Band: In Flames
Support: Sylosis, Orbit Culture
Ort: Haus Auensee, Leipzig
Datum: 20.06.2025
Genre: Heavy Metal, Progressive Metal
Besucher: ca. 2000 Besucher
Link: https://inflames.com/
Es ist Freitag, der 20. Juni, und wir sind auf dem Weg ins Haus Auensee in Leipzig. Das wunderschön gelegene Konzerthaus liegt eher am Rand der Stadt. Das soll uns und einige andere Metalheads aber nicht abhalten. Heute steht auf den Bühnenbrettern niemand Geringeres als die Schweden von In Flames. Vor ein paar Tagen gab die Band bekannt, dass sie einen personellen Wechsel vollziehen werden und so kommen wir heute in den Genuss, Jon Rice am Schlagzeug zu erleben. Wir sind gespannt, wie sich dieser schlägt.

Doch erst einmal sind die Supportbands an der Reihe. Den Anfang machen Sylosis. Diese kommen aus England und lassen mit einer ordentlichen Mischung aus Thrash und Modern Metal die Wände im Haus Auensee erzittern. Die Stimmung ist schon auf einem guten Niveau und auch der erste Mosh Pit bildet sich. Sylosis haben definitiv mehr als nur Supportformat.
Weiter geht es mit einer Band, die eigentlich der Grund für unseren heutigen Besuch ist – sorry In Flames. Orbit Culture haben uns mit ihren düsteren und atmosphärischen Klängen schon auf Platte überzeugen können und nun wollen wir sehen, wie das live rüberkommt. Wir werden nicht enttäuscht. Die Atmosphäre ist grandios und Sänger Niklas Karlsson gelingt der Wechsel zwischen Growls und Klargesang wunderbar. Ein intensiver Auftritt, der nach mehr schreit. Wie praktisch, dass Orbit Culture im Herbst auf Headlinertour gehen. Wir sind dabei!

Nach einer kurzen Umbauphase stehen dann die heutigen Headliner auf der Bühne. Die Stimmung ist auf dem Höchstpunkt und In Flames nutzen diese natürlich direkt aus. Den Line-Up-Wechsel merkt man kaum. Jon Rice fügt sich wunderbar in die Band ein und alles klingt harmonisch. Erster Song des Abends ist Pinball Maps und allen ist klar: Hier werden heute Abend keine Gefangenen gemacht und ordentlich mit The Great Deceiver und Deliver Us abgerissen! Insgesamt ist die Setlist ein schöner Mix aus alten und neueren Songs und die Bühnenpräsenz von Sänger Anders Fridén macht den Auftritt rund. Die Fans werden mit den Hits wie Voices oder Trigger mächtig auf gepusht. Das Set ist unglaublich bunt und greift alle Epochen der Bildgeschichte auf. Härtere Tracks haben wie gewohnt gegenüber den moderneren Werken das nachsehen. In Flames liefern eine schweißtreibende Show. Die Lichter der Schweinwerfer unterstreichen stimmungsvoll die Kompositionen. Meet Your Maker bildet einen der vielen Höhepunkte der frenetisch gefeiert wird. Der Auftritt vergeht wie im Fluge mit State Of Slow Decay ist bereits das letzte Drittel erreicht. Das Publikum ist jedoch noch nicht Müde und hat zweifelsohne Lust auf mehr. Alias und The Mirror’s Truth tragen Band und Meute ins Finale. Die Haare fliegen im Wind und kleben verschwitzt im Gesicht. Die Pommesgabel darf bei I Am Above nicht fehlen der die Stimmung noch mal anziehen kann. Ohne dem Evergreen Take This Life dürfen die Skandinavier die Bühne nicht verlassen. Die Männer aus Göteborg geben nochmal alles und setzten zum Abschluss ein atmosphärisches Feuerwerk, welches lautstark mit gegrölt wird. Dem Publikum wurde viel geboten und jeder geht heute glücklich nach Hause. Ein toller Konzertabend!



