Black Label Society – Engines Of Demolition

27.03.2026 – Hard Rock, Classic Rock, Heavy Metal – Spinefarm Records – 52:43 Minuten

Das vergangene Jahr war für den ehemaligen Ozzy-Osbourne-Gitarristen Zakk Wylde ein besonderes Jahr. Rund um die finale Show von Ozzy in Birmingham war er selbstverständlich mit dabei. Der Tod von Ozzy hat Wylde anscheinend dazu animiert, gleich mehrere Songtexte zu verfassen, in denen es um den Abschied geht. Das gipfelt in Ozzy’s Song zum Ende von Engines Of Demolition.

Engines Of Demolition und das Thema Abschied

Der Auftakt tönt im bekannten Black-Label-Society-Gewand aus den Boxen. Name In Blood groovt, knarzt und knattert. Ein Streitpunkt war und ist der Gesang. Wylde kommt wie gewohnt rüber und dürfte zumindest seine Fanbase auch mit dem nachfolgenden Gatherer Of Souls zufriedenstellen. Über das Gitarrenspiel müssen wir nicht diskutieren. Ozzy Osbourne hatte immer eine exzellente Begleitband, sodass Wylde nicht ohne Grund mehr als 30 Jahre an seiner Seite war.

Nachdenklicher, mit einer bluesigen Note, kommt The Hand Of Tomorrows Grave daher, bevor mit Better Days & Wiser Times balladeske Töne angeschlagen werden. Wer Probleme mit den Vocals von Wylde hat, sollte unbedingt in die Ballade reinhören, in der vor allem die Stimme dem Teil eine ganz besondere Atmosphäre verpasst. War Ozzy eine gesangliche Koryphäe? Nicht nur in den Lyrics lassen sich Parallelen zu Wild Horses von den Rolling Stones finden.

Dagegen verblasst Standardmaterial wie das groovende Broken And Blind, The Gallows oder die beiden Metaller Lord Humungus und Pedal To The Floor, wobei hier kein schlechtes Material zu konstatieren ist. Nummern wie zum Beispiel Above & Below, in denen die ruhigen Passagen im Wechselspiel mit der Saitenarbeit aufhorchen lassen, stechen aber noch mehr hervor.

Tschüss und danke, Ozzy

Akustische Gitarre und Lagerfeuerromantik – Black Label Society ziehen alle Register der Melancholie und setzen mit Back To Me ein weiteres Ausrufezeichen, wobei die zweite Ballade nicht an Better Days & Wiser Times herankommt. Mit dem nach vorne preschenden Hard-Rocker The Stranger geht es zum Finale und das kann nur Ozzy Osbourne gehören. Die dritte Ballade, erneut mit Klavier, nennt sich passend Ozzy’s Song, womit sich Wylde von Ozzy verabschiedet. Gleichzeitig liefert er eine gelungene Hommage und wird damit nicht nur bei seinen Fans für einen besonderen Moment sorgen.

Hier geht es für weitere Informationen zu Black Label SocietyEngines Of Demolition in unserem Time For Metal Release-Kalender.

Black Label Society – Engines Of Demolition
Fazit zu Engines Of Demolition
Zakk Wylde und Black Label Society liefern mit Engines Of Demolition eine Platte, die mehr in Richtung Hard Rock und Classic Rock tendiert und vor allem mit ihren zwei hervorstechenden Balladen punktet. Better Days & Wiser Times und Ozzy’s Song sollten auch Nicht-Balladen-Fans antesten. Wylde und seine Mannen sind routiniert genug, um Ausfälle zu vermeiden. Unnötige Längen oder Skip-Kandidaten sind folglich nicht auf der LP zu finden. Dafür setzen die Protagonisten auch metallische Akzente und die eine oder andere bluesige Note sorgt für zusätzliche Abwechslung.

Es bleibt das Thema Zakk Wylde und Gesang. Wer bisher mit den Vocals nicht anfangen konnte, den wird auch Engines Of Demolition nicht vom Gegenteil überzeugen. Unterm Strich bleibt eine Empfehlung für Rockfans, die mit der vielseitigen Musik ihren Spaß haben sollten.

Anspieltipps: Better Days & Wiser Times, Pedal To The Floor und Ozzy’s Song
Jürgen F.
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