Artist: Ashes Of Ares
Herkunft: Newburgh, New York, USA
Album: New Messiahs
Genre: US Power Metal Metal, Progressive Metal, Power Metal, Heavy Metal
Spiellänge: 59:43 Minuten
Release: 18.07.2025
Label: Roar / Rock of Angels Records
Link: https://www.ashesofares.com/
Bandmitglieder:
Gesang, Gitarre – Matt Barlow
Schlagzeug – Kyle Taylor (Gast)
Gitarre, Bass – Freddie Vidales
Tracklist:
- Novus Ordo
- New Messiahs
- Two Graves
- Where You Go
- Wake Of Vultures
- Infection Deception
- Atrophy
- Keep On Walkin‘
- The Hawk And The Dove
- Lust To Feed
- From Hell He Rides
- And The House Fell Down (Elton John cover)
Bevor wir zur Musik kommen, blicken wir auf die Protagonisten und das, was die Truppe uns an lyrischen Ergüssen auftischt. Matt Barlow veröffentlichte im November 2020 die EP Winter Nights unter der Fahne Schaffer / Barlow Project. Was wenige Wochen später passierte, das ist allgemein bekannt. Jetzt kommt Barlow mit seinem Projekt Ashes Of Ares um die Ecke und kredenzt uns eine Platte mit Namen New Messiahs. Da stellt sich die Frage nach den Lyrics. Wenn mit einer Promo die Lyrics gleich komplett mitgesendet werden, dann wissen um das Mistrauen sowohl Promoter-Team als auch Musiker selbst. Um es kurz und knapp zu machen: Ängste, Selbstzweifel, die Suche nach Antworten und neuen Göttern – rein von den Texten könnten die Sachen auch von Andrea Berg stammen. Barlow war seit Covid und dem Sturm auf das Capitol nie auffällig oder ist mit ähnlichen Theorien wie Jon Schaffer hausieren gegangen. Seine Frau Kate ist die Schwester von Schaffer, sodass eine Distanzierung rein aus familiären Gründen ausfällt. Es gilt In Dubio Pro Reo. Barlow ist nicht straffällig und hat sich bezüglich seines Schwagers bedeckt gehalten. Folglich bekommen Barlow bzw. Ashes Of Ares die gleiche Chance wie alle anderen Menschen, die metallische Kost für ihre Fans produzieren.
Nach dem Intro geht es mit dem Titeltrack New Messiahs los. Dass bei zwei ehemaligen Iced-Earth-Mitgliedern eine gewisse Erwartungshaltung geschürt wird, dürfte klar sein. Schnell und aggressiv startet die Platte, die Vocals werden verfremdet und das Teil schielt in Richtung Warrel Dane (R.I.P.) und Nevermore. In eine ähnliche Richtung tendiert Two Graves. Where You Go eröffnet balladesk und dreht im weiteren Verlauf zum US Power Metal und der Geist von Iced Earth dreht eine Runde.
In diesem beschriebenen Kontext bewegen sich Ashes Of Ares. Den progressiven, schnellen Takt schlagen Wake Up Vultures oder Atrophy an, Infection Deception, The Hawk And The Dove und From Hell He Rides reiten und stampfen mehr auf dem US-Power-Metal-Pfad. Aufhorchen lässt die mit akustischer Gitarre begleitete Powerballade Keep On Walkin‘, bei der Barlow mit seinem rauen Organ dem Ding eine ordentliche Portion Rotzigkeit verpasst. Überflüssig ist das Elton John-Cover And The House Fell Down, das die Scheibe nur unnötig in die Länge zieht.




