Vilemass – Gore Weed Distortion

Bella Italia und der schöne, brutale old school Death Metal amerikanischer Natur

Artist: Vilemass

Herkunft: Italien

Album: Gore Weed Distortion

Spiellänge: 33:09 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 27.02.2021

Label: Cult Of Parthenope

Link: https://vilemassit.bandcamp.com/releases

Bandmitglieder:

Gesang und Bassgitarre – Antonio Cosmai
Gitarre – Pietro Dell`Olio
Schlagzeug – Leo Pizzi

Tracklist:

  1. Brain Filth Waves
  2. Beast Of No Land
  3. Carnage By Slut
  4. Perverse Affliction
  5. Blaze To Sanify
  6. Gore Weed Distortion
  7. Made Of Lies
  8. Murderous Insanity
  9. Fire On Apocalypse
  10. Fire On The End

 

Das Trio aus Bisceglie/Italien ballert seit 2015 im Underground herum. Nach einer EP im Jahre 2016 wurde es ruhig um die Band. Anscheinend hat man sich im Proberaum eingeschlossen, um neue Granaten auf die Menschheit loszulassen. Hat sich anscheinend gelohnt und so konnte man einen Deal mit dem englischen Label Cult Of Parthenope (u.a. Vanhelga, Tenebra) ergatten und nun liegt mir das Debütalbum vor.

Wie so üblich beginnt ein Death Metal Album mit einem bedrohlichen Intro (Brain Filth Waves). So weit so gut. Die ersten richtigen Töne gibt es dann bei Beast Of No Land zu hören. Vier Drumschläge läuten das Geschehen ein, bevor man dann mit langsamem und wirrem Riffing fortsetzt. Diese Handhabung wird noch ein wenig ausgebaut, klingt wirr und konfus, aber nicht übertrieben. Dann kommen Gitarrenvorspieler und los geht die wilde Reise. Cooles Riffing kombiniert mit Blastbeatattacken. Man wechselt in einen irren Midtempopart, um diesen dann wieder zu attackieren. Ein geiles Riffing, welches sehr abwechslungsreich daherkommt und das eine oder andere Male an Cannibal Corpse erinnert. Dann nimmt man das Tempo raus und groovt sich den Wolf. Dieses ist aber nur ein kurzes Vergnügen, dann sofort erfolgt wieder eine Blastbeatattacke und man setzt die Reise im High Tempo fort. Der Song ist hintenraus vielleicht ein wenig zu lang, macht aber ansonsten richtig Spaß. Am Ende gibt es noch ein wildes Solo. Noch einmal Vorspieler und man wechselt noch ein-, zweimal das Riff und dann ist Feierabend. Das Riffing ist teilweise sehr thrashig angelegt und in Verbindung mit den brutalen Death Metal Attacken klingt das Ganze recht böse und zerstörend.

Das Eröffnungsriff von Carnage By Slut ist eine absolute Hommage an Cannibal Corpse. Technisch einwandfrei vorgetragen bietet man einwandfreien brutalen Death Metal mit Obertönen an. Teilweise verspielt und vertrackt. Mir ist das an der einen oder anderen Passage auch zu viel. Das CC-Gedächtnisriff zieht sich aber durch den ganzen Song. Irgendwann erklingt eine Frauenstimme und man wechselt in einen schnellen Uftatapart. Richtig fett old schoolig. Ja, das passt. Auch hier sind wieder die Amerikaner zu nennen. Ein wildes Solo wird mit eingebaut. Kommt gut.

Auch bei Perverse Affliction zeigt man sich von der technischen Seite, klingt aber sehr dynamisch und zum Punkt kommend. Fettes Riffing und natürlich knatterndes Drumming. Schockt. Wesentlich direkter als der Vorgänger. Lecker Teil. Ach ja, die Vocals sind natürlich herrlich tief. Muss man ja eigentlich nicht extra erwähnen. Auch hier dienen CC als Vorlagengeber, aber auch Morbid Angel schlagen die eine oder andere Flanke, um mal beim Fußballjargon zu bleiben. Gerade beim Groovepart. Knallt gut!

Was Vilemass draufhaben, ist das Einstreuen von Wendungen. Immer wieder bauen sie diese ein und nehmen Breaks zur Hilfestellung dazu. Das macht das Songwriting sehr abwechslungsreich. Gut zu hören bei Made Of Lies. Auch hier hört man gerade in den schleppenden Elementen die Einflüsse von Morbid Angel heraus. Aber auch Deicide darf und sollte erwähnt werden.

Neben den gutturalen Growls kommen immer wieder kehlige Schreie zum Einsatz, die gezielt eingesetzt werden und somit eine brutale Atmosphäre schaffen. Hinzu kommt eine wirklich transparente und gute Produktion, die gut drückt und die Mucke ins richtige Licht stellt.

Ich muss sagen, dass die Burschen mich echt überrascht haben. Ich bin ein großer Fan von Cannibal Corpse, Morbid Angel und Decide und genau diese Richtung schlagen sie ein. Der eine oder andere Song ist mir zu lang und es fehlt ein Übersong wie Hammer Smashed Face oder Dead But Dreaming, aber ansonsten gibt es echt nichts zu meckern. Gutes, brutales Death Metal Album.

Vilemass – Gore Weed Distortion
Fazit
Freunde des brutalen old schooligen Death Metals, die Morbid Angel zum Frühstück verspeisen, mittags Cannibal Corpse mit Nachschlag essen und sich zum Abendbrot noch mit Deicide den Bauch vollschlagen, sollten beim Debüt der Italiener unbedingt zuschlagen.

Anspieltipps: Beast Of No Land und Perverse Affliction
Michael E.
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