Artist: Owlbear
Herkunft: USA
Album: Feather And Claw
Genre: Heavy Metal, Power Metal, US Power Metal, NWoTHM
Spiellänge: 45:48 Minuten
Release: 28.02.2025
Label: Alone Records
Link: https://owlbearmetal.bandcamp.com/album/feather-and-claw
Bandmitglieder:
Gesang, Gitarre – Katy Scary
Schlagzeug – Estee Slaughter
Bass – Leona Hayward
Gitarre – Jeff Taft
Gastmusiker:
Rob Steinway: Solo bei Hawkriders Of The Wastes
Ian Cowell: Solos bei Crawl From The Carcass
Dean “Longestsoloever” DiMarzo: Solo bei Devastation Be My Name
Tracklist:
- As Arrows Hail
- Shadow Of The Dragon
- Crawl From The Carcass
- Altar Of Earth
- Song Of The Grey Witch
- Hawkriders Of The Wastes
- Wild Shape
- Devastation Be My Name
- Bloodsilver
- The Fall Of Netheril
OWL was? Haben Leute aus dem Landkreis Ostwestfalen Lippe zu viel Bier getrunken und sich beim Namen ihrer Band verschrieben? Die Gaming Fans kennen die Figur Owlbear eventuell. Für einige amerikanische Musiker und Musikerinnen war das Inspiration genug, um daraus eine Band zu formen.
Waren es in den 80ern und 90ern Fantasy-Bücher, die die Power-Metaller der Welt inspirierten, so kommt die neue Generation eher aus dem Gaming-Kosmos. Nicht alles, was auf den Markt schwappt, verfügt auch über die notwendige Qualität. In der Regel sind die bekannten Undergroundlabels wie No Remorse, Dying Victims Productions oder High Roller Records weltweit unterwegs, um die neuen Perlen aufzufischen. Bei Owlbear hat das mit dem Fischen nicht so ganz funktioniert. Bereits das 2023er-Debüt Chaos To The Realm lieferte starkes Material, blieb aber weitgehend unbeachtet. Auch der Zweitling Feather And Claw, der seit Februar auf Bandcamp verfügbar ist, wird nur durch das griechische Label Alone Records in Europa verbreitet. Mittlerweile ist auch High Roller Records auf den Zug aufgesprungen und die neue CD ist im Online-Shop zu finden. Prognose: Das Re-Release von Feather And Claw bei einem bekannten Label wird kommen.
Wer sich die Vita der Bandmember etwas genauer ansieht, der stolpert eventuell über Adamantis. Gitarrist Jeff Taft war dort bis 2022 aktiv. Adamantis sind bei No Remorse Records und veröffentlichten vor kurzem mit Reforged ihr zweites Album. Musikalisch in eine ähnliche Kerbe schlagen auch Owlbear. Eine Mischung aus europäischem und US-Power-Metal, klassischem Heavy Metal und einem Schuss Epik gibt es auf die Ohren. Eigentlich alles, um sich für die bekannten Old-School-Festivals ins Rampenlicht zu spielen.
As Arrows Hail legt mächtig los und Sängerin Katy Scary hinterlässt einen starken Eindruck. Eingängig und mit Tempo, aber ohne Kitsch, startet das Quartett. Nachschlag? Aber klar, Shadow Of The Dragon klingt etwas mehr nach US-Metal. Crawl From The Carcass gibt den Instrumenten mehr Freiraum, in dem sich vor allem der Bass hervortut und dem Stück einen speziellen düsteren Touch verpasst, der mit einem überragenden Refrain veredelt wird.
Auch Keifen kann Scary und galoppiert mit Altar Of Earth im NWoBHM-Style durch die Landschaft. Balladesker Einstieg gefolgt von gradliniger Saitenarbeit: Song Of The Grey Witch legt gnadenlos nach, dagegen setzt der Nachfolger Hawkriders Of The Wastes auf Melodie und Ohrwurmeffekt. Können Helloween sowas auch noch?
Egal ob das temporeiche Wild Shape, Devastation By The Name mit Assoziation in Richtung Iron Maiden oder Bloodsilver: Owlbear legen eine starke Nummer nach der anderen auf den Tisch und empfehlen sich für höhere Aufgaben. Der Schlusspunkt nennt sich The Fall Of Netheril, der sich durch seine düstere Atmosphäre von den anderen Tracks abhebt und im Midtempo die Hörerschaft zum Scheibenende begleitet.




