Arroganz – Erzketzer

                             “Mehr als solide, jedoch teils verworren!“

Artist: Arroganz

Herkunft: Cottbus, Deutschland

Album: Erzketzer

Spiellänge: 19:28 Minuten

Genre: Black Metal, Death Metal

Release: 28.09.2018

Label: FDA Records

Link: http://www.hellishhordes.com

Produktion: Cube Audio Studios, Göttingen von Timo Rotten

Bandmitglieder:

Gesang und Bassgitarre – K
Gitarre – P
Schlagzeug – T

Tracklist:

1. Erzketzer
2. By Glowing Chains
3. As Furious Wings Cast Long Shadows

Fast genau ein Jahr nach Veröffentlichung des viel gelobten Longplayers Primitiv werfen Arroganz ihren Neuling Erzketzer auf den Markt. Entstanden ist die Drei-Track-EP parallel zum Vorgängeralbum und auch das Cover knüpft optisch an dieses an, was angesichts der Tatsache, dass Erzketzer den Mittelteil einer dreiteiligen Releasereihe darstellt, nicht verwundert. Dennoch ist die EP als eigenständiges Werk zu betrachten.

Der Titeltrack setzt zunächst schwerfällig und gewohnt düster ein, bevor er in schiere Raserei ausartet, weshalb hier durchaus die Attribute höllisch und blasphemisch gebraucht werden dürfen. Deutlicher kommt der Genremix aus schwarz- und todesmetallischen Klängen beim folgenden By Glowing Chains zum Tragen. Nach recht melodiösem Beginn mit düsteren, aber verständlichen Vocals nimmt die Todeswalze ordentlich Fahrt auf und die Nackenmuskulatur wird deutlich strapaziert. Zudem unterstreicht der fast Fünfeinhalbminüter die spielerische Bandbreite und den Variantenreichtum des Trios. Das abschließende, doppelt so lange As Forious Wings Cast Long Shadows setzt mit einem ruhigen Instrumental ein, welches durch coole Basslinien abgerundet wird. Parallel zum derber werdenden Instrumentarium setzt K mit kräftigen Shouts ein und eröffnet so eine zunächst schwerfällige Deathnummer, welche im weiteren Verlauf durch Thrashattacken begleitet wird. Dem Hörer meines Erachtens nicht zu vermittelnde spacige Klänge im Mittelteil sind eher deplatziert und lassen das sonst gelungene Stück, das zum Ende hin sogar tanzbar wird, etwas verworren erscheinen.

Fazit: Arroganz liefern mit Erzketzer eine gelungene EP ab, welche sowohl das instrumentelle Geschick als auch das songwriterische Talent des Trios unterstreicht. Ferner dokumentiert der Silberling den Facettenreichtum der Band, die insgesamt mehr als nur solide agiert. Dennoch wirken einzelne Passagen etwas fehl am Platze, was die Struktur der Songs bisweilen verworren erscheinen lässt. Auf den Schlusspunkt der Releasereihe darf man allerdings gespannt sein.

Anspieltipps: Erzketzer und By Glowing Chains
Christian G.
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