 seine Frau verstarben.

15.01.2020 – Ray Burton

In der Nacht vom 26. auf den 27. September 1986 verstarb der erst 24-jährige Metallica Bassist Clifford Lee Burton bei einem Unfall des Metallica Tour Nightliners in Schweden. 33 Jahre nach diesem tragischen Unfall verstarb nun auch Ray Burton, Vater des viel zu früh verstorbenen Bassisten. Er hielt das Andenken an seinen Sohn Cliff bis zum Ende aufrecht. Die Tantiemen aus den Kill ‚Em All, Ride The Lightning und Masters Of Puppets Alben, auf denen Cliff mitspielte und die er über all die Jahre erhielt, stiftete Ray Burton an Projekte zur Musikförderung von Schülern. Er verstarb mit 94 Jahren, zwei Wochen vor seinem 95. Geburtstag.

19.01.2020 – Olifr M. Guz

Der am 2. Dezember 1967 in Konstanz am Bodensee geborene Oliver Maurmann trat unter dem Künstlernamen Olifr M. Guz oder auch GUZ auf und war Sänger, Songschreiber und Frontmann der 1991 gegründeten Schweizer Rockband Die Aeronauten, war aber auch an Formationen wie Averells, PSOZ, Freds Freunde, The Hunchbacks, The Buffalo Ballet, Chabis!, Raumpatrouille Rimini, Die Zukunft, Die Zorros, Jerry J. Nixon, Zeno Tornado sowie Naked In English Class beteiligt. Er war Inhaber des Star Track Studios in Schaffhausen, wo er auch vier Soloalben produzierte. Maurmann verstarb am 19. Januar 2020 in Zürich mit 52 Jahren an einem Herzinfarkt.

24.01.2020 – Joe Payne

Der 1984 in Tampa, Florida geborene Joseph Payne war ein US-amerikanischer Metalbassist- und Gitarrist. Er war als Sänger, Gitarrist und Bassist in verschiedenen Bands aktiv, darunter Domination Through Impurity, Pain After Death, Lust Of Decay, Lecherous Nocturne, A Sudden Fear und Strains. Bekannt wurde er jedoch erst 2005, als er der amerikanischen Technical Death Metal Band Nile als Gitarrist beitrat und die Band auf ihren amerikanischen und europäischen Tourneen unterstützte, bis er 2007 aus der Band geworfen wurde. Im Anschluss spielte er von 2007 bis 2011 Bass bei Divine Heresy, der Death Metal Band des ehemaligen Fear Factory Gitarristen Dino Cazares. 2012 geriet Payne in die Schlagzeilen, weil er mit gut drei Kilo Marihuana erwischt und verhaftet wurde. Von 2012 bis 2016 war er als Bassist bei Psycroptic tätig. Am 24. Januar 2020 verstarb der Death Metaller im Alter von nur 35 Jahren, eine Todesursache wurde nicht bekannt gegeben.

24.01.2020 – Sean Reinert

Der am 21. Mai 1971 geborene Sean Landon Reinert war ein US-amerikanischer Schlagzeuger und Keyboarder. Er gehörte mit dem Sänger und Gitarristen Paul Masvidal 1987 zu den Gründungsmitgliedern der Florida Thrash Metal / Progressive Death Metal / Progressive Rock Band Cynic, denen er von 1987 bis 1994 und von 2006 bis 2015 angehörte. 1991 schlossen sich Reinert und Masvidal der legendären Florida-Band Death an, nahmen mit ihnen das Album Human auf und tourten mit ihnen, bevor sie zu Cynic zurückgingen. Weitere Stationen waren die Progressive Metaller Levi / Werstler, die Groove Metaller C-187, die Progressive Metaller Portal, die Progressive Metaller Anomaly, die Progressive Metal / Jazz Fusion Aghora, die Thrash Metaller Seaweed, die Alternative Rock Band Æon Spoke, die Progressive Rock Band Perfect Beings … u.a. Der begnadete Schlagwerker wurde am 24. Januar 2020 im Alter von nur 48 Jahren leblos in seiner kalifornischen Heimat aufgefunden, eine Todesursache wurde nicht bekannt gegeben.

26.01.2020 – Santtu Lonka

Der am 9. März 1978 geborene Santtu Lonka war ein finnischer Schlagzeuger, der zuallererst durch seine Aktivitäten bei der finnischen Dark Rock / Gothic Metal Band To/Die/For bekannt wurde. Lonka war war bei der Band aus Kouvola von 2003 bis 2008, von 2010 bis 2011 und von 2014 bis zur Bandauflösung 2016 aktiv und ist als Drummer auf den Alben IV (2005), Wounds Wide Open (2006) und Samsara (2011) zu hören. Weitere Bands in seiner musikalischen Laufbahn waren Boothill Regulators, Jackwire, Murderdome, New Dawn Foundation und Tiaga. Der Schlagzeuger verstarb am 26. Januar 2020 im Alter von 41 Jahren, eine Todesursache wurde nicht bekannt.

27.01.2020 – Reed Mullin

Der am 12. Februar 1966 in Releigh, North Carolina geborene William Reed Mullin war ein US-amerikanischer Schlagzeuger. 1982 gehörte Mullin neben Gitarrist Woody Weatherman, Bassist Mike Dean und Brüllwürfel Benji Shelton zu den Gründungsmitgliedern der Hardcore Punk Band Corrosion Of Conformity. Zeitgleich spielte Mullin gemeinsam mit Weatherman von 1982 bis zu deren Auflösung 1984 in der Hardcore Band No Labels. Die Band löste sich 1984 auf, während sich Corrosion Of Conformity immer weiter in Richtung Metal entwickelten. 2001 verließ er wegen einer Rückenverletzung COC, arbeite daraufhin aber mit verschiedenen Projekten, darunter die Hardcore Band Man Will Destroy Himself oder auch der Power Pop Band Brown, wo er als Frontmann agierte, bevor er 2010 zu COC zurückkehrte. 2014 gründete Mullin zusammen mit COC Bandkollege Mike Dean und My Ruin Gitarrist Mick Murphy sowie etlichen Gästen wie u.a. Dave Grohl, Corey Taylor, Jello Biafra und Randy Blythe die Hardcore Punk Supergroup Teenage Time Killers. Mullin, der seit einigen Jahren mit erheblichen Alkoholproblemen zu kämpfen hatte, starb am 27.01.2020 im Alter von 53 Jahren.

01.02.2020 – Andy Gill

Der am 1. Januar 1956 in Manchester, England geborene Andrew James Dalrymple Gill war ein britischer Punkrock Pionier und Plattenproduzent. Er war Leadgitarrist und Mitbegründer der seit 1976 aktiven britischen stilbildenden Rockband Gang Of Four, wo er bis 1983 und von 1987 bis 1997 sowie von 2004 bis 2020 aktiv war. Zudem war er als Produzent aktiv und zeichnete sich für alle Gang Of Four Alben verantwortlich, arbeitete aber auch mit etablierten Künstlern und Bands wie den Red Hot Chili Peppers, den Stranglers, Killing Joke, Therapy?, The Jesus Lizard, The Futureheads, Michael Hutchence … u.a. Nun verstarb die Post Punk Ikone am 1. Februar 2020 im Alter von 64 Jahren an einer Lungenentzündung und Erkrankung der Atemwege.

02.02.2020 – Ivan Král

Der am 12. Mai 1948 in Prag geborene Ivan Král war ein in Tschechien geborener amerikanischer Komponist, Filmemacher, Produzent, Bassist, Gitarrist und Singer-Songwriter. Seine musikalische Karriere begann Král, nachdem er 1966 als staatenloser Flüchtling nach New York kam, in einigen unbekannten Bands verschiedenen Genres. Bevor er 1975 zur Patti Smith Group stieß, begleitete der Bassist den Teeniestar Shaun Cassidy und war kurzzeitiges Mitglied bei der New Wave Ikone Blondie. Er schrieb für Patti Smith die Songs Ash The Angels, Pissing In A River, den Hit Dancing Barefoot sowie Citizen Ship. Wenn Smith in dem Song anklagt, „Ain`t Got A Passport, Ain`t Got My Real Name“, dann verweist sie damit auf den damaligen Status von Ivan Král, der erst 1981 die amerikanische Staatsbürgerschaft bekam. Er war auch bei dem berühmt berüchtigten Rockpalast Auftritt von Patti Smith im Jahr 1979 dabei. Král war ein hochproduktives Multitalent, denn nach seinem Ausstieg aus der Patti Smith Group arbeitete er u.a. für John Cale und Iggy Pop, drehte Rockdokumentarfilme, produzierte Bands wie die Vipers, lieferte den Soundtrack für Barry Levisons Komödie Diner, komponierte die Trauermusik für Václav Havels Beerdigung und veröffentlichte mehrere Soloalben. Das Allround-Talent verstarb am 2. Februar 2020 in seiner Heimat Michigan im Alter von 71 Jahren an einem Krebsleiden.

17.02.2020 – Andrew Weatherall

Der am 6. April 1963 in Windsor, England geborene Andrew Weatherall war ein britischer Musiker, Musikjournalist, Grafikdesigner, Produzent und DJ. Neben Veröffentlichungen unter seinem eigenen Namen war er insbesondere für seine Arbeit in den Electronic-Projekten The Sabres Of Paradise und Two Lone Swordsmen bekannt. Als Produzent arbeite er u.a. für die schottische Rockband Primal Scream und die britisch-amerikanische Post Industrial Band Psychic TV. Außerdem fertigte er während seiner Laufbahn Remixe für viele bekannte Künstler wie z.B. Björk, New Order, In The Nursery und The Orb an. Am 17. Februar 2020 verstarb Weatherall in einem Londoner Krankenhaus an den Folgen einer Lungenembolie.

20.02.2020 – Frohny Hänger

Der Gitarrist/Bassist Rolf Frohnhöfer, besser bekannt als Frohny Hänger, verstarb völlig unerwartet am 20.02.2020. Frohny war seit 1991 Mitglied bei der 1989 gegründeten Punk ’n‘ Roll-Combo Hängerbänd (da der erste Auftritt auf einem Hänger stattfand), die sich im Südwesten der Republik einen gewissen Kultstatus erspielen konnte. Damals teilte Frohny sich mit Ralf Sprenger die Arbeit an Gitarre und Bass. Frohny wirkte an diversen Demos, u.a. Ich Kotz Gleich von 1996, mit. 1999 teilte man sich auf dem Summermania II Airfield Hahn die Bühne mit Szenegrößen wie Sodom, Kreator, Schweisser, Grave Digger, HIM und H-Blockx. Als Band ohne Deal und Album schaffen es die Rheinländer im Jahr 2005 sogar bis auf das legendäre Wacken Open Air, bevor 2006 dann endlich das Debüt Konsequent Erfolglos eingespielt wurde. Es folgten Shows mit u.a. Normahl, The Carburetors, Gun Barrel, The Meteors, bevor ein Herzinfarkt Frohny und die Hängers ausbremste. 2012 folgte dann das Album Hängoverkill. Auf dem Ackerkult 2019 feierte die Hängerbänd mit Bands wie z.B. King Savage, U.K. Subs, Rotten Bastards, Nitrovolt … ihr 30-jähriges Bestehen. Details zum Tod des Gitarristen wurden nicht bekannt.

21.02.2020 – Peter Tork

Der am 13. Februar 1942 in Washington D.C., USA geborene Peter Halsten Thorkelson, besser bekannt als Peter Tork, war ein US-amerikanischer Musiker und Schauspieler, der ab 1963 als Bassist, Keyboarder und Sänger der US-Beat/Pop/Rock Band The Monkees bekannt wurde. Mit Songs wie z.B. Daydream Believer ging Tork in die Musikgeschichte ein. Mit seiner eigenen Band The Monks blieb er weitestgehend erfolglos. Er starb am 17. Februar 2020 an einer seltenen Form des Zungenkrebs, gegen den er zehn Jahre ankämpfte, im Alter von 77 Jahren.

25.02.2020 – David Roback

Der am 4. April 1958 in Los Angeles, Kalifornien geborene David Roback war ein US-amerikanischer Gitarrist, Keyboarder, Produzent und Songwriter, der vor allem als Gründungsmitglied der Alternative Rock Band Mazzy Star bekannt wurde. Schon früh gründete er eine Band namens The Unconscious, zu der u.a. sein Bruder, der Bassist Stephen Roback und Susanna Hoffs, die später als Frontfrau und Gitarristin der The Bangles bekannt wurde, gehörten. Er gehörte zu den wichtigsten Köpfen der kalifornischen Paisley-Underground-Szene in den 80er-Jahren. Weitere Bands waren Rain Parade und Rainy Day. 1983 gründete Roback die Psychedelic Rock Band Opal, die er 1989 in Mazzy Star umbenannte. 1994 gelang der Band mit der Nummer Fade Into You ein weltweiter Hit. Roback verstarb am 25. Februar 2020 im Alter von 61 Jahren, die Todesursache wurde nicht bekannt.

09.03.2020 – Keith Olsen

Der am 12. Mai 1945 in Sioux Falls, Süddakota, USA geborene Keith Olsen war ein bekannter Plattenproduzent und Toningenieur, der mit vielen bekannten Künstlern zusammenarbeitete, darunter Rick Springfield, Fleetwood Mac, The Grateful Dead, Ozzy Osbourne, Pat Benatar, Whitesnake, Foreigner, Journey, Warrant, Emerson, Lake & Palmer, Santana, Saga, Magnum, Eric Burdon & The Animals … u.v.m. Die Hannoveraner Scorpions nahmen mit ihm ihr Erfolgsalbum Crazy World inklusive des Megahits Wind Of Change auf. Mit Ozzy Osbourne nahm er No Rest For The Wicked auf. Am 9. März 2020 starb der Erfolgsproduzent im Alter von 74 Jahren in seinem Haus in Genua, Nevada an einem Herzstillstand.

16.03.2020 – Jason Rainey

Der am 14. Februar 1967 geborene Jason Wesley Rainey war ein US-amerikanischer Gitarrist, der 1985 zu den Gründungsmitgliedern von Sacred Reich gehörte und deren Gitarrist er auch bis ins Jahr 2000 war. 2006 kehrte er jedoch zurück zu den US-Thrashern, bis er im Februar 2019 aus gesundheitlichen Gründen aus der Band aussteigen musste und durch Joey Radziwill ersetzt wurde. Am Abend des 16. März 2020 verstarb Rainey im Alter von 53 Jahren an einem Herzinfarkt.

22.03.2020 – Gabi Delgado

Der am 18. April 1958 in Córdoba, Spanien geborene Gabriel „Gabi“ Delgado-Lopez war Frontmann, Sänger, Songschreiber, Komponist und Produzent. Er gilt als Mitbegründer der Punkszene an Rhein und Ruhr, war Mitherausgeber des Fanzines The Ostrich und spielte in zahlreichen Punkbands wie z.B. Charley`s Girls und Mittagspause. 1978 gründete er mit Robert Görl die Elektro Punk Band Deutsch Amerikanische Freundschaft, kurz DAF, mit der er international bekannt wurde und mit der er acht Alben veröffentlichte. Sie galten neben Kraftwerk und Can zu den einflussreichsten deutschen Bands der elektronischen Musik. Zudem war er bei Delkom und DAF/DOS aktiv, mit denen er weitere Alben veröffentlichte. Am 22. März 2020 verstarb Delgado im Alter von 61 Jahren, eine Todesursache wurde nicht bekannt gegeben.

23.03.2020 – Tres Warren

Der in Texas geborene Tres Warren war ein US-amerikanischer Sänger und Gitarrist und gehörte im Jahr 2003 gemeinsam mit Bassistin Elizabeth Hart zu den Gründungsmitgliedern der experimentellen Psychedelic Rock Band Psychic Ills. Insgesamt veröffentlichte die Band fünf Alben, eine Compilation, vier EPs und eine Reihe von Singles. Neben seiner Tätigkeit bei Psychic Ills veröffentlichte er Alben mit Compound Eye und Messages. Er starb am 23. März 2020 im Alter von nur 41 Jahren, eine Todesursache wurde nicht bekannt.

24.03.2020 – Bill Rieflin

Der am 29. September 1960 in Seattle, Washington, USA geborene William Frederick Rieflin war ein amerikanischer Musiker und Schlagzeuger, der mit vielen Größen der Rockszene zusammenarbeitete, darunter Ministry, The Minus 5, Revolting Cocks, Lard, KMFDM, Pigface, Swans, Chris Connelly, Slow Music, Robbie Williams und Nine Inch Nägel. Doch auch zuvor war er schon in vielen Bands wie den Blackouts, Telepaths und Ministerium aktiv. Nach der Pensionierung von Bill Berry im Jahr 1997 arbeitete er regelmäßig mit R.E.M. und bis zu seinem Tod war er Mitglied bei King Crimson. Rieflin starb am 24. März 2020 im Alter von 59 Jahren an Krebs.

28.03.2020 – Lou Kouvaris

Der am 20. April 1954 in Piräus, Griechenland geborene Lou A. Kouvaris war ein amerikanischer Gitarrist, der auch unter dem Namen L.A. Kouvaris bekannt wurde. Er gehörte 1976 gemeinsam mit dem Gitarristen Mark Reale zu den Gründungsmitgliedern der US-Power Metal Band Riot. Er spielte das Riot Debütalbum Rock City von 1977 mit ein, danach wurde er aus der Band gekickt. Er gründete danach die Special Forces, die bis 1983 aktiv waren, jedoch ohne mit ihnen ein Album aufzunehmen. 1982 bewarb er sich als Gitarrist bei Ozzy Osbourne und Kiss, als das nicht klappte, begann er Soundtracks zu komponieren. 1990 beendete er seine musikalische Karriere zunächst und kümmerte sich um sein Label L.A. Production. Erst 2019 kehrte er zurück und gründete gemeinsam mit Rick Ventura, dem ehemaligen Riot Gitarristen, die Band Riot Act. Er starb am 28. März 2020 im Alter von 66 Jahren in Long Island, New York, an den Folgen von COVID-19.

29.03.2020 – Alan Merrill

Der am 19. Februar 1951 in Bronx, New York geborene Allan Preston Sachs war ein US-amerikanischer Sänger, Gitarrist, Bassist, Keyboarder, Songwriter, Model und Schauspieler. Er begann seine semi-professionelle Karriere im Alter von 14 Jahren in New Yorker Bands wie The Kaleidoscope, The Rayne und Watertower West, bevor er Ende der sechziger Jahre nach Japan ging und dort zu Beginn der siebziger Jahre als erster Westler den Status eines Popstars erlangte. Er änderte seinen Namen in Alan Merrill und erlangte mit The Leads und als Solokünstler mit dem Glam Rock Projekt Vodka Collins Berühmtheit. In Japan war er auch als Schauspieler und Model aktiv. In den siebziger Jahren ging der Multiinstrumentalist nach London, wo er 1974 die Band Arrows gründete, mit der er das wenig beachtete I Love Rock`n Roll veröffentlichte, welches später in der Coverversion von Joan Jett & The Blackhearts weltbekannt wurde. Merrill schrieb den Song zusammen mit Arrows Bandkollege Jake Hooker. In den späten Siebzigern gründete er mit Rare Bird, Van Morrison und Whitesnake Mitgliedern die Rockband Runner. 1980 ging er zurück in die USA und schloss sich mit Rick Derringer zusammen, nahm Soloalben mit prominenter Unterstützung auf und trat der Meat Loaf Band bei. Er war bis zu seinem Tod am 29. März 2020 musikalisch aktiv. Er starb im Alter von 69 Jahren in Manhattan an den Folgen von COVID-19.

21.04.2020 – Derek Jones

Der am 5. Juni 1984 in Lake Forest, Kalifornien, USA geborene Derek Jones war ein begnadeter Gitarrist, der schon in frühester Jugend mehrere lokale Bands gründete. 2007 trat er der US-Metalcore Band A Smile From The Trenches bei, mit denen er eine EP und ein Album veröffentlichte und auch die Vans Warped Tour 2007 spielte. 2010 trat er dann der US-Metalcore/Hardcore Punk Band Falling In Reverse bei, direkt nachdem Frontmann Ronnie Radke aus dem Knast entlassen wurde, der zweieinhalb Jahre wegen eines Tötungsdeliktes abgesessen hatte. Gemeinsam veröffentlichte man vier Alben und eine ganze Reihe Singles. Am 21. April 2020 verstarb der Gitarrist im Alter von nur 35 Jahren, eine Todesursache wurde nicht bekannt.

04.05.2020 – Dave Greenfield

Der am 29. März 1949 in Brighton, England geborene David Paul Greenfield war ein britischer Keyboarder, Sänger und Songwriter. Von Beginn an versuchte Greenfield eine Musikkarriere in Deutschland in Gang zu bringen und spielte anfangs in den Bands The Initials, The Blue Maxi, Rusty Butler und Credo. 1975 stieg er, ein Jahr nach der Gründung, als Keyboarder bei der britischen Post Punk Band The Stranglers ein, wo er Hans Warmling ersetzte. Er spielte bei The Stranglers bis zu seinem Tod am 4. Mai 2020. Er lag wegen Herzproblemen längere Zeit im Krankenhaus, wo er sich mit dem Coronavirus infizierte. Er wurde 71 Jahre alt.

07.05.2020 – Brian Howe

Der am 22. Juli 1953 in Portsmouth, England geborene Brian Anthony Howe war ein britischer Rocksänger und Songwriter, der schon früh in einer lokalen Popband namens Shy sang. Er gab schnell auf und suchte sich eine härtere Rockband, die er dann in der NWOBHM Band White Spirit fand, wo er den verstorbenen Sänger Bruce Ruff ersetzte. Seine Karriere begann allerdings erst richtig, als ihn 1983 Ted Nugent als Sänger rekrutierte, um das Album Penetrator einzusingen. Da er nicht ordentlich bezahlt wurde, packte er im Anschluss wieder seine Koffer und begann eine Solokarriere, bis er nach einem Anruf von Foreigners Mick Jones der Band Bad Company vorgestellt wurde. Paul Rodgers war mittlerweile mit The Firm aktiv und so wurde Howe ab 1986 als Ersatz zu Bad Company geholt, anfangs nur mit mäßigen Erfolgen. Nach einer Tour 1987 mit Deep Purple und dem AOR-Sound des 1988er-Albums Dangerous Age kam der Erfolg. 1994 verließ Howe die Band, weil niemand etwas zum Songwriting zusteuern konnte und alle Arbeit an ihm hängen blieb. 1997 veröffentlichte Brian Howe sein erstes Soloalbum, weitere folgten. Am 7. Mai 2020 verstarb Brian Howe im Alter von 66 Jahren an einem Herzstillstand, nachdem er bereits 2017 einen Herzinfarkt erlitt.

09.05.2020 – Little Richard

Der am 5. Dezember 1932 in Macon, Georgia, USA geborene Richard Wayne Penniman war einer der letzten großen Rock ’n‘ Roll Namen der 1950er-Jahre, Little Richard. Erste Songs veröffentlichte der Afroamerikaner bereits ab 1951, ins Rollen kam der Stein aber erst ab 1956 und mit Songs wie z.B. Tutti Frutti, Long Tall Sally, Lucille oder Good Golly, Miss Molly. Dann zog er sich zurück und fühlte sich zum Priester berufen, startete jedoch in den 1960er-Jahren ein Comeback. Von 1977 bis 1985 erfolgte eine weitere Auszeit vom Musikbusiness. Danach kamen sporadisch Auftritte und Alben, dennoch wurde er 1986 als einer der ersten Musiker in die Rock and Roll Hall Of Fame aufgenommen. Little Richard starb am 9. Mai 2020 im Alter von 87 Jahren, eine Todesursache wurde nicht bekannt.

15.05.2020 – Phil May

Der am 9. November 1944 in Dartfort, England geborene Philip Dennis Arthur Wadey war Frontmann, Sänger und Komponist der Rockband The Pretty Things. Zusammen mit Gitarrist Dick Taylor (Ex-The Rolling Stones) gründete er die Band 1963. May galt Anfang der 1960er-Jahre als der Mann mit den längsten Haaren Europas. Basierend auf einer Kurzgeschichte von May schufen The Pretty Things mit dem 1968er-Album S.F. Sorrow das erste Konzeptalbum und die erste Rockoper der Musikgeschichte. Damals aus kommerzieller Sicht ein Flop, gilt das Werk heute als Meilenstein der psychedelischen Rockmusik. Am 15. Mai 2020 verstarb Phil May an den Folgen einer Hüft-OP infolge eines Fahrradunfalls im Alter von 75 Jahren.

22.05.2020 – Klaus Selmke

Der am 21. April 1950 in Berlin geborene Klaus Selmke war Schlagzeuger der Ostrock Band City. Gemeinsam mit dem Gitarristen Fritz Puppel hatte Selmke die Band City 1972 gegründet. Sie zählten zu den erfolgreichsten Rockbands der DDR und hatten mit Am Fenster einen Riesenhit. Klaus Selmke litt schon fünf Jahre an Krebs und am 22. Mai 2020 verlor er in der Berliner Charité den Kampf im Alter von 70 Jahren.

28.05.2020 – Bob Kulick

Der am 16. Januar 1950 in Brooklyn, New York, geborene Bob Kulick war ein US-amerikanischer Rockmusiker- und Musikproduzent. Er spielte in den frühen 1970er-Jahren in verschiedenen lokalen Bands in New York City und war u.a. mit Patti LaBelle auf Tour. 1973 kam er in die engere Auswahl als Gitarrist für die Originalbesetzung der Disco-Hardrocker Kiss, dann bekam jedoch Ace Frehley den Posten. Kulick arbeitete als Studiomusiker für Lou Reed und war mit seinem Bruder Bruce Kulick (ab 1984 Gitarrist bei Kiss) Mitglied der Tourband von Meat Loaf während der Bat Out Of Hell Tour. Er spielte auf einigen Songs des Kiss Albums Alive II und auf Paul Stanleys Soloalbum. In den 1980er-Jahren war er Studiomusiker u.a. für Michael Bolton, Diana Ross, Was (Not Was), unterstützte Kiss bei Creatures Of The Night, spielte auf mehreren W.A.S.P. Alben und spielte für den Neverland Express, Meat Loafs Tourband. Später arbeitete er als Produzent, produzierte u.a. für Motörhead den mit einem Grammy Award ausgezeichneten Titel Whiplash und einige Tributealben, für die er jeweils hochkarätige Musiker gewinnen konnte. Auch auf Motörheads We Are Motörhead war er zu hören. Bob Kulick starb am 28. Mai 2020 im Alter von 70 Jahren.

04.06.2020 – Steve Priest

Der am 23. Februar 1948 in Hayes, London, England geborene Stephen Norman Priest war ein britischer Vollblutmusiker und im Jahr 1968 Gründungsmitglied der Glam Rock Band Sweet Shop/The Sweet, wo er bis 1981 als Bassist und Background- und auch als Lead-Sänger tätig war. Sie wurden zur kommerziell erfolgreichsten Glam Rock Band der 70er-Jahre. In Anschluss gründete Priest in New York The Allies, jedoch ohne nennenswerte Erfolge. 1985 wurde er zur Reunion von The Sweet eingeladen, lehnte jedoch ab und zog sich ins Privatleben zurück. 1988 nahm er jedoch an Demosessions mit den Originalmitgliedern von The Sweet teil, der Versuch einer Wiedervereinigung und eines Studioalbums scheiterte jedoch. 1994 veröffentlichte er seine Autobiografie Are You Ready, Steve? und 2006 brachte er das Album Priest`s Precious Poems heraus. 2008 gründete Priest eine neue Band Sweet, die jedoch nichts mit Andy Scotts Sweet zu tun hatte. Priests Sweet spielten fast nur bei Festivals in den USA und Kanada, während Andy Scotts Sweet Europa beackerten. Steve Priest verstarb am 4. Juni 2020 im Alter von 72 Jahren.

09.06.2020 – Paul Chapman

Der am 9. Juni 1954 in Cardiff, Wales geborene Paul William Chapman, bekannt unter dem Spitznamen Tonka, war ein Gitarrist, der zuerst in der walisischen Band Universe auf sich aufmerksam machte. 1971 wechselte er dann zu den irischen, nicht zu verwechseln mit den amerikanischen, Skid Row, wo er niemand geringeren als Gary Moore als Gitarrist ersetzte. Nach nur gut einem Jahr wechselte er erneut und stieg als Gitarrist bei Kimla Taz ein, mit denen er von 1972 bis 1974 die Bühnen unsicher machte. Dann antwortete er auf eine Anzeige im britischen Melody Maker und stieg 1974 als zweiter Gitarrist bei U.F.O. ein. Aufgrund persönlicher Differenzen verließ er die Band 1975 wieder, ohne an einem Album der britischen Hardrocker beteiligt gewesen zu sein, jedoch ist er auf mehreren Tracks der BBC-Live-Sessions zu hören. Er gründete daraufhin Lone Star, bei denen er aber auch nur bis 1978 blieb. Zuvor schon ging er 1977 einen ersten Schritt zu U.F.O. zurück und vertrat den immer öfter indisponierten Michael Schenker während einer US-Tour mit Rush. Im Dezember 1978 kehrte er dann ganz zu U.F.O. zurück, nachdem Schenker und die Band sich getrennt hatten. Er blieb bis 1983 in den Reihen der Briten und ist auf vier Studioalben zu hören, No Place To Run (1980), The Wild, The Willing And The Innocent (1981), Mechanix (1982) und Making Contact (1983). Chapman ging nach Florida und gründete DOA, später schloss er sich mit dem ehemaligen U.F.O. Mitglied Pete Way in Waysted zusammen. 1993 sollte Chapman bei einer U.F.O. Reunion dabei sein, doch stattdessen wurde Michael Schenker geholt und Chapman gründete Ghost. 2001 spielte er zwei Songs für das Nazareth Tributealbum Another Hair Of The Dog ein. 2002 war er als Gastgitarrist für ein Album von Jack Starr And The Guardians Of The Flame tätig, bevor er im Anschluss mit Pete Way die Combo Waysted reformierte, doch nach nur einem Album stieg er wieder aus der Band aus. Er gründete das Paul Chapman Project und nahm 2006 mit Robin McAuley alte U.F.O. Songs neu auf, bevor er im gleichen Jahr Gator Land beitrat. 2015 ging er noch einmal mit der schwedisch/kanadischen Band Killer Bee auf Tour und nahm auch ein Album mit ihnen auf. Nachdem seine Frau Debby bereits 2018 die letzte Reise antrat, verstarb Paul „Tonka“ Chapman am 09.06.2020, an seinem 66. Geburtstag.

10.07.2020 – Phil Ashley

Am 10. Juli 2020 verstarb der Keyboarder Phil Ashley im Alter von 65 Jahren. Er spielte u.a. für Kiss, Aerosmith, Billy Idol, Mick Jagger und Joe Satriani. Eine Todesursache wurde nicht bekannt.

25.07.2020 – Peter Green

Der am 29. Oktober 1946 in Bethnal Green, England geborene Peter Allen Greenbaum war ein britischer Gitarrist und Sänger, der vor allem die Blues-, Rock- und Popszene der späten 60er-Jahre mitprägte. Er nannte sich einfach Peter Green, da er aufgrund seiner jüdischen Herkunft gehänselt wurde. 1966 spielte er gemeinsam mit Drummer Mick Fleetwood bei Peter B’s Looners, bevor er als Ersatzgitarrist für Eric Clapton bei John Mayalls Bluesbreakers einstieg. 1967 gründete er gemeinsam mit Bob Brunning und Mick Fleetwood die Band Peter Green’s Fleetwood Mac. Green kam mit der plötzlichen Berühmtheit nicht zurecht und griff vermehrt zu psychedelischen Drogen wie LSD und Meskalin. Er wurde religiös und trat nur noch mit einem riesigen Kruzifix und in weiten Kutten auf und war der Meinung, Geld sei schlecht, worauf er sämtliche Tantiemen spendete, was er auch von seinen Bandkollegen verlangte. Nach einer Europatour im Jahr 1970, auf der er von einem LSD-Trip nicht richtig zurückkam, stieg er aus der Band aus. Er nahm ein Soloalbum und ein paar Singles auf, beteiligte sich 1971 noch an einigen Aufnahmen befreundeter Musiker wie Peter Bardens und B.B. King, bevor er als Totengräber in London arbeitete. Er spielte noch einmal als Ersatzgitarrist für Jeremy Spencer auf einer USA-Tour bei Fleetwood Mac, dann zog er sich für Jahre aus dem Musikbusiness zurück. Er wurde später als The Green God bezeichnet, der beste weiße Blues-Gitarrist. Nachdem er eine Zeit in Israel verbracht und in einer Nervenheilanstalt untergebracht war, kehrte er zur Musik zurück, veröffentlichte ab 1979 einige beachtete Alben und ging mit White Skies auch wieder auf Tour, wirkte aber lustlos und verloren auf der Bühne. Zwischen 1997 und 2004 veröffentlichte er mit der Peter Green Splinter Group acht Alben, bevor sich die Band 2006 auflöste und Green nach Schweden zog. 2009 ging er als Peter Green & Friends wieder auf Tour. Am 25. Juli 2020 verstarb Peter Green im Alter von 73 Jahren friedlich im Schlaf.

27.07.2020 – Denise Johnson

Die am 31. Juli 1963 in Manchester, England geborene Denise Johnson war ein britisches Model und Sängerin. In den 1980er-Jahren tourte sie mit der US-Band Maze durch England. Gut zehn Jahre später sollte sie internationale Bekanntheit erlangen, als sie 1990 der schottischen Indie Rock Band Primal Scream beitrat. Auf dem Album Screamadelica (1991) übernahm sie einen Gesangspart. Bis 1995 war sie außerdem in den Songs Higher Than The Sun, Don’t Fight It, Feel It und Loaded zu hören. Anschließend arbeitete sie mit Michael Hutchence, A Certain Ratio, Ian Brown, Beth Orton, New Order sowie mit Bernard Sumner und Johnny Marr an deren Musikprojekt Electronic. Sie verstarb am 27. Juli 2020 nach kurzer Krankheit im Alter von 56 Jahren.

30.07.2020 – Sammy Shmoulik Avigal

Der am 5. August 1954 in Israel geborene Sammy Shmoulik Avigal war ein Rocksänger, der sich mit den niederländischen Bands Picture, Horizon und Hammerhead einen Namen machte. Später zog er in die USA und nahm 1986 mit The Rods das Album Heavier Than Thou auf. 2003 ging er nach Florida, um unter dem Banner von Jake Starr`s Guardians Of The Flame das Album Under A Savage Sky aufzunehmen. Im Anschluss gründete er seine eigene Band Avigal, mit der er 2011 das Album Unbroken veröffentlichte. Am 30. Juli 2020 verlor Sammy Shmoulik Avigal im Alter von 65 Jahren den Kampf gegen den Krebs.

31.07.2020 – Alan Parker

Der am 14. Februar 1944 in London, England geborene Sir Alan William Parker war ein britischer Drehbuchautor, Autor, Filmregisseur und Filmproduzent. Parker wurde mehrfach für den Oscar nominiert, u.a. für 12 Uhr Nachts-Midnight Express und gewann viele weitere Filmpreise. 1981 führte er Regie bei The Wall, der Spielfilmadaption des äußerst erfolgreichen Rockalbums der britischen Prog Rocker Pink Floyd. Alan Parker starb am 31. Juli 2020 im Alter von 76 Jahren nach längerer Krankheit.

02.08.2020 – Steve Holland

Steve Holland, über den kaum private Einzelheiten bekannt wurden, war Mitbegründer und Mitglied der Southern Rock Band Molly Hatchet. Er war von 1974 bis 1984 Gitarrist der Band aus Jacksonville, Florida und spielte mit den Südstaaten Rockern die ersten fünf Alben ein. 2005 gründete er die Band Gator Country, wo er neben den ehemaligen Molly Hatchet Mitstreitern Jimmy Farrar, Duane Roland und Bruce Crump zockte. Er war der Last man standing, doch seine Gesundheit war schon seit einiger Zeit eine Abwärtsspirale. Mit ihm ging nun nach Danny Joe Brown (2005), Duane Roland (2006), Bruce Crump (2015), Banner Thomas (2017) und Dave Hlubek (2017) das letzte Molly Hatchet Gründungsmitglied über die Regenbogenbrücke. Weder sein Alter noch die Todesursache wurde bekannt.

09.08.2020 – Martin Birch

Der am 27. Dezember 1948 in Woking geborene Martin Birch war ein britischer Rock und Heavy Metal Produzent, Gitarrist und Toningenieur, der vor allem durch seine Arbeit mit Deep Purple und Iron Maiden bekannt wurde. Er produzierte des Weiteren für Rainbow, Paice, Ashton & Lord, Whitesnake, Roger Glover, Jon Lord, The Michael Schenker Group, Fleetwood Mac, Black Sabbath, Wayne County & The Electric Chairs und Blue Öyster Cult. Auf dem Album Mystey To Me von Fleetwood Mac spielte Birch Akustikgitarre. Der Deep Purple Song Hard Lovin‘ Man ist ihm gewidmet. 1992, nach der Produktion von Iron Maidens Fear Of The Dark, zog er sich ins Privatleben zurück. Er gab generell keine Interviews, sodass kaum etwas über die Privatperson Martin Birch bekannt wurde. Auch seine Todesursache wurde nicht bekannt, er verstarb am 9. August 2020 im Alter von 71 Jahren.

14.08.2020 – Pete Way

Der am 7. August 1951 in Enfield Town, Middlesex, England geborene Peter Frederick „Pete“ Way war ein britischer Bassist und Mitbegründer und Mitglied der legendären Band U.F.O. Bereits 1969 hob er die Band gemeinsam mit Phil Mogg, Mick Bolton und Andy Parker als Hocus Pocus aus der Taufe, wechselten dann aber schnell zum U.F.O. Markenzeichen. Als das Bandgefüge immer weiter zerbrach, verließ Way 1982 U.F.O. und widmete sich anderen Projekten, spielte Konzerte mit Madman Ozzy Osbourne und gründete gemeinsam mit Motörhead Gitarrist Eddie Clarke die Band Fastway. Auch mit der Band Waysted war er in dieser Zeit unterwegs, wo er erneut mit Ex-U.F.O. Keyboarder Paul Raymond zusammenspielte. 1988 kehrte Way zu U.F.O. zurück, bevor sich die Band ein Jahr später zunächst auflöste. 1992 kam die Wiedervereinigung von U.F.O., doch neben Way war nur noch Phil Mogg aus alten Zeiten mit im Boot. Pete Way fuhr mehrgleisig, neben U.F.O. veröffentlichte er 2000 ein Soloalbum, vereinigte auch die Band Waysted wieder und war später auch mit Jonathan „Spike“ Gray, Chris Slade und Robin George unter dem Namen Damage Control unterwegs. 2008 verließ er U.F.O. aus gesundheitlichen Gründen. Sein Ausstieg wurde als Pause angekündigt, doch es war klar, dass er aufgrund seiner langjährigen Alkohol- und Drogensucht nicht mehr zurückkehren würde. Ab 2011 spielte er noch Bass bei Michael Schenkers Temple Of Rock. 2013 erkrankte er an Prostatakrebs und 2016 erlitt er einen Herzinfarkt. Am 14. August 2020 verstarb er nach einem Unfall, bei dem er sich schwer verletzte und sich nicht mehr davon erholen konnte, im Alter von 69 Jahren.

18.08.2020 – Jack Sherman

Der am 18. Januar 1956 in Miami, Florida, USA geborene Jack Sherman war ein Studiomusiker, der vor allem als Übergangsgitarrist der Red Hot Chili Peppers bekannt wurde, als deren eigentlicher Gitarrist Hillel Slovak die Band 1984 vorübergehend verließ, um sich seiner anderen Band What Is This? zu widmen. Die Zusammenarbeit dauerte nur für die Aufnahmen zum Album The Red Hot Chili Peppers und die darauf folgende Tournee an, dann nahm Slovak seinen Platz wieder ein. In dieser Zeit prägte er den Sound der RHCP aber maßgeblich mit. An dem zweiten Album Freaky Styley war er nur noch bedingt beteiligt. Des Weiteren arbeitete Sherman u.a. mit Künstlern wie Bob Dylan, John Hiatt, George Clinton, Barry Goldberg. Selbst war er Mitglied der Band In From The Cold mit der er 2000 ein Album veröffentlichte. Er starb nun im Alter von 64 Jahren, eine Todesursache wurde nicht bekannt.

18.08.2020 – Martin Hesse

Der in Hannover geborene Martin Hesse war ein begnadeter Bassist und Sänger, der ab 1974 bei den deutschen Krautrockern Jane aktiv war und an sieben Plattenproduktionen prägend an Bass und Gesang beteiligt war. Zuvor war er in den 60er-Jahren bei Dull Knife aktiv und erarbeitete sich erste Sporen am Bass. Mit ihnen veröffentlichte er 1971 das Album Electric Indian. Nach seinem Ausstieg bei Jane gründete er zunächst die Combo Rizzo, mit der er nur eine Scheibe auf den Markt brachte. Danach gründete er mit seiner späteren Ehefrau Gisella Cafiero die Band The Chain, mit der er bis zu seinem Tode aktiv war. 2007 kam es noch einmal zu einem Auftritt mit ehemaligen Jane-Mitstreitern im Rahmen des Tribute To Peter Panka Konzertes, welches auch auf DVD erhältlich ist. Der Rock ’n‘ Roll Outlaw starb am 18. August 2020 nach langer Krankheit in einem Hannoveraner Krankenhaus.

20.08.2020 – Harry Jeske

Der am 6. Oktober 1937 in Oranienburg geborene Harry Jeske war Bassist und Gründungsmitglied der 1965 gegründeten Ostrock Band Udo Wendel Combo/Puhdys. Das H in Puhdys stand für Harry. Wegen eines Ohrenleidens stieg er 1997 aus der Band aus. 2016 gab die Band ihr letztes offizielles Konzert in Berlin, bei dem auch Harry Jeske noch einmal auf der Bühne stand. Im gleichen Jahr wurden die Puhdys mit dem Echo für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Harry Jeske verstarb am 20. August 2020 im Alter von 82 Jahren, er schlief friedlich ein.

21.08.2020 – Frankie Banali

Der am 14. November 1951 in New York City geborene Frankie Banali war ein US-amerikanischer Rockdrummer, der seine größten Erfolge in der Zeit von 1983 und 2020 mit der Multi-Platin Metal Band Quiet Riot feierte und deren Manager er auch seit 1994 war. Weitere große Erfolge feierte er von 1989 und 2004 als Schlagzeuger von W.A.S.P. . Zudem trommelte er für Alex Masi das Album Attack Of The Neon Shark (1989), für Blackthorne die Alben Afterlife (1993) und Don`t Kill The Thrill (Compilation, 2016) und für Freakshow das Album Freakshow (2009) ein. Kurze Zeit saß er auch für Steppenwolf (1978), für Heavy Bones (1990-1992) sowie für Faster Pussycat und Billy Idol hinter der Schießbude. Auch beim Hear`n Aid-Project schlug er 1986 auf die Felle ein. Bereits seit Frühjahr 2019 war er wegen Bauchspeicheldrüsenkrebs in Chemotherapiebehandlung. Im Sommer 2020 ging es Frankie Banali schlechter und er kam in die Notaufnahme, nun verlor er am 21.08.2020 im Alter von 68 Jahren den Kampf.

25.08.2020 – Riley Gale

Der am 1. Mai 1986 in den USA geborene Riley Gale war ein Sänger, der zuallererst mit seiner Band Power Trip für Aufsehen sorgte. Er gründete im Alter von 22 Jahren gemeinsam mit vier Kumpels die Hardcore/Crossover Band in Dallas, Texas und veröffentlichte mit ihnen zwei Studio- und zwei Livealben. Ihr 2017er-Album Nightmare Logic wurde von Loudwire zum Metalalbum des Jahres gekürt. Riley Gale war zuletzt im Body Count Video zu Point The Finger zu sehen. Im März 2020 sollten Power Trip gemeinsam mit Kreator und Lamb Of God auf Europatour gehen, diese musste jedoch wegen COVID-19 abgesagt werden. Weitere Stationen in Gales Leben waren die Bands Balls Out und Masterpiece Machine. Am 25. August 2020 verstarb Riley Gale im Alter von nur 34 Jahren, eine Todesursache wurde nicht bekannt gegeben.

09.09.2020 – Sid McCray

Am 9. September 2020 verstarb mit Sidney A. McCray einer der Pioniere des Punkrock. McCray war bis 1979 als Sänger Mitglied der US-amerikanischen Band Bad Brains, die erst durch ihn mit Punkrock in Berührung kam, nachdem sie zuvor unter dem Namen Mind Power Jazzfunk spielte. Die Band avancierte in der Folgezeit zu einer prägenden Größe im US-Hardcore Punk. Von den über die Jahre insgesamt sechs Sängern ist SidMac der einzige, der es nie auf ein Album schaffte, doch frühe Songs des Quartetts aus Washington D.C., wie z.B. The Regulator stammen aus seiner Feder. Sid McCray starb am 9. September 2020, eine Todesursache wurde nicht bekannt gegeben.

19.09.2020 – Lee Kerslake

Der am 16. April 1947 in Bournemouth, England geborene Lee Kerslake war ein britischer Rock-Schlagzeuger. Ende der 1960er-Jahre trommelte er in einer ganzen Reihe von Bands, gemeinsam mit Ken Hensley z.B. bei The Gods, Head Machine und Toe Fat, mit denen er jeweils Alben veröffentlichte. 1971 folgte noch ein Album mit der National Head Band, bevor Kerslake Ende des Jahres zu Uriah Heep stieß, die in den ersten zwei Jahren bereits drei Drummer verschlissen hatten. Bis 1979 war er der Mann hinter dem Drum-Kit und veröffentlichte mit Uriah Heep die wichtigsten und kommerziell erfolgreichsten Alben der Bandgeschichte. Im Oktober 1979 verließ Kerslake seine Hauptbrötchengeber Uriah Heep und nahm mit Ozzy Osbourne u.a. Blizzard Of Ozz und Diary Of A Madman auf, jedoch kehrte er 1982 zu Uriah Heep zurück und blieb bis 2007 an Bord der Briten. 2003/2004 war er gemeinsam mit Steve Morse, Don Airey, Bob Daisley und Jimmy Barnes bei der Supergroup Living Loud beteiligt, die ein Album veröffentlichten. 2007 kam dann wegen gesundheitlicher Probleme der Ausstieg bei Uriah Heep, jedoch legte Kerslake die Drum-Sticks nicht komplett zur Seite, sondern trommelte noch beim Masters Project und der Berggren Kerslake Band und spielte 2015 auch noch einen Gastauftritt bei Uriah Heep bei einem Konzert in Moskau. 2015 wurde bei ihm Prostatakrebs diagnostiziert. Im Dezember 2018 spielte er seinen letzten Gastauftritt bei Uriah Heep in London. Er starb am 19. September 2020 im Alter von 73 Jahren an den Folgen seiner Krebserkrankung.

19.09.2020 – Dave Kusworth

Der am 26. März 1960 in Moseley bei Birmingham, England geborene Dave Kusworth war ein britischer Singer-Songwriter und Gitarrist. Nachdem sich die lokalen Bands Swell Maps und Subterranean Hawks auflösten, gründete Dave Kusworth gemeinsam mit Nikki Sudden und dessen Bruder Epic Soundtracks im Jahr 1982 die Rockband Jacobites. Angelehnt an den Sound der The Rolling Stones, Velvet Underground und The Faces veröffentlichten die Jacobites Mitte der 80er-Jahre zwei Alben, doch der Erfolg wollte sich nicht einstellen und so ging man zunächst getrennte Wege. Arbeitslos war Dave Kusworth dennoch nicht, denn zeitgleich mischte er noch bei den Bands TV Eye und The Dogs D’Amour mit. 1993 kam es zur Reunion der Jacobites in neuer Besetzung und man veröffentlichte noch einmal drei Studioalben und eine Livescheibe. 2004 wurde die Band endgültig zu Grabe getragen und aufgelöst. Kusworth veröffentlichte seitdem eigene Platten mit The Bounty Hunters und The Tenterhooks. Keinem der schillernden Jacobites-Köpfe war ein langes Leben beschieden, Soundtracks war bereits 1997 im Alter von 37 Jahren verstorben und Sudden verstarb 2006, zwei Jahre nach Auflösung der Jacobites, im Alter von 49 Jahren. Nun ist auch Dave Kusworth am 19. September 2020 im Alter von 60 Jahren verstorben, eine Todesursache wurde nicht bekannt.

25.09.2020 – Brent Young

Der am 28. August 1983 in Orlando, Florida, USA geborene Brent Young war ein US-amerikanischer Metal-Gitarrist und Bassist. Er gehörte 1999 neben Brad Lewter, Matt Heafy und Travis Smith zu den Gründungsmitgliedern der US-Metalcore-Band Trivium, wo er zunächst als Gitarrist tätig war, dann aber 2001 an den Bass wechselte. Zu hören ist er auf dem Blue-Trivium-Demo von 2003 und auf dem Debüt Ember To Inferno von 2003. Darüber hinaus hat er die erste Europa und USA Tournee mit Trivium absolviert. 2004 verließ er die Band aus unbekannten Gründen und wurde durch Paolo Gregoletto ersetzt. Gemeinsam mit dem damaligen Trivium Drummer Travis Smith gründete er 2017 die Band BlackNova, wo er zunächst den Gesang übernahm und Bass spielte. Brent Young verstarb am 25. September 2020 im Alter von nur 37 Jahren, eine Todesursache ist nicht bekannt.

26.09.2020 – Mark Stone

Mit Mark Stone ist ein weiteres ehemaliges Mitglied einer bekannten Hard Rock Formation verstorben. Stone gehörte 1972 neben Eddie und Alex Van Halen als Bassist zu den Gründungsmitgliedern der Band Mammoth, aus denen dann später Van Halen wurden. Er spielte bis 1974 an der Seite der legendären Van Halen Brüder und half mit, die Grundlage für die Band Van Halen aufzubauen. 1974 wurde er jedoch durch Michael Anthony ersetzt und war längst nicht mehr mit an Bord, als Van Halen 1978 ihr gleichnamiges Debüt veröffentlichten und mit der The Kinks-Nummer You Really Got Me den ersten Hit raushauten. Ob das frühe Van Halen Mitglied später noch musikalisch aktiv war, ist nicht bekannt, man hörte nie wieder von Mark Stone. Am 26. September 2020 verstarb Stone, laut seinem Bruder Brad, an Krebs.

06.10.2020 – Eddie Van Halen

Der am 26. Januar 1955 in Amsterdam geborene Edward Lodewijk „Eddie“ Van Halen war ein niederländisch/US-amerikanischer und einer der stilprägendsten und einflussreichsten Rockmusiker aller Zeiten. 1962 wanderte die Familie Van Halen von Holland in die USA aus. Da der Vater Profimusiker war, kamen die Kinder schon früh mit Musik in Kontakt, lernten zuerst Klavier und später Gitarre und Schlagzeug. Während der High School gründeten Eddie Van Halen und sein Bruder Alex eine Band namens Mammoth mit Eddie als Sänger. Im weiteren Verlauf nannte sich die Band The Broken Combs und Rat Salad. Als sich das Line-Up stabilisierte, kam vom damaligen Frontmann David Lee Roth der Vorschlag, die Band einfach Van Halen zu nennen, was sich nach Ansicht von Eddie anhörte, wie eine deutsche Atombombe. Das erste Van Halen Demo wurde von Kiss Langzunge Gene Simmons finanziert und die Band schlug in der Szene von L.A. ein, wie eben eine Atombombe. Das Debütalbum Van Halen erschien 1978 und gehörte neben 1984 (1984) zu den erfolgreichsten Alben der Band. Von 1984 stammt auch der bekannteste Hit der Hard Rocker, Jump. In verschiedenen Besetzungen nahm die Band bis 2012 zwölf Studioalben auf. 2007 wurden Van Halen in die Rock And Roll Hall Of Fame aufgenommen. Guitar Player zählte Eddie Van Halen 2020 zu den zwölf einflussreichsten Gitarristen aller Zeiten. Er starb am 6. Oktober 2020 im Alter von 65 Jahren an Kehlkopfkrebs.

12.10.2020 – Timo Ketola

Der 1975 in Helsinki, Finnland geborene Timo Ketola war ein begnadeter Illustrator, Buchgestalter und Cover-Artwork-Designer, der über die Jahre mit unzähligen Bands, überwiegend aus dem Extrem Metal, zusammenarbeitete, darunter Marduk, Opeth, A Mind Confused, Aibigor, Aeternus, Altar Of Perversion, Asphyx, Centinex, Chapel Of Disease, Deviant, Dissection, Empyrium, Forgotten Horror, Funeral Mist, Grave, Kaamos, Katharsis, Mortuus, Murder Squad, Noctum, Nuclear Winter, Rotting Christ, Soulburn, Therion, Watain … u.v.m. Er war voller Geheimnisse, lebte zurückgezogen, gab nie Interviews und gab nie Erläuterungen zu seinen Werken ab. Des Weiteren war er für das Death/Black Metal Magazin Dauthus verantwortlich. Am 12. Oktober 2020 verstarb Timo Ketola, der unter dem Künstlernamen Tentacula arbeitete, viel zu früh im Alter von nur 45 Jahren an einer Leukämie-Erkrankung.

14.10.2020 – Paul Matters

Der in Toronto, Australien geborene Paul Matters war ein australischer Rockmusiker, der bei einer der bekanntesten Rockbands der Welt spielte, obwohl ihn wahrscheinlich nur die absoluten Die Hard-Fans der australischen AC/DC als ehemaliges Bandmitglied auf dem Schirm haben. 1975 verließ er die australische Band Armageddon aus Newcastle und wurde im Anschluss nach den Aufnahmen des Debütalbums High Voltage von AC/DC als Bassist engagiert. Er spielte auf der 1975er Australien Tour mit den späteren Dinosauriern des australischen Rock, wurde jedoch schon nach wenigen Wochen durch Frontmann Bon Scott gefeuert und durch Mark Evans ersetzt. Nach seinem Rauswurf machte er nie wieder Musik und während die AC/DC-Musiker mit ihrer Kunst reich wurden, lebte Matters für den Rest seines Lebens von seiner kleinen Invalidenrente. Er starb am 14. Oktober 2020, die Todesursache wurde nicht bekannt.

19.10.2020 – Spencer Davis

Der am 17. Juli 1939 in Swansea, Wales geborene Spencer David Nelson Davies war ein britischer Rockmusiker (Gesang, Gitarre, Keyboards, Mundharmonika). 1963 gründete er gemeinsam mit Steve Winwood, Mervyn „Muff“ Winwood und Pete York die Rock und Rhythm und Blues-Band The Spencer Davis Group, mit denen er vor allem in den 1960er-Jahren große internationale Erfolge feierte. Mit Songs wie Keep On Running, Gimme Some Lovin‘ und I’m A Man setzte sich die Band ein Denkmal, obwohl viele Musiker wie z.B. Steve Winwood die Band nur als Sprungbrett für ihre weitere musikalische Karriere nutzten. Doch auch als die großen Erfolge ausblieben, blieb die The Spencer Davis Group in verschiedenen Besetzungen bis heute on the road. 1970 zog Spencer Davis nach Kalifornien, wo er einige Soloalben aufnahm und wo er als Manager einer Plattenfirma andere Künstler wie Robert Palmer und Bob Marley förderte. Ab 1984 ging er auch mit Musikern wie Chris Farlowe, Pete York und Brian Auger wieder auf Tour. 1993 war er neben anderen Rockmusikern an dem Album The Classic Rock Allstars beteiligt, bevor er wieder mit der The Spencer Davis Group um die Häuser zog. Auch an den Supergroups World Classic Rockers und der Rock And Roll Army arbeitete er zusammen. Am 19. Oktober 2020 starb Spencer Davis im Alter von 81 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung.

04.11.2020 – Ken Hensley

Der am 24. August 1945 in London geborene Kenneth William David „Ken“ Hensley war ein britischer Gitarrist, Keyboarder und Sänger, der seine Karriere in den 1960er-Jahren zunächst als Gitarrist in verschiedenen Rockbands begann. 1965 wechselte er jedoch an die Hammondorgel, als er gemeinsam mit dem späteren The Rolling Stones Gitarristen Mick Taylor die Rockband The Gods gründete. Mit denen nahm er zwei Alben auf, bevor die Band dann über Toe Fat und Spice zu Uriah Heep mutierte. Ken Hensley gehörte 1969 neben Sänger David Byron, Gitarrist Mick Box, Bassist Paul Newton und Schlagzeuger Alex Napier zu den Gründungsmitgliedern der britischen Rocksaurier und prägte ihren Sound maßgeblich. Der größte Erfolg von Hensley war der Song Lady In Black, den er 1971 für das Album Salisbury von Uriah Heep geschrieben und auch eingesungen hat, obwohl er Gitarrist und Keyboarder und nicht Sänger und Frontmann der britischen Rockband war. 1980 verließ er die Band aus musikalischen Gründen und widmete sich ganz seiner Solokarriere. Ken Hensley starb am 4. November 2020 im Alter von 75 Jahren friedlich im Kreise seiner Familie, eine Todesursache wurde nicht bekannt gegeben.

07.11.2020 – Bones Hillman

Der im Mai 1958 in Auckland, Neuseeland geborene Wayne Stevens, bekannt unter dem Künstlernamen Bones Hillman, war ein neuseeländischer Bassist. Er begann seine musikalische Karriere in der neuseeländischen Punk Band Masochists, die alternativ auch als The Metal Masochists, MM, Vandals und The Avondale Spiders aktiv waren. Weitere Anlaufpunkte waren die Suburban Reptiles und The Swingers, bevor er 1980 nach Australien zog und dort ab 1987 Mitglied der erfolgreichen australischen Rockband Midnight Oil wurde, die mit Beds Are Burning weltweiten Erfolg hatte. Dort ersetzte er den Bassisten Peter Gifford. Bis zur Bandauflösung im Jahr 2002 blieb Hillman der Band treu. Am 7. November 2020 verlor er den Kampf gegen den Krebs und verstarb im Alter von 62 Jahren.

18.11.2020 – László Benkő

Der am 12. Juni 1943 in Budepest, Ungarn geborene László Benkő war ein ungarischer Musiker, Keyboarder und Komponist. Bereits in der Highschool war er Mitglied der Benkó Dixieland Band, bevor er zu Prophet wechselte, einer Vorgängerband der Progressive Rocker Omega. 1962 gehörte er dann zu den Gründungsmitgliedern von Omega, wo er zuerst Klavier, dann Orgel spielte. Später spielte er zudem Flöte, Trompete und Zither. Zwischen 1984 und 2012 veröffentlichte er zudem acht Soloalben. 2017 wurde bei ihm Leberkrebs diagnostiziert, was ihn aber nicht davon abhielt, weiter Konzerte zu spielen. Er kämpfte sich immer zurück und tat, als wäre alles in Ordnung. Später wurde auch noch Hautkrebs diagnostiziert. Am 18. November 2020 verlor er im Alter von 77 Jahren den Kampf.

21.11.2020 – Tamás Mihály

Der am 24. September 1947 in Budapest, Ungarn geborene Tamás „Misi“ Mihály war ein Rockmusiker und Komponist. Er lernte schon früh an der Béla-Bartók-Musikhochschule Cello, doch sein Herz schlug für den Rock. Er begann seine Karriere in Bands wie Scampolo und Futurama, bevor 1967 als Bassist zu den international erfolgreichen ungarischen Progressive Rockern Omega wechselte, wo er László Harmath ablöste. Neben dem Bassspiel übernahm Mihály auch andere Aufgaben, so komponierte er viele Songs und sang auch etliche Songs ein. Er war an allen Alben der Ungarn beteiligt, bevor er 1983 sein erstes Soloalbum aufnahm. 2011 folgte ein zweites Soloalbum, das überwiegend für Omega geschriebene Songs enthielt. Seinen letzten Auftritt als Omega-Bassist absolvierte er 2014, dann zog er sich zurück, weil man in der Band mittlerweile verschiedene Ansichten hatte. Am 21. November 2020 verstarb Tamás „Misi“ Mihály an Lungenkrebs im Alter von 73 Jahren.

05.12.2020 – Hubert Hering

Der am 13. November 1958 geborene Hubert Hering war ein deutscher Musiker, Gitarrist und Schlagzeuger, der schon früh dem Prog und Hard Rock von Genesis, Gentle Giant, Emerson, Lake & Palmer, Deep Purple und Eloy erlegen war. Nach dem Einstieg durch die Konzertgitarre an der Musikschule Bergheim folgte bald der Umstieg zum Schlagzeugspiel. Mit Mad Volunteer wurden erste Gehversuche unternommen, doch neben Studium und Job blieb nur wenig Zeit. Der Wiedereinstieg in die Rockmusik gelang nach der Jahrtausendwende über zahlreiche Coverbands, bis Hubert Hering dann letztendlich im Jahr 2010 hinter dem Drum Kit der Dortmunder Progressive Rocker Quiet Earth Platz nahm. Am 5. Dezember 2020 verstarb Hering völlig unerwartet im Alter von 62 Jahren, eine Todesursache wurde nicht bekannt.

09.12.2020 – Sean Malone

Der 1970 in Delran, New Jersey geborene Sean Malone war ein US-amerikanischer Bassist, Gitarrist und Keyboarder, der als Sessionmusiker für verschiedene Bands und Musiker im Latin Jazz, Bossa Nova und der britischen Popmusik tätig war. Bekannt wurde er ab 1993, als er ganz zufällig zu den Progressive Metallern Cynic stieß. Die Band wollte gerade das Debütalbum Focus in einem Studio aufnehmen, in dem Sean Malone als Technischer Assistent und Sessionmusiker tätig war, und so ersetzte er kurzerhand den gerade ausgestiegenen Tony Choy. Nach der ersten Trennung der Band arbeite er wieder als Sessionmusiker und ist so auf über 50 Alben zu hören. 1996 nahm er ein Album unter seinem eigenen Namen Cortlandt und zwei Alben mit seinem Projekt Gordean Knot auf, bevor er 2008 erneut bei Cynic landete und mit ihnen das Comeback-Album Traced In Air auf. Da er zudem als Universitätslehrer tätig war, ging er nicht mit Cynic auf Tour, jedoch war er 2011, von 2012 – 2015 und ab 2017 wieder mit an Bord. Über die Jahre verfasste Malone zudem vier Musikbücher über das Bassspiel. Am 9. Dezember 2020 verstarb der erst 50-jährige Musiker, eine Todesursache wurde nicht bekannt. Bereits im Januar 2020 verstarb der ehemalige Cynic Drummer Sean Reinert.

19.12.2020 – Mike Schafmeier

Mike Schafmeier gehörte 1977 als Schlagzeuger zu den Gründungsmitgliedern der DDR-Kultband Silly, die sich zunächst noch Familie Silly nannten. Der Mann mit dem Rauschebart war der Einzige, der es schaffte, Sängerin Tamara Danz das Mikro zu entreißen, denn er sang 1979 Sillys legendären Kneipensong Der Letzte Kunde. Sein Vermächtnis ist auf den Alben Tanzt Keiner Boogie? und Mont Klamott zu hören. 1984 verließ er die Band und stand im weiteren Verlauf drei Jahrzehnte mit der Kabarett-Band MTS auf der Bühne, mit der er seine größten Erfolge feierte. Am 19. Dezember 2020 verstarb nun der letzte Kunde Mike Schafmeier im Alter von 71 Jahren, eine Todesursache wurde bisher nicht bekannt.

19.12.2020 – Dieter Horns

Der in Hamburg geborene Dieter Horns war ein deutscher Musiker, Bassist und Sänger und gehörte 1970 zu den Gründungsmitgliedern der deutschen Kraut Rocker Lucifer’s Friend, die aus der Band Asterix heraus entstanden. Noch im gleichen Jahr erschien das selbst betitelte Debüt, auf dem Horns als Bassist und zweiter Sänger zu hören war. Die Band war wie ein Chamäleon und änderte für jedes neue Album ihren Stil und folgte anderen Vorbildern des Hard Rock, Progressive Rock, Jazz Fussion oder auch frühem Heavy Metal. Lucifer’s Friend wandelten als erste Deutsche auf den Spuren von Black Sabbath, ließen jedoch viele weitere Einflüsse in ihrer Musik zu. Am 19. Dezember 2020 verstarb Dieter Horns an Corona, er wurde 74 Jahre alt.

23.12.2020 – Leslie West

Der am 22. Oktober 1945 in New York City, USA geborene Leslie Weinstein war ein US-amerikanischer Sänger und Gitarrist, der als Mitbegründer des Hard Rock gilt. Er änderte schon früh seinen Nachnamen von Weinstein in West und begann mit 12 Jahren Gitarre zu spielen. Seine musikalische Karriere kam mit der Band The Vagrants ins rollen, mit denen er 1967 die erfolgreiche Cover-Version des Otis Redding-Hits Respect veröffentlichte. 1969 veröffentlichte West sein erstes Solo-Album Mountain, bevor er noch im gleichen Jahr gemeinsam mit dem Sänger- und Bassisten Felix Pappalardi die Hard Rock-Band Mountain gründete. Die Band wurde oft mit Cream verglichen, für die Pappalardi mehrfach als Produzent tätig war, und zeichnete sich durch extreme Lautstärke und stark verzerrte Gitarrensoli von West aus. Noch im Gründungsjahr traten Mountain beim legendären Woodstock-Festival auf. Mountain gelten neben Led Zeppelin als erste Hardrock-Band der Welt und West wurde zum Vorbild für Gitarristen wie Eddie Van Halen und Zakk Wylde. Nach der Trennung von Mountain veröffentlichten West und Mountain-Drummer Corky Laing zusammen mit Jack Bruce noch zwei Studio- und ein Livealbum unter dem Namen West, Bruce & Laing, bevor es 1974 zur Mountain Reunion kam, die aber nicht einmal ein Jahr anhielt. Leslie West arbeite in den 1970`er Jahren noch mit The Who und Bo Diddley, später mit Joe Bonamassa und Ozzy Osbourne. Mountain wurden über die Jahre noch mehrfach neu formiert und treten bis heute immer wieder mal sporadisch in Erscheinung. West litt schon viele Jahre an Diabetes, weshalb ihm 2011 auch ein Teil des rechten Beines amputiert werden musste. Am 23. Dezember 2020 verstarb Leslie West im Alter von 75 Jahren an einem Herzstillstand.

30.12.2020 – Alto Reed

Der am 16. Mai 1948 in Detroit, USA geborene Thomas Neal Cartmell war ein bekannter US-amerikanischer Saxophonist, der vor allem als Mitglied von Bob Seger & The Silver Bullet Band bekannt war. Reed tourte insgesamt 42 Jahre mit der Silver Bullet Band, die ihre größten Erfolge in den 1970`er und 1980`er Jahre feierte,  durch die Welt und war erstals auf Back In `72 (1973) zu hören. Zu seinen bekanntesten Aufnahmen zählen die Saxophon-Einführung in Turn The Page und das Saxophon-Solo in Old Time Rock And Roll. Desweiteren nahm er zwei Soundtracks zu Jeff Daniels-Filme auf und arbeitete mit vielen anderen Musikern und Bands zusammen, darunter Foghat, Grand Funk Railroad, Spencer Davis, Tico Torres, The Blues Brothers … u.v.m. Alto Reed starb am 30. Dezember 2020 im Alter von 72 Jahren an Darmkrebs.

Weitere Beiträge
Time For Metal Zeitreise – Manowar – Kings Of Metal (1988)