Vomit Ritual – Callous

Trotz langer Wartezeit zeigen sich diese Kalifornier gefühlslos

Artist: Vomit Ritual

Herkunft: USA

Album: Callous

Spiellänge: 33:38 Minuten

Genre: Death Metal / Black Metal

Release: 16.07.2021

Label: Pulverised Records

Link: https://pulverised.bandcamp.com/album/callous

Bandmitglieder:

Gesang und Gitarre – Sado Chaos
Bassgitarre – Sexgoat Sodomizer
Schlagzeug – Ominous Carnality

Tracklist:

  1. Strangling Opposing Throats
  2. Asphyxiated
  3. Paracusia Nexus
  4. Lower Vibrational Entities
  5. Penetrating The Infectious Wound
  6. Sadolustic Crucifixions
  7. Nervous Temple

Die Sonne in Kalifornien macht es einem nicht so einfach, glaube ich. Die Veröffentlichung der Band Vomit Ritual hält sich wahrscheinlich deswegen in Grenzen. Seit 2008 ist das Trio unterwegs und konnte bis dato lediglich zwei Demos, eine Split, ein Livealbum und eine Compilation auf dem Markt werfen. Nun ist es also so weit, das Debüt wird via Pulverised Records das Licht der Welt erblicken.

Strangling Opposing Throats macht den Anfang und legt mit langsamen und bedrohlichen Gitarrenriffs los, welche von schleppenden Drumtakten begleitet werden. Die Vocals setzen ein und es wird schnell. Schwarz angehauchter Death Metal kommt aus den Boxen. Sehr düster, atmosphärisch und dunkel. Der Part zieht sich und am Ende nimmt man das Tempo wieder raus. Cleangeräusche mit Drumming beenden das Szenario. Klingt wie eine Eröffnung.

Und so scheint es auch zu sein, denn Asphyxiated knattert gleich von Anfang an los, als ob der Leibhaftige persönlich hinter ihnen her wäre. Kurze Tempoverschleppung und dann wieder volle Attacke. Klingt sehr aggressiv und fett. In der Mitte entspringt ein Fluss und in diesem Falle eine Melodie und ein schon fast groovender Part. Gutes Zwischenspiel, dieses wird noch weiter ausgebaut und sehr düster und finster schleppt man sich ins Ziel.

Paracusia Nexus geht 90 Sekunden und ist eine bedrohliche Klangkulisse und kein Song an sich.

Lower Vibrational Entitie ist wohl der interessanteste Song auf diesem Album. Hier überzeugen sie mich mit dem Riffing, sowohl beim schnellen als auch beim mittelschnellen Teil. Das Riffing klingt sehr blackig. Beim mittelschnellen Part kommt die Doublebass hinzu und diese ist fett. Man hat zwar alles schon irgendwie gehört, kommt aber interessant aus der Anlage geschallert. Mit verzögerten Vorspielern geht es weiter und man hat immer das Gefühl, es muss eine Blastattacke folgen, es kommt aber eine Melodie und danach wechselt man ins Uptempo. Danach folgt ein geiler Mitbangpart mit Tempoverschärfung.

Penetrating The Infectious Wound legt dann wieder los wie die Feuerwehr und löscht nicht das Feuer, sondern legt es. Ein riesiger Brand wird entfacht, welcher nach und nach gelöscht wird. Es folgt ein aggressiver Midtempopart und dieser lädt zum Bangen ein. Das aggressive und düstere Shouting unterstützt das böse Treiben. Ein schleppender Part folgt wieder und wie aus dem Nichts wird dieser wieder niedergeballert. Hier wechselt man öfter den Rhythmus. Der Gesang kommt hier sehr fett.

Sadolustic Crucifixions legt mit einem fetten Death Metal Element los, vorgetragen im Midtempo. Danach holt man dann den guten Blastbeat heraus und lässt die Vernichtung beginnen. Ja, absolut brauchbar. Der Death Metal Anteil ist wesentlich höher. Gutes Songwriting und vor allem sehr brutal. Und auf einmal kommt ein Moshpit-Kracher.

Nervous Temple ist der absolute Rausschmeißer. Knappe zehn Minuten Zusammenfassung über das, was bisher geschah. Schleppende Parts und Highspeedgeballer folgen aufeinander, ohne sich gegenseitig auszuspielen oder sich die Räume zu nehmen.

Nicht alles gefällt mir, aber ich muss sagen, dass mir diese Mischung aus Death und Black Metal gefällt. Viele geile Sachen dabei.

Vomit Ritual – Callous
Fazit
Vomit Ritual haben ziemlich lange gebraucht, um dieses Album auf den Markt zu werfen. Was Neues erwartet einen nun auch nicht wirklich, aber dafür etwas Interessantes. Die Burschen mischen Death und Black Metal und das machen sie richtig gut.

Anspieltipps: Asphyxiated und Lower Vibrational Entities
Michael E.
7.8
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