Black Magic Six – Choose Death

“Schlicht und roh in allen Belangen!“

Artist: Black Magic Six

Herkunft: Helsinki, Finnland

Album: Choose Death

Spiellänge: 27:32 Minuten

Genre: Trash Blues Punk, Stoner Metal

Release: 07.04.2017

Label: Svart Records

Link: https://www.facebook.com/pg/blackmagicsix/about/?ref=page_internal

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre – Taskinen
Schlagzeug – Motherfuckin´ Japa

Tracklist:

  1. Dance With Me Satan
  2. Shake Shake Shake
  3. 9 To Midnight
  4. All Night Long
  5. Red Cloud
  6. Grease The Machine
  7. Raw
  8. Better Run Fast
  9. 16 Tons Of Misery
  10. Golden Jackal

Ihre Einflüsse sind der allmächtige Satan, die englische Dampfwalze Venom und Punk Musik. Ihr fragt euch, was dabei herauskommen soll? Wir können es euch sagen: Ein Bastard aus rotzigem Stoner Metal, der unkonservativ vom Punk beeinflusst wird und von härteren Thrash Elementen lebt. Der Name, na klar, Black Magic Six – da bekommt man glatt Gänsehaut. Das Duo aus Helsinki verarbeitet einfach alles, was ihm in die Hände kommt in nicht ganz 30 Minuten, die in tiefe Schluchten des Genres führen und zu keiner Zeit mit klarem Verstand zu konsumieren sind. Allein das Cover von Choose Death mit einem ameisenähnlichen Satan, der auf Skiern einen Sarg trägt, wirkt platt und lässt nichts Gutes erahnen.

Kurze zwei drei Minuten Nummern geben einander die Klinke in die Hand. Dance With Me Satan schiebt zumindest die ganz dunklen Wolken beiseite, die einem beim Artwork der Produktion in den Kopf gekommen waren. Schöner Stoner Rock/Metal mit Punk Attitüden kann eben auch aus dem so staubfreien Finnland kommen. Der Refrain bleibt hängen und auch die ersten Sekunden grooven. Die Kunst mit dem Hausmannskost-Feeling kann tatsächlich über die meisten Passagen überzeugen. Shake Shake Shake imitierte fröhliche Klänge und zieht Kornkreise in die kalte skandinavische Landschaft. Die Bassseiten schlabbern Taskinen und Motherfuckin´ Japa – haben scheinbar Spaß an ihrem Höllenritt jenseits des Verstandes. Die tief gestimmte Gitarre imitiert so nur zu gerne das andere Saiteninstrument, ohne ganz die eigene Aufgabe zu vergessen. All Night Long zieht den Stecker, wo selbst King Dude Fans auf ihre Kosten kommen. Choose Death bleibt eigenwillig, ohne an Charme einzubüßen. Irgendwie hat die Ansammlung mit Raw, Better Run Fast oder 16 Tons Of Misery auch was. Eine schwache Leistung kann man Black Magic Six gar nicht in die Schuhe schieben. Völlig solide ziehen sie ihren Stiefel von Anfang bis Ende durch und stellen damit sogar andere Genrevertreter in den Schatten. Der ganz große Wurf ist der Silberling dennoch nicht – dafür fehlt von allem eine gute Prise.

Fazit: Grenzen gibt es keine, der warme Wüstensand wird extra aus Nevada nach Finnland gekehrt, damit Black Magic Six mal richtig ihren Evil Stoner Metal abrocken können. Spaß beiseite. Für Anhänger des Genres mit dem Bezug zu alten internationalen Punkgrößen, die im Rock unterwegs gewesen waren, bekommen ihren Fuß aufs Gaspedal und die Glatze aus dem offenen Autofenster, in einer bitterkalten Dezembernacht, am Polarkreis. Habe schon Besseres gehört aber hundertprozentig auch Schlechteres ohne Wiedererkennungswert und jeglichen Spaßfaktor, den man hier nicht wegstreichen kann.

Anspieltipps: Dance With Me Satan und Raw
Rene W.
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