Aenimus – Dreamcatcher

„Etwas im Traum verfangen!“

Artist: Aenimus

Herkunft: San Francisco (Kalifornien) / USA

Album: Dreamcatcher

Genre: Technical Death Metal, Deathcore, Progressive Metal

Spiellänge: 50:23 Minuten

Release: 22.02.2019

Label: Nuclear Blast Records

Link: https://www.facebook.com/Aenimus

Bandmitglieder:

Gesang – Alex Green
Gitarre – Sean Swafford
Gitarre – Jordan Rush
Bass – Seth Stone
Schlagzeug – Cody Pulliam

Tracklist:

1. Before The Eons
2. Eternal
3. The Ritual
4. My Becoming
5. The Dark Triad
6. Between Iron And Silver
7. The Overlook
8. Caretaker
9. Second Sight
10. Day Zero
11.Dreamcatcher

Nachdem Aenimus bereits 2013 ihr Erstlingswerk Transcent Reality auf den Markt gebracht hatten, mussten ihre Fans fast sechs Jahre auf den Nachfolger warten. Dieser Nachfolger erscheint am 22.02.2019 unter dem Titel Dreamcatcher beim renommierten Label Nuclear Blast Records. Dreamcatcher ist erhältlich als CD (mit zwei Bonussongs) und als schwarzes Vinyl. Im Shop der Band ist Dreamcatcher zusätzlich in den beiden Vinylvarianten Purple w/Black Splatter und eBlue w/White Splatter erhältlich.

Auf der CD sind mit My Becoming und Caretaker gegenüber den Vinylversionen noch zwei zusätzliche Bonussongs enthalten.

Wurde der Bandname beim Erscheinen des Erstlings Transcend Reality noch Ænimus geschrieben, ist man von dieser Schreibform inzwischen wieder abgerückt, da es eine gleichlautende schwedische Heavy Metal / Thrash Metal Band gibt, die die erstere (ursprüngliche) Schreibform ebenfalls benutzt. Also bitte beide Bands nicht verwechseln, die haben nichts miteinander zu tun.

Bei dem hier folgenden Review zu Dreamcatcher von Aenimus handelt es sich um die kalifornische Band Aenimus, die dem Genre des Technical Death Metals zuzuordnen ist.

Aenimus haben ihre Fans vor Veröffentlichung des Albums bereits ab Mitte November an der Entstehung / an den Inhalten ihres neuen Albums über von Nuclear Blast veröffentlichte Videos teilnehmen lassen.

Aenimus schaffen es, mit Dreamcatcher ein technisch sehr versiertes Album herauszubringen. Eine gute Mischung aus Technical Death Metal und Deathcore zieht sich durch das gesamte Album. Dazu noch eine gehörige Prise Prog Metal mit leichten jazzigen Anklängen.

Es klingt teilweise wirklich erstaunlich, was das Quintett aus San Francisco da musikalisch aus den Songs herauskitzelt. Es wird nicht ausschließlich technischer Death Metal dargeboten. Es sind wirklich einfallsreiche Songarrangements mit virtuosen Gitarrenläufen auf dem Longplayer zu hören.

Im Gegensatz zu vielen rein Technical Death Metal orientierten Bands, spielen sie das Ding nicht einfach brutal gegen die Wand, sondern schaffen dabei zusätzlich sehr atmosphärische Soundstrukturen. Da trifft eine Gattling durchaus auch einmal auf eine Waldfee. Dies auch hier und da einmal in einem absolut schnellen Wechsel. Das ist wirklich faszinierend, wobei die wirklich virtuosen Gitarrenläufe fast harmonisch wirken. Da wird auch mal schön gefrickelt, während das Grundtempo heruntergefahren wird.

Ab und an ist ein Wechsel von harsh zu clean Voices zu vernehmen. Das haut mich nun nicht wirklich um, da bei den Vocals ganz klar die Stärken im harsh Bereich liegen. Die Clean Vocals überzeugen mich nicht, sie sind eher eine Kapitulation vor einem neuen Trend, sowohl harsh, als auch clean Voices zu verwenden. Da wird es dann für mich doch etwas langweilig, kommerziell anmutend und durchschaubar. Der Wechsel von absoluter technisch versierter Schnelligkeit zu atmosphärischer und noisiger Ruhe gefällt mir im Gegensatz dazu ausgesprochen gut.

Einzelne Songs jetzt hervorzuheben erübrigt sich, da die Songs sich in den Strukturen doch insgesamt sehr ähnlich sind.

Fazit: Aenimus bringen mit Dreamcatcher ein Album heraus, welches sich gewiss am oberen Bereich der Technical Death Metal / Deathcore Symbiose befindet. Die eingestreuten Progressiv Metal Strukturen geben dem Album noch einmal einen weiteren Auftrieb. Leider ist der, wenn auch manchmal nur spärlich angewendete Wechsel zwischen harsh und clean Voices, aus meiner Sicht ein Manko. Hier will man sich durch diese Machart doch vielleicht etwas in eine kommerziellere Richtung einordnen. Ich hätte in Bezug auf die Mischung clean und harsh Voices eigentlich jetzt sagen wollen: weniger ist oft mehr. Stimmt aber nicht, denn in diesem Fall ist es eigentlich so: überhaupt nicht ist mehr! Trotzdem überzeugt das Album mehr durch seine Stärken.

Anspieltipps: Before The Eons, The Overlook, Day Zero
Juergen S.
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