„Race With The Weather On The Spanish Highway”

Artist: Angelus Apatrida

Herkunft: Albacete / Spanien

Album: Cabaret De La Guillotine

Genre: Thrash Metal

Spiellänge: 52:20

Release: 04.05.2018

Label: Century Media Records

Link: http://www.centurymedia.com/release.aspx?IdRelease=2100

Bandmitglieder:

Gitarre und Gesang – Guillermo Izquierdo Polako
Gitarre – David G. Álvarez
Bassgitarre– José J. Izquierdo
Schlagzeug und Backingvocals – Víctor Valera

Tracklist:

01. Sharpen The Guillotine
02. Betrayed
03. Ministry Of God
04. The Hum
05. Downfall Of The Nation
06. One Of Us
07. The Die Is Cast
08. Witching Hour
09. Farewell
10. Martyrs Of Chicago

Cabaret De La Guillotine ist das sechste Album der seit 2000 bestehenden spanischen Old School Thrash Metal Combo Angelus Apatrida. In der Bandhistorie stellt es das vierte Album in der seit 2010 bestehenden Zusammenarbeit mit Century Media Records dar. Da Century Media Records in die mit ihnen unter Vertrag stehenden Bands schon einiges investiert, gibt es neben der CD Ausgabe natürlich auch eine Ausgabe auf schwarzem Vinyl.

Irgendwie schade, dass die spanischen Thrasher von Angelus Apatrida dem breiten Volk noch nicht so bekannt sind. Das kann sich jetzt ändern! Ich habe mir vor zwei Jahren über cmdistro die letzten beiden Platten The Call und Hidden Evolution auf farbigem Vinyl zugelegt. Diese sind mittlerweile, zumindest bei Century Media, ausverkauft. Richtig geiler Old School Thrash, der mir richtig gut gefallen hat. Umso mehr freue ich mich, für die neue Scheibe von Angelus Apatrida mit dem Titel Cabaret De La Guillotine eine Rezension machen zu dürfen. Angelus Apatrida haben mittlerweile mit Genregrößen wie Anthrax, Megadeth oder Slayer auf allen Kontinenten die Bühnen geteilt.

Allzu große stilistische Änderungen gegenüber den Vorgängeralben sind auf Cabaret De La Guillotine nicht wahrzunehmen. Auf der Platte wird melodischer Thrash Metal irgendwo im Terrain von Megadeth, Testament, Annihilator oder Trivium geboten. Tolle Riffs und Gitarrensoli mit hohem Wiedererkennungswert sind auch auf der neuen Platte zu hören. Die Gesangsparts von Guillermo Izquierdo pendeln zwischen Cleanvocals und Screams. Das sorgt für eine gehörige Portion Abwechslung. Die Refrains der einzelnen Songs wirken teilweise hymnenhaft. Auch das sorgt für einen hohen Wiedererkennungswert, und die Songs bleiben im Kopf. Der notwendige Druck ist in den Songs vorhanden, damit auch richtige Thrashgewitter ausbrechen können.

Bereits der Opener und quasi Titelsong Sharpen The Guillotine entwickelt sich nach kurzer akustischer Gitarreneröffnung zu einem sehr melodischen, thrashigen Killersong mit tollen Riffs und ebenso tollen Soli. Der Song zeigt bereits, wohin die Wetterlage zieht. Heftige Thrashgewitter, wenn auch recht melodiös, sind angesagt.

Langsam, aber gewaltig, zieht die groovige Thrashwolke mit Betrayed heran, die dann quasi mit Ministry Of God an Geschwindigkeit gewinnt und die Thrashgewitterfront verfestigt. Geschreddert wird dann göttlich in The Hum. Nun ist wirklich Bewegung in der Wetterfront. So richtig Blitz und Donner gibt es beim Song Downfall Of The Nation. Es kracht und scheppert, oder besser gesagt: es blitzt und donnert überall. Downfall Of The Nation hat sich irgendwie zu meinem Lieblingssong auf dem Album entwickelt.

Auch mit One Of Us gibt es keine Abkühlung. Es rumort weiterhin ganz heftig. Mit The Die Is Cast zieht die Thrashgewitterfront weiter, und es gibt erneut einen sehr melodiösen Refrain, der sich doch stark von dem sehr screamigen thrashigen Rest des Songs abhebt. Bei The Witching Hour scheint dieses starke Thrashgewitter etwas zum Stillstand zu kommen, was durch die folgende Ballade Farewell noch verstärkt wird. Ich selbst bin ja nicht so der Balladentyp, weiß aber, dass Balladen bei der Masse im allgemeinen gut ankommen. Für mich kommt dann Farewell ab der vierten Minute sehr gut an. Denn die Ballade löst sich zwischenzeitlich mal auf und wird wieder thrashiger, bevor ein tolles Solo eingestreut wird und der Song als Ballade sich zum Ende neigt. Irgendwie eine ganz tolle Songstruktur.

Der Rauswerfer Martyrs Of Chicago lässt die Thrashgewitterfront dann am Schluss nochmals in voller Stärke aufziehen und sich voll entladen. Auch bei diesem Song ist ein sehr melodischer und einprägsamer Refrain anzutreffen. Das beherrschen die Jungs aus Spanien mittlerweile perfekt.

 

Angelus Apatrida - Cabaret De La Guillotine
Fazit: Angelus Apatrida haben es mit Cabaret De La Guillotine geschafft, ein großartiges, melodisches Thrash Metal Album aufzulegen. Der Abstand zu Genregrößen wie Megadeth, Testament, Annihilator oder Trivium hat sich stark verringert. Ich denke sogar, dass da fast kein Abstand mehr ist. Ihr Bekanntheitsgrad könnte mit diesem Album gewaltig steigen.

Anspieltipps: Ministry Of God, The Hum, Downfall Of The Nation
Juergen S.9.4
9.4Gesamtwertung
Leserwertung: (1 Judge)
9.2

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