Event: Thin Lynott – 30 Jahre Live And Dangerous
Bands: Thin Lynott
Ort: Logo Hamburg, Grindelallee 5, 20146 Hamburg
Datum: 24.01.2026
Kosten: VVK 18 € plus Gebühren, AK 23 €
Zuschauer: ca. 250
Genre: Hard Rock, Classic Rock
Links: https://www.logohamburg.de/
Setlist:
- Jailbreak
- Waiting For An Alibi
- Dancing In The Moonlight
- Massacre
- Got To Give It Up
- Johnny The Fox
- Warriors
- Still In Love With You
- Do Anything You Want To
- Rosalie
- Cowboy Song
- The Boys Are Back In Town
- Don’t Believe A Word
- Southbound
- Whiskey In The Jar
- The Sun Goes Down
- Are You Ready?
- Black Rose
- Cold Sweat
- Suicide
- Chinatown
- Out In The Fields
Während Helloween als Septett die großen Hallen füllen, ist das Urgestein der Kürbisköpfe auch gerne in der Hamburger Metalszene unterwegs. Markus Grosskopf zupft seit mehr als 40 Jahren den Bass bei den Power-Metallern, ist aber unter anderem auch bei Bands wie Kickhunter oder der Thin-Lizzy-Cover-Band Thin Lynott aktiv. Kleiner Club, viele bekannte Menschen – das ist eine intime Atmosphäre und ein anderes Ambiente als die sterilen großen Arenen. Heute im Logo stehen neben Grosskopf der Iron-Savior-Gitarrist Joachim „Piesel“ Küstner und Matthias Lange von Metalium mit auf der Bühne, der bereits vergangene Woche mit Bon Scott die Meute im Logo bestens unterhielt. Es ist angerichtet für einen entspannten Abend mit exzellenten Musikern.

Bereits vor der Show sind die Protagonisten im Club unterwegs. Viele bekannte Gesichter gilt es zu begrüßen. Gegen 20 Uhr ist es so weit und ohne großes Brimborium entern die Herren die Bühne. Dass die Band in dieser Konstellation gerade einmal zwei Probeläufe hatte, ist kaum zu merken. Die Erfahrung von unzähligen Gigs und vor allem der Spaß an der Musik sorgen für einen starken und vor allem handgemachten Sound. Hier kommt nichts vom Band und keiner der Herren hat einen doppelten Boden, wo bei einem Ausfall eines Instruments eventuell die Tonmaschine hilft. Das betrifft im Laufe der Show sowohl Grosskopf als auch Küstner, wobei der Kontakt abreißt beziehungsweise die Saite ihre Spannung verliert.

Es geht um das Erbe von Thin Lizzy und hier vor allem mit dem Blick auf die Liveplatte Live And Dangerous aus dem Jahr 1978, die die Protagonisten in jungen Jahren prägte. Folglich sind Nummern im Set wie Massacre, Warriors oder Suicide, die eventuell kein klassischer Best-of-Stoff von Thin Lizzy sind. Aber diese Live-Atmosphäre von vor knapp 50 Jahren hat viele Menschen geprägt und die Musik ist einfach zeitlos. Auch die jüngere Generation im Publikum stellt fest, dass viele der Nummern bekannt sind und die eigentlich jeder mitsingen kann.
Das Set teilt sich – nach Rosalie gibt es circa 30 Minuten Pause, in der Fans und Musiker etwas Luft schnappen können, die heute sehr kalt ist, und während der Show verwandelt sich Hamburg in eine Winterlandschaft. Whisky In The Jar begleitet Matthias Lange mit Akustikgitarre und liefert sich mit Piesel Küstner nicht nur einmal bockstarke Riffduelle. Gegen Ende der Show übergibt Grosskopf seinen Bass an einen befreundeten Musiker, der für Cold Sweat und Suicide übernimmt. Nach guten zwei Stunden endet einige Minuten vor 23 Uhr die Show im Logo. Für 20 € hochkarätige Musiker von Helloween, Iron Savior und Metalium erleben, geht das? Ja, im Logo in Hamburg. Ein besonderer Dank geht an Markus Grosskopf, der einfach Spaß an der Musik hat und die kleinen Clubs der Hansestadt nach wie vor unterstützt.












