Aversions Crown – A Voice From The Outer Dark (EP)

Sie kommen wieder

Artist: Aversions Crown

Herkunft: Brisbane, Australien

Album: A Voice From The Outer Dark (EP)

Spiellänge: 12:44 Minuten

Genre: Technical Death Metal, Deathcore

Release: 05.08.2025

Label: Nuclear Blast Records

Link: https://www.facebook.com/AversionsCrown/

Bandmitglieder:

Gesang – Alex Teyen
Gitarre – Michael Jeffery
Gitarre – Chris Cougan
Schlagzeug – Jayden Mason

Tracklist:

  1. A Voice From the Outer Dark
  2. Deathbed Lamentations
  3. Castigation Choir

Brisbane am anderen Ende der Welt – genauer: an der Ostküste Australiens – dient gemeinhin nicht unbedingt als Vorzeige-Hollywood-Kulisse für Filmszenarien, in denen Außerirdische sich die Macht über die Menschheit unter den Nagel reißen und diese vollständig auszulöschen versuchen. Naja, wenn ich Außerirdischer wäre, würde ich mich wohl auch lieber dort niederlassen, wo es mir gefällt und ich ordentlich am Strand rumlümmeln kann. Daher ist es gar nicht so abwegig, dass Aversions Crown schon vor einiger Zeit dieses Themengebiet gekapert haben und dies auch auf dem neuen Dreitracker A Voice From The Outer Dark fortschreiben. Seit dem letzten Album Hell Will Come For Us All aus dem Jahre 2020 gab es einen Line-Up-Wechsel: Tyler Miller ist raus und mittlerweile bei Thy Art Is Murder in Lohn und Brot. Dafür wurde Black Tongue-Vokalist Alex Teyen ins Raumschiff gebeamt, und mit ihm an Bord ballert man sich nun durch die drei neuen Songs.

Der Titeltrack geht auch gleich direkt auf die Mütze, startet gewohnt schnell – unterbrochen nur von einem fast schon eingängigen Chorus. Das Riffing ist wieder typisch irgendwo zwischen galaktisch-atmosphärisch und brutal einzuordnen. Teyen unterfüttert die ganze Chose mit seinen kraftvollen Growls und bölkt ohne Pause – eine gute Ergänzung zur aktuellen Besetzung. Nach knapp drei Minuten ist dann aber erst mal Schluss. Kosmisches Geklimper unterbricht das Inferno, nur um dann im breakdown-getragenen Finale zu gipfeln. Starker Song, kommt auf den Punkt – nicht überfrachtet, sondern eher aus dem Bereich „Treffer versenkt“.

Deathbed Lamentations startet mit rasend schnellem, auffälligem Riffing. Zwischendurch tritt man immer aufs Bremspedal, verschnauft aber nur kurz – nur um sich dann wieder auf die Geschwindigkeitsbereiche zu konzentrieren, die der Band am besten zu Gesicht stehen. Zum Ende verlieren sich die Gitarrentöne wieder irgendwo in den unendlichen Weiten irgendwelcher Galaxien.

Der stärkste Track ist gleichzeitig die Singleauskopplung der Veröffentlichung: Castigation Choir ist ein brutaler Bastard aus Death-Metal-Riffing und typischen Deathcore-Trademarks. Überhaupt wird hier die Schnittmenge zwischen beiden Stiltypen besonders deutlich.

Nach gut zwölf Minuten ist der Angriff auch schon vorüber, übrig bleibt nur verbrannte Erde und die Hoffnung, dass die Aussies bald mit einer vollständigen neuen Scheibe um die Ecke kommen.

Aversions Crown – A Voice From The Outer Dark (EP)
Fazit
Der Sängerwechsel hat der Truppe nicht geschadet. Im Gegenteil. Die Band tummelt sich noch immer im Grenzbereich zwischen technischem Death Metal und Deathcore. Und dort fühlen sie sich auch wohl. Die neuen Songs sind ein leckerer Appetithappen und machen Lust auf mehr.

Anspieltipps: A Voice From The Outer Dark und Castigation Choir
Matthias W.
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