Die mit Spannung erwartete dritte Studioveröffentlichung von Agabas mit dem Titel Hard Anger ist endlich vor zwei Tagen erschienen. Das Album wurde in einer kleinen Fjordhütte in Hardanger, Norwegen, aufgenommen und verspricht brutale, tiefgestimmte Breakdowns, kombiniert mit furiosem Jazz-Saxophon, endlosen Blast Beats, dröhnenden Bassklängen und dem wunderschönen poetischen Klang der norwegischen Sprache, die aggressiv ins Gesicht geschleudert wird.
Seht euch das Video zum Opener-Track Kjærlighet For Alle hier an:
Agabas haben bereits mit ihrem charakteristischen Stil des Deathjazz in früheren Veröffentlichungen Grenzen verschoben, doch dieses Album geht noch viel weiter. Saxophone, die durch Fuzz-Pedale laufen, und extrem schnelle Jazz-Soli, die durch dissonante Riffs von doppelt heruntergestimmten Gitarren schneiden – das ist Deathjazz. Schneller, schwerer, verrückter und brutaler als je zuvor.
Hard Anger enthält Gastbeiträge von den Blackjazz-Veteranen Shining auf dem Track Jævla Menneske und der New Yorker U-Bahn-Legende Michael Wilbur auf Vis Meg Alt.
Hard Anger – Trackliste:
1. Kjærlighet For Alle
2. Jævla Menneske (feat. Shining)
3. En Vakker Himmel
4. La Blodet Flomme
5. Se Det For Deg
6. Vis Meg Alt (feat. Michael Wilbur)
7. Råte 02:45
8. En Enkel Sjel
9. Arv
10. På Åpent Hav
Agabas sind bekannt für ihre mitreißende Live-Energie und Präsenz, die sie kürzlich auf einer Support-Tour mit Kvelertak im Herbst 2024 unter Beweis gestellt haben. Diese Energie in eine Studioaufnahme zu übertragen, ist keine leichte Aufgabe, doch die kraftvollen Klänge von Hard Anger zeigen, dass es möglich ist. Laut der Band hat die idyllische Ruhe der wunderschönen Hardanger-Fjorde etwas, das die aggressivsten musikalischen Tendenzen hervorbringt, die man sich vorstellen kann. Doch das ist nicht der einzige Einfluss der klaren Hardanger-Natur auf das Album – während ihres Aufenthalts dort sammelte die Band Aufnahmen von den natürlichen Klängen der Umgebung, um sie in ihrer Musik zu verwenden. Beruhigende Wasserfälle, knarrende Treppen von 800 Jahre alten Häusern und gespenstische Kirchenglocken, die von jahrhundertealten Schwertern geschlagen werden, sind über die Songs des Albums verteilt und natürlich mit einer Menge Verzerrung unterlegt.
Die Band dokumentierte ihre Aufnahme-Sessions in einer Reihe von Instagram-Reels. Auf einer Mission, der Welt zu zeigen, dass Jazz tatsächlich brutal schwer sein kann, gewinnen Agabas die Herzen der Metal-Fans mit ihrem charmanten Sinn für Humor und Selbstironie sowie einer ernsthaften Hingabe an ihr Handwerk. Das wird offensichtlich, wenn man die Musik der Band hört – diese Jungs wissen, wie man ihre Instrumente spielt, und sie behandeln sowohl die Metal- als auch die Jazz-Einflüsse in ihrer Musik mit höchstem Respekt.
Die 36 Minuten von Hard Anger nehmen die Hörer mit auf eine Reise durch Death Metal, Hardcore, progressiven Metal, Jazz, Black Metal und zeitweise sogar Punk. All dies wird meisterhaft und durchdacht miteinander verwoben, ohne jemals auf das pure Chaos und die Energie der Musik zu verzichten. Gebt diesem Album eine Chance, wenn ihr euch jemals gefragt habt, ob Jazz und Metal miteinander kombiniert werden können, oder wenn ihr einfach nur eine wirklich gute, wirklich schwere Platte hören wollt.
Agabas online:
https://instagram.com/agabas.band
https://facebook.com/agabasband


