War Brigade Release-Konzert – Mystic Prophecy und God’s Army am 20.03.2016 im Rockpalast, Bochum

“Der etwas andere Sonntagnachmittag“

Eventname: War Brigade Release-Konzert

Headliner: Mystic Prophecy

Vorband: God’s Army

Ort:
Rockpalast, Bochum

Datum: 20.03.2016

Kosten: für Inhaber eines Tickets der Orden Ogan-Show vom 18.03.2016 in der Matrix Eintritt frei, ansonsten 9,00€ VK, 13,00€ AK

Genre: Heavy Metal, Power Metal, Rock

Veranstalter: Rockpalast Bochum (http://www.matrix-bochum.de/matrix/index.php)

Link: https://www.facebook.com/events/1694176910871757/?active_tab=posts

Setlisten:

  1. The World That Never Was
  2. Hear You Scream
  3. Enemy Maker
  4. Free Your Mind
  5. Final Destination
  6. Gods Must Be Crazy
  7. Running Around In Circles
  8. God’s Army

  1. Kill The Beast
  2. Savage Souls
  3. The Crucifix
  4. Killhammer
  5. Lords Of Pain
  6. To Hell And Back
  7. We Kill! You Die!
  8. Hate Black
  9. Endless Fire
  10. Metal Brigade
  11. Evil Empires
  12. Ravenlord
  13. Sex Bomb

Zugabe

  1. Paranoid

 

War Brigade Releaseshow Konzertplakat 2016
Ziemlich kurzfristig war ja bekannt gegeben worden, dass die Band Mystic Prophecy nicht als Support bei der Book Of Ogan Tour der Band Orden Ogan dabei sein würde. Um die Mystic Prophecy-Fans aber zumindest ein klein wenig zu entschädigen, wurde für den 20.03. zum Release-Konzert in den Rockpalast nach Bochum eingeladen. Damit auch niemand am Montag verschlafen zur Arbeit kommt, war der Beginn auf 18:00 Uhr angesetzt. Also mal kein gemütlicher Sonntagnachmittag bei Kaffee und Kuchen, sondern nette Leute treffen und gemeinsam ordentlich Headbangen war angesagt. Das haben sich neben mir auch erstaunlich viele Metalheads gedacht, und so ist der Rockpalast für eine Show an einem Sonntagnachmittag doch gut gefüllt.

Mit der meiner Meinung nach mächtig unterbewerteten Band God’s Army geht es los. Waren sie Anfang 2015 als Support für Scanner noch zu dritt aufgetreten, kann man heute mit Eddie Van Dahl an der Rhythmusgitarre ein neues Mitglied vorstellen. Heute also wieder zu viert, aber an der musikalischen Ausrichtung hat sich natürlich nichts geändert, was Sänger und Bassist John A.B.C. Smith auch lautstark verkündet: „We play 100% fucking Rock’n’Roll!“. Und dieser Rock’n’Roll geht auch mächtig gut nach vorn. Die Besucher halten zwar noch ein wenig Abstand zur Bühne (was mir das Fotografieren erleichtert), aber da werden von Anfang an eifrig die Haare geschüttelt, Fäuste nach oben gereckt und Headbanging-Einlagen vom Feinsten gezeigt. Das letzte Album der Band stammt aus dem Jahr 2014, aber man ist zurzeit dabei, neues Material zu produzieren. Auch von diesen Werken gibt es heute was auf die Ohren. Die Songs Enemy Maker, Free Your Mind und Final Destination werden ihren Platz auf dem für 2016 geplanten Album finden, und bereits diese Songs lassen mich der Veröffentlichung mit Vorfreude entgegenfiebern. Bei der sehr mitreißenden Show, die die drei Männer an den Saiten und Mark Cross am Schlagzeug liefern, vergeht die Zeit wie im Flug, und natürlich kann man alle Bandmitglieder auch danach noch auf ein Gespräch oder ein leckeres Kaltgetränk treffen.

God's Army

God’s Army

Dann kommt aber endlich das Intro zum Auftritt von Mystic Prophecy, die gerade am 18.03. ihr neustes Album War Brigade rausgehauen haben (Review hier). Das soll heute natürlich gefeiert werden, aber wie auch schon bei der Release-Show zum Album Ravenlord in 2011 besteht die Setliste aus einem bunten Mix von alten und neuen Songs, überwiegend von den Alben Ravenlord, Killhammer und dem aktuellen War Brigade. Der älteste Song ist heute definitiv Lords Of Pain vom Album Regressus aus 2003, aber auch die Alben Savage Souls und Fireangel werden bedacht. Diese sehr gelungene Mischung wird von den Anwesenden mit begeisterten Mitsing-Chören gefeiert, und das Publikum gerät, genau wie die Bandmitglieder auf der Bühne, mächtig in Wallung.

Mystic Prophecy

Mystic Prophecy

Zum ersten Mal dabei ist heute Joey Roxx am Bass. Vorgestellt wird sie von Sänger Lia mit einem heftigen Augenzwinkern und den Worten, dass man mit ihr jetzt endlich auch die vorgegebene Frauenquote von 30% erfüllen könne. Das sorgt für einen der vielen Lacher, die heute durch den Rockpalast schallen. Auftritte von Mystic Prophecy machen halt immer wieder Spaß, denn es ist toll, den Männern (und jetzt auch dem Mädel) bei ihrer ungekünstelten Spielfreude zuzusehen. Dabei könnte die Bühne wahrscheinlich halb so groß sein, das würde den Bewegungsdrang von Lia und der Saitenfraktion auch nicht wesentlich einschränken. Schlagzeuger Tristan Maiwurm sitzt zwar überwiegend, aber auch ihn zu fotografieren, ist eine Herausforderung, denn das, was da über das Drumkit herausragt, ist immer in Bewegung. Besonders beeindruckt bin ich immer von der Performance, die Markus Pohl an der Rhythmusgitarre hinlegt, denn das sind sehr oft fast formvollendete Spagate, zu denen ich nicht mal ansatzweise in der Lage bin 😀

Mystic Prophecy

Mystic Prophecy

Aber dann ist auch diese Setliste durchgespielt, und der letzte Song steht an. Nach den sehr unterschiedlichen Kommentaren in den diversen Reviews fragt Lia aber doch lieber erst einmal an, ob wir denn überhaupt die Mystic Prophecy-Coverversion von Sex Bomb hören möchten. Natürlich wollen wir, und nachdem Lia schon einmal ganz im Stile von Tom Jones loslegt und der Gesang problemlos von einem der anwesenden Metalheads fortgeführt werden kann, was für einen weiteren Lacher sorgt, ist es beschlossen. Auch bei diesem Song ist der überwiegende Teil der Anwesenden doch sehr textsicher, und so geht die reguläre Setliste mit einem gemeinsamen Absingen zu Ende. Wie es aber bei Konzerten von Mystic Prophecy fast schon Standard ist, kommt die Band natürlich nicht von der Bühne, ohne die richtig tolle Coverversion vom Black Sabbath-Song Paranoid zum Besten gegeben zu haben. Diese Version wurde auf dem 2007er Album Satanic Curses veröffentlicht und dürfte seitdem wahrscheinlich wirklich bei jeder Mystic Prophecy-Show zumindest als Zugabe erklungen sein.

Mystic Prophecy

Mystic Prophecy

Nach der Show ist es dann sehr schwierig, sich durch die Menge, die den Merchandise-Stand umlagert, zu winden. Hier im Café des Rockpalast kann man dann auch die Mitglieder beider Bands zu einem netten Plausch treffen, was ein Großteil der Besucher natürlich gern nutzt. Und ich schreibe es auch gern noch einmal und immer wieder: So liebe ich das! Wenn sich Bands dermaßen fannah verhalten, wie das God’s Army und Mystic Prophecy heute tun, dann fällt es mir im Gegenzug doch noch viel leichter, diese Bands so gut wie möglich zu unterstützen. Und wenn wir bei Time for Metal auch Konzerte bewerten würden, würde diese Show hier mindestens 9/10 Punkten von mir kriegen 😀

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