Arion – Vultures Die Alone

Arions drittes Full Length Album vereint große Hymnen, epische Momente und geile Gitarrenparts

Artist: Arion

Herkunft: Helsinki, Finnland

Album: Vultures Die Alone

Spiellänge: 42:48 Minuten

Genre: Power Metal, Symphonic Metal, Melodic Metal

Release: 09.04.20210

Label: AFM Records

Link: https://www.facebook.com/OfficialArion/

Bandmitglieder:

Gesang – Lassi Vääränen
Gitarre – Iivo Kaipainen
Tasteninstrumente – Arttu Vauhkonen
Bass – Georgi Velinov
Schlagzeug –Topias Kupianen

Tracklist:

  1. Out Of My Life
  2. Break My Chains
  3. Bloodline (feat. Noora Louhimo)
  4. I’m Here To Save You
  5. In The Name Of Love (feat. Cyan Kicks)
  6. A Vulture Dies Alone
  7. I Love To Be Your Enemy
  8. Where The Ocean Greets The Sky
  9. I Don’t Fear You
  10. Until Eternity Ends

Heute mal Neues aus dem Hause Arion, der finnischen Melodic Metal Kapelle aus Helsinki. Nach dem ordentlichen Erstlingswerk Last Of Us (Review hier) von 2014 und dem vier Jahre später erschienenen Album Life Is Not Beautiful folgt nun der dritte Streich. Vultures Die Alone heißt die Scheibe, die Anfang April den Weg in die Regale, Streamingdienste oder auch die anderen Vertriebswege finden wird. Als haptische Medien soll es eine CD und natürlich eine Vinylausgabe geben, auf denen dann in knapp 43 Minuten über den Grund für das einsame Sterben des Geiers sinniert wird. Mal abgesehen von der deutschen Übersetzung, die einen Titel so ordentlich verhunzen kann, erwartet uns musikalisch eine ausgesprochen stimmige Angelegenheit. Sänger Lassi Vääränen trifft den richtigen Ton und hat bei zwei Titeln noch tatkräftige Unterstützung von weiblichen Stimmen. Zum einen ist da Noora Louhimo (Battle Beast), die beim Song  Bloodline (als erste Single bereits im letzten Jahr veröffentlicht) unterstützt. Und dann ist da noch In The Name Of Love, bei der die finnische Pop Metal Queen Cyan Kicks ein mehr als nur gelungenes Duett mit Lassi hinlegt. Gerade der letzte Track hat es mir angetan und ist somit auch in meinen Anspieltipps zu finden. Dann sind da aber noch acht weitere Tracks, die ebenfalls alle Aufmerksamkeit verdient haben.

Bereits mit dem Opener Out Of My Life weisen die Finnen ihre Stärke auf. Power Metal mit harten Drums, einer guten Melodie, Spielfreude und Virtuosität mit einer Prise Epic. Sollte das so bleiben, wird das ein megastarkes Album. Im zweiten Track Break My Chains gibt’s noch eine Schippe mehr Epic, denn Tastenbeherrscher Arttu Vauhkonen streut die passenden Klänge gekonnt in den Track. Die gelungene Hookline wird nur noch vom Solo von Iivo Kaipainen getoppt. Das Duett von Noora und Lassi in Bloodline ist stark, auch wenn beim ersten Höreindruck ab und an nicht ganz klar ist, wer welchen Part singt. Ansonsten schöner, fetter Power Metal Hammer. I’m Here To Stay liefert zunächst fast schon synthiemäßige Klänge, bis sich die Band besinnt und wieder mit Melodie und Rhythmus die Kurve kriegt. Das zweite Duett auf der Scheibe wird von Lassi Vääränen und Cyan Kicks bestritten. Der Midtempotrack zeigt eine andere Seite vom Frontmann, der hier stimmlich eine Glanzleistung präsentiert. Cyan hält gekonnt mit und das gibt dem Song eine eigene Klasse. Es folgt mit A Vulture Dies Alone der Titeltrack, der mit auf den Punkt gespielten Drums punktet. Auch der Refrain ist wieder bestechend und macht den Song mit zu einem meiner Favorites auf der Platte. Weiter geht es mit I Love Your Enemy, einer fast schon düsteren Weise, bei der der stakkatohafte Riff bestimmend ist. Lassi zeigt, dass er auch hardcore singen kann, was aber immer nur bis zum Refrain hält. Jetzt werden ruhigere Töne angeschlagen und es folgt die instrumentale Ballade Where The Ocean Greets The Sky, die zunächst mit akustischer Gitarre, leisen Tönen und einer Zerbrechlichkeit daherkommt, dass man fast von einer anderen Band sprechen könnte, um sich dann in einem wunderbaren Gitarrensolo zu verlieren und zum Ende hin mit choralen Ansätzen für einen fulminanten Schluss sorgt. Wer hätte das gedacht, dass sie so ganz anders können. Danach kommt mit I Don’t Fear You noch eine schnelle Nummer und mit Until Eternity End eine weitere Ballade, gefühlvoll gesungen von Lassi, der mal wieder zeigt, dass er nicht immer nur laut singen muss. Auch die Instrumentalfraktion zeigt sich von ihrer ruhigen Seite und die stilleren Töne können überzeugen. Damit endet das Album, wobei ich mir die letzten beiden Songs ggf. andersrum gewünscht hätte, denn ein knackiger Track lässt das Album eher im Gedächtnis haften.

Arion – Vultures Die Alone
Fazit
Die Finnen haben ihre Zeit genutzt und erneut ein gutes Album produziert. Power Metal Kracher wechseln sich mit gekonnten Midtemponummern und auch zwei schönen Balladen ab. Die Duette können ebenfalls überzeugen und eklatante Schwächen sind kaum erkennbar. Somit dürften es die Jungs aus Suomi nicht schwer haben. Mir hat die Platte gut gefallen. Auch die Produktion kann sich hören lassen.

Anspieltipps: A Vulture Dies Alone, In The Name Of Love, Out Of My Life und Whre The Oceans Greets The Sky
Kay L.
9
Leser Bewertung1 Bewertung
9.5
9
Punkte
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