A Pale Horse Named Death – Infernum In Terra

Das blasse Pferd ist nun bereits zum vierten Mal unterwegs

Artist: A Pale Horse Named Death

Herkunft: New York City, USA

Album: Infernum In Terra

Genre: Gothic Metal, Doom Metal

Spiellänge: 54:31 Minuten

Release: 24.09.2021

Label: Long Branch Records

Link: http://www.apalehorsenameddeath.com/

Bandmitglieder:

Gitarre, Gesang – Sal Abruscato
Gitarre – Joe Taylor
Gitarre – Eddie Heedles
Bass – Oddie McLaughlin
Schlagzeug – Chris Hamilton

Tracklist:

  1. Infernum
  2. Believe In Something (You Are Lost)
  3. Cast Out From The Sky
  4. Shards Of Glass
  5. Lucifer’s Sun
  6. It Is Done
  7. Two Headed Snake (Propofol Dreams)
  8. Slave To The Master
  9. Devil’s Deed
  10. Reflections Of The Dead
  11. Souls In The Abyss

Seit dem 24.09.2021 sind A Pale Horse Named Death mit ihrem neuen Album zurück und bringen uns die Hölle auf Erden, so jedenfalls die Übersetzung von Infernum In Terra, zurück. Infernum In Terra ist das vierte Album der sogenannten Brooklyn Lords of Doom um den ehemaligen Mitbegründer von Type O Negative und Schlagzeuger Sal Abruscato (Gesang, Gitarre).

Erschienen ist das neue Werk von A Pale Horse Named Death erneut über Long Branch Records. Verfügbar ist es als CD und in den Vinylvarianten black, natural transparent black white opaque splatter (250 Stück) und clear red transparent splatter (250 Stück). Beide Farbvarianten sind nur exklusiv über den Napalm Records Mailorder zu bekommen.

Einen kleinen Cut hat es dieses Mal bei dem blassen Pferd gegeben. Die beiden Gitarristen Eddie Heedles und Joe Taylor sind geblieben. Die Rhythmusfraktion wurde ausgewechselt. Eric Morgan (Bass) und Johnny Kelly (Schlagzeug) mussten vom Pferd absteigen, dafür durften Chris Hamilton (Schlagzeug) und Oddie McLaughlin (Bass) aufsatteln.

Sal Abruscato zum neuen Album: „Das Album stellt für mich einen Neuanfang dar, ein neues Blatt, sagen wir mit dem gleichen Vibe von früheren Alben, aber mit einem frischen, aufgeschlossenen Ansatz. Es gibt kein wirklich konkretes spezifisches Konzept, es berührt einige persönliche Themen in meinem Leben, mein Interesse an den dunklen Künsten, dass man, um Licht zu haben, Dunkelheit haben muss, um alles auszugleichen. Mit dem Tageslicht kommt die Nacht, mit dem Himmel ist die Hölle und in diesem Moment scheint die Welt an einem sehr dunklen Ort zu sein, daher der Titel des Albums Infernum In Terra. Dies ist ein sehr dunkles Album, aber was sonst noch neu ist, ich schreibe immer dunkle Musik, um eine dunkle Seele zu beruhigen!“

Ich habe Sal Abruscato und die Band persönlich auf ihrer Tour 2019 kennengelernt. Sal Abruscato ist ein herzlicher Kerl und eine sehr authentische Persönlichkeit. Zwischen Album Nummer zwei und drei lagen fast sechs Jahre. Ich hatte ihn damals gefragt, wieso so viel Zeit dazwischen war. Er gab mir bereitwillig Auskunft, dass eine Menge Probleme, auch persönlicher Art da gewesen seien und es dadurch halt diese lange Zeit gebraucht hätte.

Dieses Mal also wahrscheinlich nicht in dieser Form, daher Gott sei Dank, oder doch Satan sei Dank, schon das nächste Album. Im Grunde genommen ist es den Strukturen des Vorgängers gleich. Aus meiner Sicht ist man jedoch wesentlich mehr in die Hufe gekommen dieses Mal. Das hauptsächliche Problem für die Band ist, dass man eigentlich immer an Type O Negative gemessen wird. Davon sollten die Kritiker einfach einmal wegkommen. A Pale Horse Named Death ist eine eigenständige Band, die zwar ihre Herkunft nicht verleugnet, aber doch für sich genommen werden sollte.

Verändert im Tempo des apokalyptischen Tieres hat sich dabei natürlich nichts. A Pale Horse Named Death trottet weiter in einem düsteren Ritt aus Gothic Metal und Doom Metal durch die musikalische Welt. Ein Ritt voller Ängste und Verletzlichkeit. Diese eigentümliche Gothic Stimmung liegt dem Pferd immer noch unter den Hufen, aus meiner Sicht nimmt dieses Mal der doomige Part mehr an Fahrt auf. Das Tier reitet mehr zum Doom/Untergang hin und dies mit einer routinemäßigen Sicherheit, was ihm aus meiner Sicht sehr gut steht. Man könnte es vielleicht so formulieren: Das blasse Pferd hat Farbe angenommen und damit ein Stück weit eindringlicher Energie. Es reitet dem Sabbath entgegen.

Zum Schluss ändere ich einfach mal kurz den Titel des zweiten Songs Believe In Something (You Are Lost) ab und wechsele Something durch Nothing! Infernum In Terra / Hell On Earth!

A Pale Horse Named Death – Infernum In Terra
Fazit
A Pale Horse Named Death sind mit Infernum In Terra, ihrem vierten Album zurück. Aus meiner Sicht haben sie in der kurzen zweieinhalbjährigen Zeit zwischen dem Vorgängeralbum eine Ecke mehr Doom aufgesattelt, wobei sie die Pfade des Gothic Metals nicht verlassen haben. Die Blässe des Tieres nimmt Farbe an. Für mich ein starkes Album. A Pale Horse Named Death sollten nun endlich losgelöst von ihrer nicht zu verleugnenden Herkunft betrachtet werden.

Anspieltipps : Believe In Something (You Are Lost),Two Headed Snake (Propofol Dreams) und Devil’s Deed
Juergen S.
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