Ad Infinitum – Chapter I: Revisited

Akustikversion des Debütalbums Chapter I: Monarchy verliert die Genrezugehörigkeit zum Symphonic Metal

Artist: Ad Infinitum

Herkunft: Montreux, Schweiz

Album: Chapter I: Revisited

Spiellänge: 41:31 Minuten

Genre: Symphonic Metal

Release: 04.12.2020

Label: Nuclear Blast

Links: https://www.facebook.com/AdInfinitumMusic/

Bandmitglieder:

Gesang – Melissa Bonny
Gitarre – Adrian Theßenvitz
Bass – Jonas Asplind
Schlagzeug – Niklas Müller

Tracklist:

  1. Infected Monarchy
  2. Marching On Versailles
  3. Maleficient
  4. See You In Hell
  5. I Am The Storm
  6. Fire And Ice
  7. Live Before You Die
  8. Revenge
  9. Demons
  10. Tell Me Why

Ad Infinitum ist eine Band als Nebenprojekt von Sängerin Melissa Bonny. Zu ihrer Band Rage Of Light gründet sie die Band in Montreux und finanziert eine Single durch Crowdfunding. Aus dieser Schweizer Band wurde nach der Veröffentlichung ein multinationales Projekt, welches zu Corona-Pandemie-Zeiten die Zusammenarbeit erschwerte. Es schlossen sich der Gitarrist Adrian Theßenvitz und Schlagzeuger Niklas Müller aus Deutschland sowie der Bassist Jonas Asplind aus Schweden der Band an. Das ebenfalls durch ein Crowdfunding-Projekt finanzierte Debütalbum Chapter I: Monarchy (Review hier) erschien im April 2020 bei Nuclear Blast.
Eine als Releasetour geplante Europatournee als Support von Visions Of Atlantis wurde in den Februar 2021 verschoben. Eine einzige Releaseshow fand trotz geschlossener Grenzen in Köln statt. Der Livemitschnitt von diesem Konzert ohne Publikum wurde im Oktober veröffentlicht. Das nun vorliegende Chapter I: Revisited ist eine akustische Version des Studioalbums und macht das Trio (Studio/Live/Akustik) voll. Es ist ausschließlich als digitales Album erhältlich!

Infected Monarchy, der erste Track auf dem Album, begeisterte mich in der originalen Version von Anfang an. Jetzt liegt mir die akustische Version in den Ohren. Eine akustische Version, die das Epochale total verloren hat. Es dominiert die wunderbar harmonische und klangvolle Stimme von Sängerin Melissa Bonny. Es dominiert die akustische Gitarre von Adrian Theßenvitz, die er im Latino-Stil spielt. Unweigerlich erinnert der Stil an eine Flamenco-Show aus Mexiko oder Argentinien. Der zweite Song Marching On Versailles beginnt ja schon im Original mit solchen Klängen. Diese werden in der Akustikversion noch deutlicher herausgearbeitet. Maleficient verliert seine Härte. Während im Original der Song davon lebt und auch das Growling wunderbar eingesetzt wird, erscheint die neue Version wie ein Song am Lagerfeuer. Dass der Text von Trennung und Schicksal handelt, fällt überhaupt nicht mehr auf. Die Musik ist dafür zu fröhlich. Während See You In Hell weitgehend gleich ist, wird auch bei I Am The Storm die breitwandige Härte durch die spanischen Folklorerhythmen ersetzt. Fire And Ice, Live Before You Die, Revenge und Demons sind eh wieder einer der langsameren Originaltitel und bedurften kaum Bearbeitung. Dort war der Stil schon im Original hörbar. Tell Me Why verliert dann wieder die Härte und das Epochale. Aus der Symphonic Metal Scheibe wurde eine Folklore Scheibe mit Dark Rock Texten.
Hervorragend arrangiert, ja sicher. War die originale Version Chapter I: Monarchy bei Metalfans schon umstritten, ist die Akustikscheibe erst recht nichts mehr für diese Zielgruppe. Sie ist auf jeden Fall brauchbar, um eine Generation Mensch, die bisher den Symphonic Metal abgelehnt hat, an diese Musik heranzuführen.

Wie schon erwähnt, wird Chapter I: Revisited nur digital auf allen bekannten Kanälen erhältlich sein. Vorab sind zwei Videos von Napalm Records veröffentlicht.

Ad Infinitum – Chapter I: Revisited
Fazit
Ich bleibe beim Original und der Liveversion. Die reine akustische Version ist tatsächlich nur etwas fürs Lagerfeuer und eine Flasche Wein.

Anspieltipps: Infected Monarchy, Maleficient und Tell Me Why 
Norbert C.
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