Call Of Charon – Plaguebearer

Jetzt sollte es endlich mal steil bergauf gehen

Artist: Call Of Charon

Herkunft: Duisburg, Deutschland

Album: Plaguebearer

Spiellänge: 38:11 Minuten

Genre: Deathcore, Death Metal

Release: 01.11.2019

Label: Massacre Records

Link: https://www.facebook.com/callofcharon/

Produktion: Pekay Audio Productions von Philipp Kaase. Mix und Mastering bei Castle Ultimate Productions von Zack Ohren

Album Line-Up:

Gesang – Patrick Kluge
Gitarre – Arthur Solich
Gitarre – Tobias Finkl
Schlagzeug – Christoph Knobloch

Tracklist:

  1. Prayer To An Empty Sky
  2. Illusive Savior
  3. The Decline Of The West
  4. Misery (The Plaguebearer) (feat. CJ McMahon)
  5. These Shining Stars
  6. We Had It All (My Excuse)
  7. Antigone’s Farewell
  8. Crown Of Creation (feat. Frankie Palmeri)
  9. Losing Ground
  10. My Darkest Hour
  11. Another Path

Wie oft ich jetzt schon etwas zu der äußerst wechselvollen Geschichte von Call Of Charon geschrieben habe, kann ich schon gar nicht mehr an einer Hand abzählen. Seit der Bandgründung im Jahr 2006 (!!!) gab es unzählige Höhen und Tiefen, eine Pause, einen Neustart, viele Besetzungswechsel… Trotzdem haben es Call Of Charon geschafft, sich immer wieder mit neuen Songs zu melden, Shows zu spielen und auch im Gespräch zu bleiben. Nun sieht es aber tatsächlich so aus, dass sich die Wogen geglättet haben, und die Beharrlichkeit wurde schon mal damit belohnt, dass ein Vertrag mit Massacre Records unterzeichnet werden konnte. Wenn man sich aber auch mit einem Album wie Plaguebearer bewerben kann, hat man definitiv ein Pfund in der Hand, mit dem man wuchern kann 🙂

Bereits im Februar durfte ich mir ja die elf Songs bei einem Prelistening zu Gemüte führen und auch das tolle Coverartwork, für das Scotty Bates Artwork & Design verantwortlich ist, in Augenschein nehmen. Seitdem gab’s den einen oder anderen Song auch schon live auf die Ohren, nun finden sich die Dateien auf meiner Festplatte und warten schon seit längerem darauf, der finalen Bewertung standzuhalten.

Wenn insgesamt 11 Songs in etwas über 38 Minuten untergebracht sind, ist eins klar: Call Of Charon nehmen keine Umwege, und es gibt ordentlich was vor den Latz geballert. Den Opener Prayer To An Empty Sky muss man da allerdings ausnehmen. Der fängt sehr ruhig mit dem schönen Keyboardspiel von Liv Reinecke von Pradonium an, aber langsam kriecht das Grauen heran und wird auch erst einmal im Downtempo von Illusive Savior mitgenommen. Aber Downtempo findet insgesamt selten statt, und die Songs auf Plaguebearer bewegen sich überwiegend im Hochgeschwindigkeitsbereich. Bei Songs wie These Shining Stars (ja, genau, der Track, der Call Of Charon schon sehr lange begleitet und jetzt in der Gegenwart angekommen ist), Antigone’s Farewell oder Losing Ground spielen Call Of Charon sehr geschickt mit Tempowechseln, während The Decline Of The West, Misery (The Plaguebearer) oder We Had It All (My Excuse) keine Gnade kennen, hier wird durchgeprügelt. Mit dem Outro Another Path, das auch mit einem Zitat aus Herr Der Ringe um die Ecke kommt, kann dann ein Haken gesetzt werden. Mission Accomplished!

Neben Liv Reinecke finden sich noch bekanntere Namen auf Plaguebearer. Bei Misery (The Plaguebearer) gibt sich CJ McMahon (Thy Art Is Murder) die Ehre – und das Riff fräst sich im Blitztempo durch die Gehörgänge und wird Euer Hirn nicht mehr verlassen! –, und Frankie Palmeri (Emmure) steuert seinen Sangesbeitrag zu Crown Of Creation bei. Das wahnwitzige Gitarrensolo bei My Darkest Hour hat übrigens Henri Sattler von God Dethroned eingespielt. Nicht zu vergessen aber auch die vielen Freunde aus der Underground-Szene, die immer wieder die Backingvocals und auch die Gangshouts bei Crown Of Creation beigesteuert haben.

Plaguebearer erscheint offiziell am 01.11., aber das ist in Nordrhein-Westfalen ein Feiertag. So findet die Releaseshow also bereits am 31.10. im Jugendhaus Coffee Corner in Essen statt. Hier findet Ihr die Veranstaltung auf Facebook: https://www.facebook.com/events/1275845252589988/ Bei der Gelegenheit könnt Ihr dann übrigens auch den neuen Basser von Call Of Charon kennenlernen, denn dann wird Alex (ex-Majesty, Magoth) seine zweite Show mit den Jungs spielen. Ich durfte ihn bereits im ND-Haus in Dinslaken live erleben.

Zu einem meiner Anspieltipps gibt es ein Lyric-Video, hier also Misery (The Plaguebearer) (feat. CJ McMahon/Thy Art Is Murder):

Call Of Charon – Plaguebearer
Fazit
Wenn ich überlege, dass ich Call Of Charon in 2016 beim Moshroom Festival in Krefeld entdeckt habe, und sie mich da schon mit ihrer Show aus den Socken gehauen haben, freut es mich sehr, dass sie mit Plaguebearer gleich mal ein paar weitere Stufen auf der Leiter erklommen haben. Gute Songs konnten Patrick und seine Jungs schon immer schreiben, aber das hier ist definitiv ein anderes Niveau. Wenn da kein Label zugegriffen hätte, hätte ich es echt nicht kapiert. Jetzt bin ich sehr gespannt, was da noch kommt.

Anspieltipps: The Decline Of The West, Misery (The Plaguebearer) und We Had It All (My Excuse)
Heike L.
8.5
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8.5
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